Gastkommentar: Daten für alle – die Unternehmensrevolution Gastkommentar: Daten für alle – die Unternehmensrevolution - Computerwelt

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03.02.2014 Wolfgang Kobek*

Gastkommentar: Daten für alle – die Unternehmensrevolution

Wolfgang Kobek, Managing Director DACH & Regional Vice President bei QlikTech, über die breite Nutzung von Daten und deren möglicher Einfluss auf Unternehmen.

Wolfgang Kobek, Managing Director DACH & Regional Vice President bei QlikTech

Wolfgang Kobek, Managing Director DACH & Regional Vice President bei QlikTech

© QlikTech

Obwohl der Begriff Big Data bereits in aller Munde ist, handelt es sich um ein relativ neues Konzept. Eine IBM-Studie aus dem Jahr 2013 zeigt, dass 90 Prozent des weltweiten Datenaufkommens in den letzten zwei Jahren generiert wurde. Das Thema gewinnt zunehmend an Relevanz – und zwar in dem Maße, dass inzwischen Unternehmen aller Art den Nutzen erkannt haben, Daten zu analytischen Zwecken detailliert zu betrachten – von Top- Finanzunternehmen über Fashion Outlets bis hin zu peruanischen Fischereikollektiven. Demensprechend geht der Trend weg von isolierten Datenanalyse-Teams und hin zu einer breit gefächerten Datennutzung.

Die Technologie rund um die Datenanalyse ist dafür wie gemacht – bietet sie doch mit einfachen Benutzeroberflächen und einer verbesserten Visualisierung wahrhaft transparente Informationen. Anstatt also nur einer kleinen Gruppe, der IT-Abteilung oder einem ausgewählten Datenspezialisten die Auswertung relevanter Unternehmensdaten zu ermöglichen, haben einige Unternehmen damit begonnen, allen Mitarbeiten Zugang zu allen Geschäftsdaten zu geben, so dass jeder nun eigenständig Analysen durchzuführen kann, um daraus seine eigenen Schlüsse zu ziehen und die so gewonnenen Erkenntnisse entsprechend nutzen kann.

Stellen Sie sich vor, Sie würden umgehend aktuelle Informationen benötigen und diese wären nur ein paar Mausklicks entfernt – ohne, dass Sie die IT oder das Datenexperten um Hilfe bitten müssen. Dieses Konzept wird in Unternehmen zunehmend Realität.

Wir nennen diesen Ansatz "Daten für alle". Ein derartiger Umgang mit Daten ist großartig – denn die besten Entscheidungen auf Basis der Unternehmensdaten können schließlich diejenigen Personen  treffen, die dicht an den verschiedenen Projekten oder mit Kunden arbeiten. Was bedeutet eine solche Nutzung von Informationen für die Zukunft des Unternehmens? Wenn alle Mitarbeiter Zugang zu den Informationen haben, die sie zum Vorantreiben des Geschäfts benötigen – können wir eine Unternehmensrevolution erwarten?

Mitarbeiter in Unternehmen haben bereits ihren unternehmerischen Geist gezeigt – schließlich schafften diese Trends wie die Konsumerisierung von IT und BYOD (Bring your own Device). Dies zeigt, wie wichtig es für sie ist, ihre Arbeit auf Ihre eigene Art und Weise ausführen zu können. Ähnlich verhält es sich in Sachen Datenzugang: Auch hier möchten sie in einer Umgebung arbeiten und lernen, die ihnen zusagt. Mit dem direkten Zugang zu relevanten Daten sind Mitarbeiter schnell in der Lage, täglich anfallende Entscheidungen eigenständig zu treffen.

Früher musste der CEO Entscheidungen auf Basis von Informationen des CIO mit nur wenig Input aus der Fachabteilung treffen. Dies könnte sich nun ändern, da eine immer größere Anzahl von Mitarbeitern sich zutraut, eigene Entscheidungen zu treffen. Schließlich ist nicht schlecht, wenn jeder Einzelne oder das Team Probleme eigenständig lösen kann. Dies kann die Motivation fördern und sie zu neuen Höchstleistungen anspornen.

Laut Forbes bietet die Analyse-Technologie hier umfassende Möglichkeiten – Mitarbeiter können etwa darin unterstützt werden, ihre Fertigkeiten effektiver einzusetzen und Entscheidungen schneller zu treffen. Ich behaupte daher, dass sich mit mehr Personen, welche Entscheidungen treffen wollen, die Hierarchie des Unternehmens verändern könnte, da derart "befähigte Mitarbeiter" auch regelmäßig mehr Verantwortung übernehmen möchten.
Wo Daten für die Masse verfügbar werden, stehen Unternehmen interessante Zeiten bevor. Wenn Sie Ihren Angestellten bislang noch keinen Zugang zu den relevanten Informationen gegeben haben, damit diese Entscheidungen eigenständig treffen können, möchte ich Sie darin bestärken, dies so bald wie möglich zu tun. Brechen Sie die Weisungskette auf und unterstützen Sie Ihre Angestellten darin, Dingen eigenständig auf den Grund zu gehen.

* Wolfgang Kobek ist Managing Director DACH & Regional Vice President bei QlikTech.

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