Windows 7 füllt Microsoft weiter die Kasse Detail - Computerwelt

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23.04.2010 Michaela Holy/apa/Rudolf Felser

Windows 7 füllt Microsoft weiter die Kasse

Die Erfolgsgeschichte von Windows 7 geht weiter. Auch im dritten Geschäftsquartal sorgte das Computer-Betriebssystem für eine volle Kasse bei Microsoft. Und die Tablet-Welle könnte diesen Effekt noch verstärken.

Windows 7 ist weiterhin ein Wachstumsmotor, sagte Finanzchef Peter Klein in Redmond (US-Bundesstaat Washington). Ein halbes Jahr nach dem Start laufe schon jeder zehnte Computer weltweit mit dem Betriebssystem. Und die Nachfrage sei anhaltend stark.

Der Software-Konzern konnte seinen Gewinn in dem Ende März abgeschlossenen Quartal binnen eines Jahres um 35 Prozent auf 4,0 Mrd. Dollar (3, Mrd. Euro) hochschrauben. Die Erlöse kletterten um 6 Prozent auf 14,5 Mrd. Dollar. Auch die Suchmaschine Bing, das Spiele-Netzwerk Xbox Live oder Internet-Dienstleistungen - die sogenannten Cloud Services - hätten kräftig zugelegt, sagte Klein. Vom Umsatz her sei es das beste dritte Quartal der Firmengeschichte gewesen. Im laufenden Vierteljahr will Microsoft den guten Lauf fortsetzen.

Microsoft hatte Windows 7 Ende Oktober auf den Markt gebracht - gerade noch rechtzeitig für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Zu allererst griffen deshalb die Privatkunden zu. "Die Geschäftskunden beginnen, ihre Desktops aufzufrischen", stellte der fürs Tagesgeschäft zuständige Vorstand Kevin Turner nun fest. Viele Firmen hatten in der Krise die IT-Investitionen drastisch zusammengestrichen und sind nun gezwungen, in neue Computer zu investieren. Zu Jahresbeginn waren die PC-Verkäufe nach Angaben des Marktforschers Gartner um 27 Prozent gestiegen.

Der Vorgänger Vista war bei den Kunden durchgefallen, auf vielen Rechnern läuft bis heute das bereits 2001 herausgebrachte Windows XP - in der Computerwelt eine Ewigkeit. Bis 2014 unterstützt Microsoft den Oldtimer noch, etwa mit Sicherheitsupdates.

ANLEGER UNZUFRIEDEN Die Anleger zeigten sich nach den Zahlen unzufrieden, die Aktie sank zunächst um drei Prozent. Bereits in den vergangenen Tagen hatten es andere Unternehmen schwer gehabt, die Börsianer zu begeistern. Der gesamte Aktienmarkt hatte sich nach den Tiefständen des vergangenen Jahres rasch erholt - nun scheint ihm etwas die Puste auszugehen.

Der Windows-Umsatz alleine legte um 28 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar zu. Die etwa gleich starke Geschäftskunden-Sparte büßte hingegen sechs Prozent ein. Hierzu gehört neben kaufmännischen Programmen für Mittelständler auch das bekannte Office-Paket. Viele Nutzer sind mittlerweile zum Beispiel auf das kostenlose Open Office umgestiegen und auch Google lockt die Firmenkunden mit seiner Büro-Software. Mitte des Jahres versucht Microsoft mit einer neuen Version, verlorenes Terrain wieder gutzumachen.

Mit dem Online-Geschäft verliert Microsoft weiterhin Geld. Und das nicht zu knapp: 713 Mio. Dollar kosteten den Konzern seine Bemühungen, sein Standbein im Netz auszubauen. Microsoft hatte sich im vergangenen Jahr mit Yahoo verbündet. Gemeinsam versuchen die zwei, dem Suchmaschinen-Primus Google Einhalt zu gebieten.

Und die nächste Baustelle wartet schon: Microsoft stößt weiter auf dem boomenden Markt der Smartphones vor. Gerade erst hat der Konzern zwei eigene Handys herausgebracht, bald folgt das neue Mobil-Betriebssystem Windows Phone 7. Ab Mai verantwortet der bisherige Deutschland-Chef Achim Berg den kompletten Bereich.

TABLETS ALS UMSATZTREIBER? Schon bald könnte eine neue Geräteklasse als Umsatzreiber für Windows 7 dazukommen: die Tablets. Es gibt kaum einen Hersteller, der nicht bereits einen neuen, schlanken Tablet nach iPad-Vorbild angekündigt hätte. Während auf diesen Geräten natürlich teilweise Linux-Betriebssysteme – allen voran Googles Android – laufen, ist Windows 7 dennoch bereits stark in der Nische vertreten.

Wohl auch um Nutzern wie Herstellern klar zu machen, wie sinnvoll der Einsatz von Windows 7 auf einem der neuen Tablets (oder jedem anderen Multi-Touch-fähige Computer mit Windows 7 Home Premium, Professional oder Ultimate) sein kann, hat das Unternehmen aus Redmond sein Microsoft Touch Pack für Windows 7, das bislang nur für Hardware-Partner verfügbar war, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Touch Pack besteht aus sechs Applikationen, die Anwendungsmöglichkeiten von Multi-Touch in Windows 7 zeigen. Es handelt sich um drei Spiele und drei Microsoft Surface-Anwendungen, die für Windows 7 entwickelt wurden. Die Spiele sind Microsoft Blackboard, in dem eine Fantasie-Maschine auf einer virtuellen Schultafel zu zeichnen ist, Microsoft Garden Pond, das einen japanischen Wassergarten simuliert, und Microsoft Rebound, in dem Bälle mit Hilfe von Gesten in das gegnerische Tor geschossen werden. Microsoft Surface Globe dient der Erforschung der Erde in 2D- oder 3D-Darstellungen, Microsoft Surface Collage ermöglicht die Anordnung persönlicher Fotos als Desktop-Hintergrund und Microsoft Surface Lagoon ist eine interaktive Wassersimulation als Bildschirmschoner. (mi/apa/rnf)

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