Microsoft trägt Zune zu Grabe und feiert IE9 Detail - Computerwelt

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23.03.2011 Alex Wolschann

Microsoft trägt Zune zu Grabe und feiert IE9

Nach fünf Jahren ist das Projekt Mediaplayer für Microsoft gestorben. Die Marke soll in den Windows Phones weiterleben.

Microsoft hat die Produktion seines Media-Players Zune eingestellt. Die Marke soll lediglich als Software weiterleben und dient der Xbox 360, dem PC und Windows Phone 7-Smartphones künftig als Schnittstelle. Die Nachfrage soll in Zeiten starker Konkurrenz wie dem iPod rückläufig sein und letztendlich zu diesem drastischen Schritt geführt haben.

Microsoft stellte den Zune 2006 vor, konnte mit dem Gerät aber trotz hoher Ansprüche nie einen ernsthaften Konkurrenten für den iPod von Apple bieten. Der Konkurrent bestimmte den Markt mit einem Anteil von bis zu 77 Prozent. Der Zune kam in den meisten Statistiken nicht einmal in die Top Fünf.

GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN Spätestens seit der fixierten Kooperation mit Nokia am Mobilfunkmarkt hat Microsoft auch hier wieder hehre Pläne: Die Marktherrschaft von Apple beweise laut Microsoft-CEO Steve Ballmer, dass ein Konzern auch von ganz hinten den Markt aufrollen könne. »Als ich bei Microsoft anfing, war Apple größer als wir«, erinnert sich Ballmer. »1997 war Apple dem Bankrott nahe. Und jetzt haben sie sich doch ganz gut erholt. Wie man sehen kann, kann man also kommen und gehen, kommen und gehen und schließlich wieder kommen«, wurde der streitbare Microsoft-Vordenker dieser Tage zitiert.

Schon Anfang des Jahres bei der Vorstellung des nächsten Microsoft-Betriebssystems auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas hatte Ballmer erklärt: »Welches Gerät auch immer Sie jetzt oder in der Zukunft verwenden: Windows wird dort sein.« Microsoft geht davon aus, dass die Zeit der spezialisierten Mediaplayer zu Gunsten der Smartphones vorbei ist. Daher dürfte die Einstellung der Zune-Geräte den Redmonder Managern nicht allzu viel Kopfzerbrechen bereitet haben. Inzwischen wurde auch bekannt, dass Microsoft den neuen Kooperationspartner Nokia mit über einer Milliarde Dollar unter die Arme greift. Die Zahlungen an die Finnen sollen starten, bevor das erste Nokia-Smartphone mit Windows-Oberfläche auf den Markt kommt. Zum Deal gehört außerdem ein Patentabkommen, mit dem sich Microsoft die Nutzung von diversen in Nokias Portfolio befindlichen Patenten sichert.

SICHER DURCH DAS NETZ Der Internet Explorer 9 (IE9) steht bei Microsoft ab sofort in der Endversion zum Download bereit. Der neue Browser soll vor allem schnelleres und sicheres Surfen für die Anwender bieten. Rückmeldungen von knapp 40 Millionen Beta-Testern wurden seit vergangenem Oktober eingebaut. Der IE9 wurde weltweit zeitgleich gelauncht. Wesentliche Anforderungen für den neuen Browser sind laut Unternehmenssprecher Thomas Lutz die Themen Geschwindigkeit, Sicherheit und Schutz der Privatsphäre. »Eines der Highlights ist dabei sicherlich die neue Tracking Protection.« Mit diesem Tool wird es den Anwendern ermöglicht, nicht wünschenswerte Inhalte von Webseiten zu blockieren. Wie der Vorgänger verfügt auch der IE9 über einen SmartScreen-Filter, der bedenkliche Seiten mit Phishing-Absichten kenntlich macht. Eine weitere Neuerung des IE9 ist die Nutzung des Grafikprozessors (GPU) zur Darstellung von aufwendigen Inhalten, womit die Ladezeiten verkürzt werden sollen. Darüber hinaus wurde das Layout erneuert und vereinfacht. Mit Hilfe des Pin-Mode können favorisierte Webseiten in die Taskleiste des Betriebssystems implementiert und direkt aufgerufen werden, ohne den Browser zu starten. Per Klick mit der rechten Maustaste können auch einzelne Funktionen, etwa bei Facebook das Versenden einer Nachricht, durchgeführt werden. Eine Version für Mac-Nutzer ist nicht vorgesehen, allerdings wird im Laufe des Jahres der IE9 auch für das Windows Phone 7 bereitstehen.

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