Windows 7: Microsoft nimmt Sicherheit sehr ernst Detail - Computerwelt

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01.07.2009 Edmund Lindau

Windows 7: Microsoft nimmt Sicherheit sehr ernst

Zu den neuen Sicherheitsfunktionen von Windows 7 gehören erweiterte Sicherheitsfeatures, inklusive neuem Malware-Schutz, Firewall und Verschlüsselung.

Spätestens ab September will Microsoft auch in Europa die ersten Testversionen seines Virenscanners Security Essentials anbieten, welches das bestehende Forefront-Konzept in Zukunft ablösen soll. Momentan ist der Download der Betaversion laut Microsoft nur Nutzern aus den USA, Brasilien und Israel vorbehalten. Microsoft Security Essentials (Codename »Morro«) gibt es derzeit nur in der englischsprachigen Version sowie in einer Fassung in brasilianischem Portugiesisch für Windows XP, Vista und Windows 7. Die neue Sicherheitslösung ersetzt Windows Live OneCare (das nicht mehr weiter entwickelt wird) und soll für Endanwender die Grundabsicherung gegen Malware übernehmen.

Die Software verfügt über eine einfach zu bedienende Oberfläche, mit der auch PC-Einsteiger gut zurecht kommen. Microsoft beabsichtigt, das Sicherheitspaket in Zukunft zur Grundausstattung seiner Software zumachen und zielt dabei ganz konkret auf Security-Pakete von Anbietern wie McAfee, Kaspersky oder Symantec.

Natürlich kann man über die Qualität der zukünftigen Windows-Lösungen diskutieren, Backup und Firewall sind aber gerade in Windows 7 durchaus brauchbar und sollten die Anforderungen eines Privatanwenders abdecken. Microsoft hat nun mit dem Virenscanner Security Essentials die Chance, das letzte Loch im Sicherheitsbereich zu schließen und seinen Kunden eine unaufdringliche Lösung anzubieten, die sich gut ins Gesamtsystem integriert.

Sascha Pfeiffer, Security Consultant von Sophos, mahnt allerdings beim Einsatz im Unternehmensumfeld zur Vorsicht. Diese sollten sich nicht gänzlich auf die integrierten Sicherheitsfunktionen verlassen. Zwar seien diese, verglichen mit den in Windows Vista eingebundenen Features, umfangreicher und besser geworden – aus Effizienz- und Compliance-Gründen sollten Firmen jedoch weiterhin zentral verwaltbare IT- und Datensicherheitslösungen einsetzen: Nur damit lassen sich IT-Systeme und Daten plattformübergreifend vor Schadsoftware, unberechtigten Zugriffen und Datenverlust schützen sowie interne und gesetzliche Vorgaben mit überschaubarem Ressourcenaufwand durchsetzen.

Sascha Pfeiffer: »Die Sicherheitsfunktionen in Windows 7 sind vor allem auf den Einsatz auf Einzelplatzrechnern von Privatanwendern ausgelegt – nicht aber auf die Anforderungen von Unternehmen. Die Einhaltung vielfältiger Compliance-Richtlinien und der ganzheitliche Schutz von IT-Systemen und Daten erfordern umfassende Security-Konzepte. Zugleich schrumpfen in vielen Firmen und Organisationen die IT-Budgets. Sie benötigen daher professionelle Lösungen, die sich zentral und einfach administrieren lassen.« Windows 7 sei zwar in puncto Leistungsfähigkeit und Sicherheit die bessere Wahl; wer allerdings aus Kostengründen meint, damit automatisch auf zusätzliche Sicherheitslösungen verzichten zu können, liege falsch.

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