Vom virtuellen Desktop zum mobilen Arbeitsplatz Vom virtuellen Desktop zum mobilen Arbeitsplatz - Computerwelt

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08.10.2015 :: Printausgabe 16/2015 :: pi/Oliver Weiss

Vom virtuellen Desktop zum mobilen Arbeitsplatz

Der Küchenhersteller ewe/FM hat seine Desktop-Virtualisierungsstrategie weiterentwickelt. Mit dem flexiblen Zugriff auf Desktops und Anwendungen von jedem Ort wurden die Voraussetzungen für einen vollkommen mobilen IT-Arbeitsplatz geschaffen.

© Spectral-Design - Fotolia.com

ewe/FM fertigt an den Produktionsstandorten in Wels (ewe) und Freistadt (FM) Küchen für Kunden mit hohen Ansprüchen an Qualität, Ergonomie und Design. Jede einzelne Küche ist dabei ein echtes Unikat – Maße, Materialien und zahlreiche weitere Merkmale werden jeweils individuell an die Kundenwünsche angepasst. Möglich machen dies hochflexible Produktionsanlagen, die auf eine effiziente Einzelfertigung ausgelegt sind.

Die IT-Abteilung von ewe/FM trägt erheblich zu der technologischen Spitzenposition des Unternehmens bei: "Um die Produktionsabläufe optimal zu unterstützen, haben wir unsere Informationsflüsse in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt optimiert und decken heute mit einer integrierten SAP-Umgebung nahezu alle Geschäftsprozesse bis hinunter zur Fertigungssteuerung ab", erklärt IT-Leiter Gernot Eder. Möglichst wenig Zeit will der IT-Leiter dagegen für Routineaufgaben wie das Desktop-Management aufwenden. "Unsere personellen Ressourcen sind begrenzt – und unser Ziel ist ganz klar, Wettbewerbsvorteile durch optimal funktionierende Geschäftsprozesse zu erreichen. Wenn wir sehr stark mit der laufenden Administration von Arbeitsplatzrechnern beschäftigt sind, trägt dies dagegen kaum zur Wertschöpfung bei."

ewe/FM hat daher bereits vor etwa drei Jahren eine konsequente Strategie der Desktop-Virtualisierung eingeschlagen. Gemeinsam mit dem IT-Partner Bull baute das Unternehmen eine virtuelle Desktop-Infrastruktur auf Basis von Citrix XenDesktop auf, um IT-Arbeitsplätze für die beiden Standorte zentral über das Rechenzentrum zur Verfügung stellen zu können. Damit gelang es dem Unternehmen, den Aufwand für das Desktop-Management erheblich zu reduzieren. Neue Software-Versionen und Betriebssystem-Updates muss die IT-Organisationen seitdem nicht mehr auf den einzelnen Endgeräten einspielen, sondern nur noch auf den zentralen Servern. Die vorhandenen PC an den IT-Arbeitsplätzen konnten zudem durch Thin Clients ersetzt oder mit der Lösung LISCON Managed Desktop (LMD) zu Linux-basierten Thin Clients umgerüstet werden.

FLEXIBLER ZUGRIFF

Im Zuge der unternehmensweiten Migration auf Windows 7 entwickelte ewe/FM seine virtuelle Desktop-Infrastruktur technologisch und strategisch weiter. "Unser Ziel war zum einen, die Administration noch schlanker und effizienter zu gestalten – und gleichzeitig den Wünschen unserer Anwender nach noch flexibleren Zugriffsmöglichkeiten nachzukommen", beschreibt Eder die Zielsetzung. Ein wichtiger Schritt war dabei das Update auf das aktuellste XenDesktop-Release. Mit der weiterentwickelten FlexCast-Management-Architektur von XenDesktop benötigen die Administratoren von ewe/FM heute nur noch zwei Konsolen, um die gesamte Umgebung effizient zu verwalten. Das neue Citrix Studio bündelt alle Funktionen für Setup und Konfiguration der Umgebung und beschleunigte so die Implementierung der aktuellen XenDesktop-Umgebung erheblich. Der neue Citrix Director bietet der IT-Abteilung Support- und Analysewerkzeuge bis hin zur Echtzeit-Fehlersuche.

Sämtliche Client-Anwendungen – neben AutoCAD unter anderem Microsoft Office und SAP GUI – sind mittlerweile direkt in das Desktop-Image integriert. Über die Citrix Provisioning Services wird das Standard-Image auf alle virtuellen Desktops gestreamt. Als Virtualisierungsplattform für den Betrieb der Benutzer-Desktops nutzt ewe/FM Citrix XenServer. Der Write Cache der virtuellen Desktops wird nun komplett im Memory der XenServer Hosts abgebildet. Dadurch werden alle Änderungen bei der Arbeit mit den virtuellen Desktops nicht mehr auf lokalen Festplatten, sondern direkt im RAM der Server gespeichert. Ergebnisse sind ein deutlich höherer Durchsatz und eine verbesserte Performance für die Endanwender.

Ein weitere Maßnahme, um die Geschwindigkeit zu maximieren: Der Virenschutz wird nicht mehr auf jedem einzelnen virtuellen Desktops eingerichtet, sondern direkt auf der Hypervisor-Ebene. Möglich macht dies die Lösung Kaspersky Security for Virtualization. Damit genügt es, eine virtuelle Security Appliance pro Host Server zu installieren, um alle virtuellen Maschinen auf diesem Server zu schützen. "Dies entlastet die Hardware-Ressourcen enorm und verhindert Wartezeiten auf Benutzerseite", sagt Eder.

Der Zugriff auf die virtuellen IT-Arbeitsplätze bei ewe/FM erfolgt mittlerweile immer häufiger von außerhalb des Büros. Das Unternehmen implementierte daher virtuelle Citrix NetScaler VPX Appliances im Rechenzentrum, die den Web-Zugang zu den zentral bereitgestellten Desktops und Applikationen absichern. Die gesamte Kommunikation zwischen Endgeräten und Servern wird durchgängig verschlüsselt, der Benutzer-Zugang ist zusätzlich durch ein mehrstufiges Authentifizierungsverfahren geschützt.

Ob im Home Office oder unterwegs – die Mitarbeiter von ewe/FM können mit der Citrix-Lösung heute von jedem Ort aus auf alle benötigten Anwendungen zugreifen. Die Citrix-HDX-Technologien sorgen dabei dafür, dass sich auch grafikintensive Applikationen wie AutoCAD performant über das Web nutzen lassen. Zudem bietet XenDesktop mit der Funktion "Remote PC Access" die Möglichkeit, von außerhalb auf physische Desktop-PC im Büro zuzugreifen.

"Wir sind mit XenDesktop in der Lage, wirklich jeden IT-Arbeitsplatz im Unternehmen vollkommen ortsunabhängig zur Verfügung zu stellen", fasst Eder zusammen. "Auch externe Partner und Dienstleister können wir heute sehr einfach in Prozesse einbinden, ohne dass die Mitarbeiter zu uns ins Haus kommen müssen." In Zukunft will Eder auch mobile Endgeräte in das virtuelle Arbeitsplatzkonzept von ewe/FM integrieren: "XenDesktop wird dabei für uns eine Schlüsselrolle spielen. Mit der Lösung können wir Windows-Anwendungen auch auf Tablets und Smartphones zugänglich machen – und dabei die Bedienung automatisch an die Touch-Steuerung der mobilen Endgeräte anpassen." (pi/oli)

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