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21.10.2009 Thomas Mach

Machtwort: "Die Wirtschaft ist die Wirtschaft"

Microsoft stapelt in Sachen Windows 7 eher tief. Das hat gute Gründe.

Was lange währt, wird endlich gut – nach annähernd zwölf Monaten voller Windows7-Werbebotschaften ist der jüngste Microsoft-Spross nun in freier Wildbahn erhältlich. Früher als ursprünglich geplant, von der Anwenderschaft wesentlich gewollter, als es Vista jemals war. Trotzdem, Microsoft stapelt bislang in Sachen Windows 7 eher tief. Das hat gute Gründe, schließlich kommt das Betriebssystem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit (um nicht zu sagen einer Wirtschaftskrise) heraus. Zudem finden sich mittlerweile einige nicht zu unterschätzende Konkurrenten auf dem Markt.

So strebt etwa Google mit Chrome OS als – so die Google-Definition – »vollwertigem Betriebssystem« nach Microsofts Pfründen, auch Apple und die Open-Source-Gemeinde nagen an Microsofts Marktanteilen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer gibt sich dementsprechend (und entgegen dem bisherigen Auftreten) eher kleinlaut. Er erwarte sich »keine Rekordabsätze«. »Ich liebe Windows 7, aber die Wirtschaft ist die Wirtschaft«, tönte der sonst eher wortgewaltige CEO im Rahmen einer Werbetour. Dabei ist das Betriebssystem der für Microsoft wichtigste Wurf seit langem. Zwar kann der Konzern einen Anteil von (je nach Marktforscher) bis zu 95 Prozent am Gesamt-Betriebssystemmarkt ausweisen. Doch nur ein Bruchteil davon wurde mittels Windows Vista lukriert, der Großteil der Rechner findet sich in der Windows XP-Welt. Vor allem im Unternehmens-Segment wurde der Window7-Vorgänger – gelinde gesagt – sehr spärlich eingesetzt. Und auf den in den letzten Monaten regelrecht boomenden Netbooks findet sich Vista angesichts der hohen Hardware-Anforderungen, die von den schlanken Rechnern schlicht nicht erfüllt werden können, so gut wie gar nicht.

So setzt Microsoft große Hoffnungen in Windows 7, vor allem im Unternehmenssegment will der Konzern mit einer engen Verknüpfung des Betriebssystems mit Windows Server 2008 R2 und Exchange 2010 punkten. Ein Plan der aufgehen könnte. Immerhin zeigen zahlreiche Stimmen aus den Unternehmen ein durchwegs positives Feedback, vereinzelt finden sich Release Candidate als auch RTM bereits im produktiven Einsatz in Unternehmen. Was wiederum das Partnernetzwerk von Microsoft freut, schließlich sollen in Österreich in den nächsten vier Jahren rund 14.000 neue Jobs entstehen. Allerdings sollte schon Vista in der weltweiten IT-Landschaft rund 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen (das ist ebenso wie die 14.000 eine Prognose der IDC). Eine Hoffnung, die angesichts des Flops, den Vista letztlich hinlegte, wohl eher vergeblich gewesen sein dürfte. Bleibt für Microsoft zu hoffen, dass Windows 7 dieses Schicksal erspart bleibt.

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