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13.07.2009 Rudolf Felser/apa

Starke Nachfrage nach Windows 7

Nach Schätzungen von IDC könne man erwarten, dass bis Ende 2010 rund 177 Mio. Lizenzen verkauft werden, teilte Microsoft mit.

Microsoft erwartet für sein neues Betriebssystem Windows 7 eine "rasante Nachfrage" unter den Nutzern. Nach Schätzungen der Marktforscher von IDC könne man erwarten, dass bereits bis Ende 2010 insgesamt rund 177 Mio. Lizenzen verkauft werden, teilte das Unternehmen auf einer Partner-Konferenz in New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) mit.

Eine Umfrage von Scriptlogic, einem Unternehmen dass Tools für Windows programmiert, schlägt jedoch ganz andere Töne an. Von den 1.100 befragten Administratoren planen 69,3 Prozent demzufolge derzeit noch nicht, Windows 7 auf den von ihnen betreuten Maschinen auszurollen. Hauptgründe für den Verzicht auf einen raschen Umstieg mit Oktober sind fehlende Zeit- und Mitarbeiter-Ressourcen sowie die Kompatibilität bestehender Hardware. Auch das Deployment und die Migration, Hardware-Support und die Migration von User-Settings wurde genannt.

Zumindest die Sorge, dass ältere Tools aus XP mit Windows 7 nicht zusammenarbeiten könnten, hat Microsoft kürzlich adressiert: Der "XP-Mode" soll eine zuverlässige Methode sein, um XP-Software unter dem neuen Betriebssystem zu betreiben. Laut einem Microsoft-Manager basiert das Feature auf den Virtualisierungsfunktionen von Windows 7.

Wie dem auch sei: Bis Ende 2010 wollen zumindest 34 Prozent auf Microsofts neues Betriebssystem umsteigen. Bis Ende diesen Jahres sieht es aber nicht rosig aus: Nur 5,4 Prozent der Befragern erwarten, das OS noch dieses Jahr zu installieren.

Microsoft ist dennoch positiv gestimmt: Anders als bei dem nur mäßig erfolgreichen Windows Vista werde die Nachfolge-Software vor allem auch in Unternehmen gut aufgenommen, hieß es. "Alle die, die Windows 7 gesehen haben, sind restlos begeistert", sagte Microsoft-Manager Robert Helgerth. Microsoft will das neue Betriebssystem am 22. Oktober auf den Markt bringen.

Vista sei damals wegen seiner hohen Anforderungen an die Leistung der PCs vorwiegend bei Neuanschaffungen von Computern vertrieben worden, sagte Helgerth. Das sei bei Windows 7 völlig anders. Im Unterschied zum "Ressourcenfresser" Vista soll Windows 7 schlank genug sein, um auch auf den kleinen, derzeit sehr populären Netbooks betrieben zu werden.

Vista hatte Anfang 2007 nach mehr als fünf Jahren das betagte Windows XP abgelöst, wurde aber sowohl von den Privatkunden als auch bei Unternehmen nur sehr zögerlich angenommen. Gerade im Unternehmensbereich war für viele IT-Entscheider schon im Vorhinein klar, dass man auf den nächsten Betriebssystem-Release warten werde.

Microsoft sieht in dem neuen Betriebssystem auch einen weltweiten Jobmotor. An der Produktion und dem Vertrieb der Software seien rund 350.000 Unternehmen beteiligt. Durch die zu erwartende starke Nachfrage könnten im Umfeld über 300.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Nach dem Start von Vista hatten mehrere PC-Hersteller kritisiert, dass der sonst übliche belebende Einfluss auf die Computer-Branche ausgeblieben sei. (rnf/apa)

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