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19.05.2009 Rudolf Felser

3.892.179.868.480.350.000.000 Bits in 2008

Trotz Wirtschaftskrise setzt sich das Wachstum des Digitalen Universums fort. 2008 wurden weltweit mehr als drei Trilliarden Bits generiert.

Wohin mit all den Informationen? Das Digitale Universum hat 2008 um 3.892.179.868.480.350.000.000 Bits oder umgerechnet 487 Mrd. GB zugelegt, so das Ergebnis einer von EMC gesponserten IDC-Studie. Als "Digitales Universum "beschreibt EMC das gesamte weltweite digitale Datenvolumen. Die Menge dieser Informationen wuchs sogar um drei Prozent schneller als ursprünglich von IDC prognostiziert – ein zusätzliches Plus von etwa 16 Mio. GB.

IDC stellt einige interessante Zahlenspielereien an: Rechnet man 487 Mrd. GB in Buchseiten um und stapelt diese übereinander, so ergibt sich eine Strecke, die zehnmal von der Erde bis zum Planeten Pluto reicht. Legt man die derzeitige Wachstumsgeschwindigkeit des Digitalen Universums zugrunde, so würde dieser Stapel zwanzigmal schneller wachsen als die schnellste Rakete fliegen kann, die je hergestellt wurde. Eine solche Atlas V Rakete trieb das Raumschiff an, das am 19. Januar 2006 in den USA zu einer Pluto-Mission der NASA startete und für die Reise 13 Monate brauchte. Der Bücherstapel würde diese Strecke in drei Wochen schaffen.

487 Milliarden Gigabyte entsprechen:

  • 237 Milliarden Amazon Kindle E-Book-Reader
  • 4,8 Billiarden Online-Banking-Transaktionen
  • Drei Billiarden Twitter-Feeds
  • 162 Billionen digitale Fotos
  • 30 Milliarden Apple iPod-Touch-Geräte
  • 19 Milliarden DVDs

"Die Studie zeigt, dass der wirtschaftliche Abschwung den Anstieg der weltweiten Informationsmenge in keiner Weise aufgehalten hat", sagt John Gantz, Chief Research Officer bei IDC. "Im Gegenteil: Das Wachstum hat sich trotz der Krise erneut rasant beschleunigt." Das jüngste Update der nunmehr zum dritten Mal präsentierten IDC-Studie trägt den Titel "As the Economy Contracts, the Digital Universe Expands". EMC erwartet, dass sich die Ausdehnung des Digitalen Universums alle anderthalb Jahre verdoppelt. 2012 werden demnach fünfmal mehr Informationen erzeugt als 2008.

EFFIZIENTERES INFORMATIONSMANAGEMENT Während das Informationsvolumen weiter exponentiell ansteigt, schrumpfen andererseits viele IT-Budgets. Überbrücken lässt sich diese Kluft nur durch ein deutlich effizienteres Informationsmanagement, so EMC. "Mehr denn je sind neue, kreative Ansätze gefragt, um wachsende Datenvolumina effizient zu verwalten, zu schützen und die Verfügbarkeit relevanter Informationen jederzeit zu garantieren", kommentiert Joe Tucci, Chairman, CEO und President des Unternehmens.

Informationsintensive Technologien treiben Wachstum:

  • Die Zahl mobiler Nutzer wird sich verdreifachen. 600 Millionen Menschen mehr als heute werden Zugang zum Internet haben. Fast zwei Drittel aller Nutzer wird zumindest zeitweise mobil auf das Internet zugreifen.
  • Die Anzahl an IT-Geräten wird um den Faktor 3,6 wachsen. Dazu gehören unter anderem Navigationssysteme, RFID-Lesegeräte, intelligente Sensoren und drahtlose Messgeräte.
  • Die Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen beispielsweise per E-Mail, Messenger oder in sozialen Netzwerken wird um den Faktor acht zunehmen.
  • Der vermehrte Zugang zu Breitbandnetzen, die Nutzung elektronischer Patientenakten und intelligenter Stromnetze (Smart Grids) sowie die zunehmende multimediale Vernetzung von Gebäuden und Fahrzeugen trägt zum Wachstum erheblich bei.
  • 2012 werden etwa 850 Millionen Menschen Dienstleistungen und Waren online ordern oder anbieten.
  • Das Geschäft im Internet wird sich gegenüber 2008 verdoppeln. Bei einem Großteil des auf 13 Billionen US-Dollar veranschlagten Umsatzvolumens im Internet betrifft vor allem den hochsensiblen geschäftlichen Datenaustausch.

KOMPLEXE SICHERHEITSANFORDERUNGEN Bis 2012 wird der Anteil als sicherheitskritisch einzustufender Informationen im Digitalen Universum von heute 30 Prozent auf 45 Prozent steigen, so die IDC-Studie weiter. Ein Großteil dieser Informationen wird außerhalb abgesicherter Rechenzentren generiert, oftmals von mobilen Anwendern, eigenen Mitarbeitern, Partnern oder Kunden. Daraus ergeben sich neue, hochkomplexe Sicherheits- und Management-Herausforderungen. Zu den besonders sensiblen und schutzwürdigen Informationstypen zählen unter anderem Patientendaten sowie digitale CT- und Röntgenbilder in der Telemedizin, Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern, Transaktionsdaten im E-Commerce sowie vertrauliche Unternehmensinformationen aller Art.

Zudem unterliegen derzeit etwa 25 Prozent des gesamten Digitalen Universums nationalen und internationalen Compliance-Vorschriften. Bis 2012 soll dieser Anteil auf 35 Prozent anwachsen. Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise werde diesen Trend voraussichtlich verschärfen und zu noch mehr staatlicher Aufsicht führen, sind die Studienautoren überzeugt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie in einer ansprechend gestalteten multimedialen Präsentation auf der EMC-Homepage. (pi/rnf)

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