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05.04.2011 Michaela Holy/pte

Entwickler beklagen Android-Fragmentierung

Android ist zwar Smartphone-Marktführer, hat aber in den Augen von Entwicklern noch einige Probleme. Einer Umfrage des Analystenhauses Baird zufolge stoßen sich die Programmierer unter anderem an einer schlechten Sichtbarkeit von Apps, viele sehen die Betriebssystem-Fragmentierung als Problem.

Verschiedene Android-Geräte nutzen oft unterschiedliche Betriebssystem-Versionen sowie anbieterspezifische Anpassungen. Das sieht mehr als die Hälfte der 250 befragten Entwickler als "gewaltiges" oder "ernstzunehmendes" Problem - Tendenz steigend. Dagegen erachten nur 14 Prozent diese Fragmentierung als völlig unproblematisch. "Das sind interessante Herausforderungen für Google", meint Jon Erensen, Gartner Research Director Mobile Handset & Consumer Electronics Semiconductors, gegenüber Pressetext.

Angeblich will Google dem Problem durch Nicht-Fragmentierungs-Klauseln sowie eine hardwareseitige Standardisierung Herr werden. Falls letzteres zutrifft, könnte das Erfolg haben. "Das ist einer der Gründe, warum Microsoft Qualcomms Snapdragon zum Referenzdesign für Windows Phone 7 gemacht hat", erklärt der Analyst. Allerdings würde eine architektonische Standardisierung Chiphersteller wie Broadcom, Nvidia oder ST-Ericsson treffen, die sich mit unterschiedlichen Stärken auf dem Markt zu positionieren suchen.

Kann Google dem Chaos im Gerätebereich Herr werden, verbleiben immer noch genug andere Probleme. Denn laut Baird-Umfrage bevorzugen Entwickler ein einheitliches App Store wie bei iOS, während Android auch in dieser Hinsicht ein ausgeprägtes Fragmentierungsproblem hat. Immerhin gibt es neben Googles Android Market auch App-Handelsplätze von Geräteherstellern oder Mobilfunkern sowie neuerdings auch Amazons Appstore.

Zudem monieren Entwickler laut Baird, dass Android-Apps Kunden nicht so gut erreichen wie bei iOS oder auch Blackberry. Insbesondere beklagen die App-Anbieter demnach die Menge an "Müll"-Apps im Android-Ökosystem. Hier könnte Amazons Marktplatz punkten, da der Onlinehändler im Gegensatz zu Google eingereichte Apps prüft. Ein weiteres Problem ist, dass Entwickler der Umfrage zufolge bei iOS und BlackBerry eher daran glauben, dass sie Apps wirklich zu Geld machen können. Trotz allem schreiben bereits 71 Prozent der befragten Entwickler Apps für Android, womit iOS auch in dieser Hinsicht überflügelt ist.

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