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02.08.2011 Rudolf Felser

Zustimmung für Bring-Your-Own-Initiativen

Für eine von Citrix Systems beauftragte Studie wurden insgesamt 700 IT-Verantwortliche in sieben Ländern nach ihrer Meinung zu privaten Endgeräten am Arbeitsplatz befragt.

Insgesamt gaben 92 Prozent der befragten Unternehmen an, sie wüssten davon, dass ihre Mitarbeiter private Endgeräte wie Laptops oder Smartphones im Büro nutzen. Eine klare Richtline für den Umgang mit privaten Geräten befürworten insgesamt 94 Prozent der Umfrageteilnehmer. Aktuell verfügen jedoch nach eigenen Angaben erst 44 Prozent der Firmen über eine solche Bring-Your-Own (BYO)-Policy.

Als wichtigsten Beweggrund für die Einführung von BYO-Initiativen nannten die Befragten den "Kampf um qualifizierte Mitarbeiter". Für die heutige Generation von Berufseinsteigern sei es selbstverständlich, auch bei der Arbeit auf eigenes Equipment zurückzugreifen. Zu den weiteren Treibern für BYO zählen laut der Citrix-Studie BYO-Index neben der größeren Produktivität und Mobilität der Angestellten vor allem die höhere Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Senkung der IT-Kosten.

"Grundsätzlich gibt es bei den Verantwortlichen zwei Typen von BYO-Verfechtern", fasst Peter Hanke, Country Manager Austria von Citrix Systems, die Studienergebnisse zusammen. "Die einen nutzen BYO, um mit der zunehmenden Nutzerorientierung und dem Trend zur 'Consumerization' in der Unternehmens-IT Schritt zu halten. Die anderen hingegen haben BYO klar als ein geeignetes Mittel zum Anwerben von hochqualifizierten Mitarbeitern erkannt. Mit BYO-Initiativen ermöglichen Firmen ihren Mitarbeitern ein viel flexibleres Arbeiten und tragen gleichzeitig zu höherer Produktivität bei."

TABLETS PUSHEN BYO Die Studie ergab außerdem, dass sich die "Gerätelandschaft" im Büro in den kommenden Jahren stark verändern wird. Heute zählen Laptops und Smartphones zum am häufigsten eingesetzten privaten Equipment am Arbeitsplatz. Die IT-Verantwortlichen rechnen jedoch damit, dass sich der Tablet-PC als eines der meistgenutzten privaten Geräte durchsetzen wird: Benutzen heute erst acht Prozent der Mitarbeiter ihr Tablet am Arbeitsplatz, so werde diese Zahl innerhalb der nächsten zwei Jahre auf bis zu 23 Prozent steigen. Die Befragten sehen sich zudem künftig einer immer größeren Menge an zu verwaltenden Betriebssystemen und Plattformen ausgesetzt. Bereits jetzt gestalte es sich zuweilen schwierig, die Apple iOS-, Android-, Blackberry- und Windows-Systeme der Mitarbeitergeräte gleichermaßen in die Unternehmens-IT zu integrieren.

Desktop Virtualisierung ist bereits bei 62 Prozent der befragten Firmen im Einsatz oder wird zumindest mittelfristig in Betracht gezogen. Mit Virtualisierungs-Technologie lassen sich Windows-Umgebungen ortsunabhängig auf beliebigen Endgeräten bereitstellen. Von den Unternehmen, die bereits auf Desktop-Virtualisierung setzen, wollen 80 Prozent diese Infrastruktur auch für den Einsatz von BYO nutzen und entsprechend aufstocken. Der Grund: Die derzeit noch vorherrschenden Bedenken in Zusammenhang mit BYO lassen sich mit Hilfe der Desktop-Virtualisierung adressieren. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Verantwortlichen die größten Herausforderungen nach wie vor in Sicherheitsaspekten und der Geräteverwaltung sehen. Durch die zentrale Administration und Bereitstellung der Windows-Desktops verbleiben die Daten jedoch im eigenen Rechenzentrum und sind zudem besser vor Viren und unerlaubtem Zugriff geschützt. Selbst wenn einzelne Daten auf der lokalen Festplatte des Angestellten gespeichert sind, können die IT-Verantwortlichen so im Fall des Falles eine ferngesteuerte Löschung der Daten in die Wege leiten ª etwa bei Verlust oder Diebstahl des Laptops.

Für private Geräte, die dauerhaft im Büro zum Einsatz kommen, wollen 44 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern künftig einen Zuschuss zahlen, der in etwa den Anschaffungskosten entspricht. Ein knappes Drittel gab an, zumindest einen Anteil der Kosten zu übernehmen. Die Initiative für die Einführung von BYO-Programmen ging in 94 Prozent der befragten Firmen von den IT-Abteilungen aus. Jedoch würden vermehrt auch andere Ressorts in derartige Entscheidungen miteingebunden. In 39 Prozent der Fälle seien dies die HR-, in 35 Prozent die Rechts- und in 29 Prozent die Finanzabteilung.

Die Befragungen wurden im Mai 2011 vom Meinungsforschungsinstitut Vanson Bourne unter 700 IT-Verantwortlichen in Deutschland, Australien, Kanada, Indien, den Niederlanden, USA und Großbritannien durchgeführt. In jedem der Länder kamen die Befragten je zur Hälfte aus Firmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeitern sowie aus Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. (pi/rnf)

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