Die wichtigsten Antworten rund um Android Detail - Computerwelt

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08.09.2010 Moritz Jäger*

Die wichtigsten Antworten rund um Android

Das Google-Handy-Betriebssystem Android erarbeitet sich kontinuierlich mehr Marktanteile. Wir erläutern die wichtigsten Fragen rund um Android.

Knapp einem Jahr nach der Präsentation ist Google Android zu einem festen Faktor im Smartphone-Markt geworden - und verglichen mit den ersten Geräten können es Android-Smartphones wie das Nexus One, HTC Desire oder Samsung Galaxy S auch optisch mit dem iPhone aufnehmen. Dennoch sind einige Fragen zu beachten, wenn man umsteigen oder ein neues Gerät anschaffen möchte.

Welche Hersteller liefern Android-Smartphones? Die Palette umfasst nahezu alle namhaften Hersteller, unter anderem HTC, Samsung, Sony Ericsson, Motorola, Dell, Acer und LG. Die Bilderstrecke zeigt aktuelle Modelle im Überblick.

Wie gelangen Anwendungen auf die Smartphones? Ähnlich wie beim iPhone stellt Google einen offiziellen Marktplatz zur Verfügung. Nutzer können Anwendungen darüber kaufen oder kostenlos herunterladen, auch Updates werden darüber verteilt. Apps werden über Google Checkout bezahlt, in Zukunft soll auch PayPal möglich werden.

Wie viele Apps gibt es? Leider liefert Google keine aktuelle Anzahl, im April wurden allerdings mehr als 50.000 Apps im Android Market verzeichnet. Dazu gibt es noch Marktplätze die von anderen Entwickler-Communitys betrieben werden, etwa AppBrain.

Wie gut ist der Browser? Android setzt beim Browser auf WebKit, die gleiche Technologie, die auch im iPhone und beim neuen Blackberry OS 6 zum Einsatz kommt - der Browser muss sich hinter dem iPhone nicht verstecken. JavaScript, eine Technik, ohne die kaum eine Website auskommt, ist ebenfalls integriert, Google nutzt hier einen ähnlichen Code wie beim Desktop-Browser Google Chrome.

Funktionieren Flash-basierte Inhalte? Grundsätzlich ja, zumindest in den aktuellsten Modellen. Google und Adobe arbeitet gemeinsam an einem kompletten Client für Adobe Flash und Adobe AIR.

Wie sicher ist Android? Android ist in letzter Zeit auch durch Trojaner und Sicherheitslücken in die Schlagzeilen gekommen. Tatsächlich ist in Osteuropa ein Trojaner aufgetaucht, auch wurde im Rahmen der Sicherheitskonferenz ein Rootkit vorgestellt. Google zeigt bei der Installation jeder Applikation an, auf welche Funktionen die Anwendung zugreifen will - wenn sich eine App also zu viele verdächtige Rechte, etwa das Versenden von SMS, sichern will, sollte man vorsichtig sein. Zudem gibt es von Lookout und Norton bereits Anti-Malware-Programme, die gespeicherte Daten sichern und vor Viren schützen können.

Lässt sich das Smartphone ohne Google verwenden? Grundsätzlich ja, allerdings setzen einige Funktionen wie Google Talk, Googlemail oder Android Market nicht nutzen. Über die bereits erwähnten alternativen App-Verzeichnisse lassen sich aber dennoch Programme nachinstallieren.

Welche Funktionen bietet die aktuelle Firmware? Das jüngste Update von Android erhöht die Versionsnummer auf 2.2, der Codename ist FroYo, benannt nach einer amerikanischen Süßspeise. Das Update bringt nicht nur Adobe Flash auf die Smartphones, sondern erweitert auch den Funktionsumfang. Das Android-Gerät kann sich in einen Hotspot verwandeln und die UMTS/HSDPA-Verbindung anderen Geräten (etwa einem Tablet-PC wie dem iPad oder einem Notebook) zur Verfügung zu stellen.

Welche Firmware-Versionen sind im Umlauf? Ein tatsächliches Problem ist die Update-Strategie, wenn eine neue Version des Betriebssystem veröffentlich wird. Neben Google müssen dies auch noch die Gerätehersteller sowie unter Umständen die Mobilfunkprovider das Update freigeben. Das hat zur Folge, dass aktuell mindestens drei verschiedene Versionen von Android im Umlauf sind, das aktuelle 2.2 (Codename FroYo), der Vorgänger 2.1 (Codename Eclair) sowie Version 1.6 (Codename Donut). Nachteil für die Nutzer ist, dass bestimmte Funktionen oder Anwendungen wie Adobe Flash nur für die aktuellste Version von Android verfügbar sind.

Taugt Android für den Unternehmenseinsatz? Android bietet wie auch das iPhone die Unterstützung für Exchange-Konten, zumindest ab Version 2.0/2.1. Es fehlt allerdings eine Möglichkeit, die Geräte zentral zu verwalten oder Unternehmensrichtlinien durchsetzen. Auch fehlt eine Funktion, mit der sich Dokumente drucken lassen, diese wird etwa über die App Cortado Workplace nachgerüstet.

Hat Android eine Zukunft? In jedem Fall. Google arbeitet bereits an einem neuen Betriebssystems-Update, zudem bringen immer mehr Hersteller neue Smartphones oder Tablet-PCs als iPad-Konkurrenz auf den Markt.

* Der Autor ist Redakteur des deutschen CIO.

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