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05.10.2011 Alex Wolschann/idg

Android 4: Tablet und Smartphone verschmelzen

Android 4.0 steht kurz vor der Fertigstellung. Die neue Version soll als eine Plattform auf Tablets und Smartphones laufen.

Bei der Namensgebung war Google schon immer sehr kreativ. Die nächste Android-Generation heißt daher Ice Cream Sandwich und soll noch vor Apple iOS 5 auf den Markt kommen. Da das neue iPhone noch im Oktober in den Läden stehen soll, darf man wohl auch mit Android 4.0 in den nächsten vier bis sechs Wochen rechnen. Schon in der Vergangenheit hat Google dem Rivalen Apple ein Schnippchen geschlagen und beispielsweise Android 2.2 Froyo kurz vor iOS 4 veröffentlicht und das für Tablets optimierte Android 3.0 Honeycomb noch schnell vor dem Launch des iPads vorgestellt.

Bei Android 4.0 sollen Handy und Tablet wieder zusammenwachsen. Das bedeutet, dass es keine getrennten Betriebssysteme mehr für Smartphones (Android 2.3 Gingerbread) und für Tablets (Android 3.2 Honeycomb) geben wird. Der große Vorteil für Entwickler besteht darin, dass sie ihre Apps in Zukunft nur noch für eine Android-Plattform entwickeln müssen. Das neue Android-SDK soll dabei sowohl die hochauflösenden Tablets wie auch die kleinen Smartphone-Bildschirme in ihrer Auflösung unterstützen. Und auch bei der Leistung deckt Android 4.0 Highend und Einsteiger-Prozessoren ab. Android 4.0 soll somit problemlos auf den verschiedensten Geräteklassen laufen. Die meisten weiteren Neuerungen von Android 4.0 betreffen das Design. Wie über Androidpolice und RootzWiki zu erfahren ist, sollen am unteren Bildschirmrand der Startseite jetzt vier Icons feststehen und vom restlichen Bildschirm durch eine feine Linie getrennt sein. Sie bieten Zugriff auf alle Apps, Telefonfunktion, Webbrowser und E-Mail. Ob sich diese Icons beliebig definieren lassen oder in Zement gegossen sind wie beim iPhone, ist nicht bekannt.

Ein Facelifting hat auch die Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand erfahren. Die Leiste, die Infos wie Facebook-Aktualisierungen oder neue E-Mails, sowie Akkustand, WLAN und GPS anzeigt, soll größer werden als bisher und damit mehr Platz für große Symbole bieten. Ferner wird es ein Symbol geben, das alle aktiven Apps anzeigt. Apps sollen sich zudem in Ordnern stapeln lassen – wie beim iPhone. Auch der App-Drawer scheint überarbeitet worden zu sein. Er bietet nun zwei Reiter für Apps und Widgets plus einen Link direkt in den Android Market.

SMARTPHONE ALS GELDBÖRSE Die Google-Suche von Android 4.0 soll wie bei Android 3.0 am oberen Bildschirmrand der Startseite eingebunden werden. Und auch Google Mail soll ein neues Gesicht erhalten haben. Außerdem wird es mit Google Shopper ein Programm zum Bezahlen von Waren via Handy geben. In diesem Zusammenhang ist Near Field Communication (NFC) eine interessante Funktion. Android-Smartphones sollen die neue Nahverbindungs-Technik in Zukunft unterstützen. NFC hilft aber nicht nur, bargeldlos zu bezahlen, sondern ermöglicht es auch, schneller eine Bluetooth-Verbindung aufzubauen. Die Kamera soll in Zukunft auch Panorama-Schnappschüsse meistern. Das hatte Google schon auf der Entwicklerkonferenz I/O angekündigt. Wie viele einzelne Aufnahmen sie dazu macht, ist noch nicht klar. Außerdem soll die Kamera Gesichtstracking beherrschen und beispielsweise bei Videotelefonie mit mehreren Personen im Raum jeweils auf den Sprecher fokussieren, der gerade spricht.

Das Nexus S soll als erstes Smartphone ein Update auf Ice Cream Sandwich erhalten. Doch es wird nicht das erste Android-4-Smartphone sein. Gerüchten zufolge soll im Oktober oder November das Nexus Prime auf den Markt kommen. Das neue Nexus Prime soll wieder von Samsung kommen und mit einem 4,5 Zoll HD-Display sowie einem taktkräftigen OMAP4-Dualcore-Prozessor von Texas Instruments ausgestattet sein. Auch LTE dürfte integriert sein.

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