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06.03.2013 Wolfgang Franz/pi

Gerät futsch, Daten weg

Varonis-Studie: Die Hälfte der Unternehmen hat bereits ein Gerät mit wichtigen Daten verloren.

Laut einer Studie von Varonis hat die Hälfte der Unternehmen bereits ein Gerät verloren, auf dem wichtige Unternehmensdaten gespeichert waren.

Laut einer Studie von Varonis hat die Hälfte der Unternehmen bereits ein Gerät verloren, auf dem wichtige Unternehmensdaten gespeichert waren.

© Archiv

Laut einer Studie von Varonis hat die Hälfte der Unternehmen bereits ein Gerät verloren, auf dem wichtige Unternehmensdaten gespeichert waren. Bei mehr als einem Fünftel waren Sicherheitsprobleme die Folge. Darüber hinaus sind 57 Prozent der Mitarbeiter der Ansicht, dass der BYOD-Trend auch ein Risiko für ihre persönlichen Daten darstellt. Die Studie ergab jedoch auch, dass 86 Prozent der Beschäftigten trotz dieser Sicherheitsbedenken nach ihren Geräten süchtig sind.

Wie die Studie zeigte, ist es fast drei Vierteln der Mitarbeiter erlaubt, über ihre privaten Geräte auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Unabhängig davon, ob BYOD an ihrem Arbeitsplatz erlaubt ist, scheinen die Mitarbeiter tatsächlich nach ihren Geräten süchtig zu sein: 86 Prozent von ihnen verwenden ihre Geräte Tag und Nacht für die Arbeit – 44 Prozent sogar während der Mahlzeiten. Daneben erachten sich 20 Prozent der Studienteilnehmer als "Fast-Workaholic", 15 Prozent nehmen ihre Geräte mit in den Urlaub, und für sieben Prozent gibt es nach eigenen Angaben keine Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben.

Dass dieser zunehmende Trend zum mobilen Arbeiten verstärkt zu Sicherheitsvorfällen und Datenverlusten führt, ist sehr wahrscheinlich, denn mobile Geräte stellen nach wie vor ein großes Sicherheitsrisiko dar. Die Hälfte der Befragten gab an, dass ein Mitarbeiter ihres Unternehmens bereits ein Gerät mit wichtigen Unternehmensinformationen verloren habe. Mehr als ein Fünftel berichtete von Sicherheitsproblemen in ihrem Unternehmen aufgrund eines verlorenen Geräts. Laut der Studie scheint die Einführung von BYOD-Richtlinien einen kleinen, wenn auch statistisch unbedeutenden positiven Effekt auf die Sicherheit zu haben. Denn in Unternehmen, die über BYOD-Richtlinien verfügen, ereigneten sich fünf Prozent weniger Sicherheitsvorfälle.
Die bei weitem beliebteste Methode zur Sicherung mobiler Geräte ist der Passwortschutz (57 Prozent). 35 Prozent der Unternehmen setzen Geräte per Fernzugriff zurück, während 24 Prozent Verschlüsselungsmethoden einsetzen.

Erstaunlicherweise sorgen sich die Mitarbeiter nicht nur um die Sicherheit ihrer Organisation. Ganze 57 Prozent glauben, dass die Verwendung eines privaten Geräts für Arbeitszwecke auch ein Sicherheitsrisiko für sie persönlich darstellen könnte – beispielsweise durch die Offenlegung und den Missbrauch vertraulicher Gesundheitsdaten sowie sonstiger persönlicher Informationen. Unternehmen, die BYOD erlauben, verzeichnen jedoch eine niedrigere Produktivität: Fast ein Viertel der Studienteilnehmer erklärte, eigene Geräte häufiger während der Arbeitszeit für private Zwecke zu nutzen, als sie gegenüber ihren Vorgesetzten zugaben.

"Rund um die Uhr über mobile Geräte für die Arbeit verfügbar zu sein, gilt mittlerweile als normal", sagt David Gibson, Vice President of Strategy bei Varonis. "Organisationen profitieren zwar von den vielen Vorteilen von BYOD – und der Bereitschaft der Mitarbeiter, diese Arbeitsweise zu akzeptieren – doch Unternehmen müssen sich auch schützen."
– Sie müssen BYOD-Richtlinien verfassen, damit ihre Mitarbeiter wissen, was erlaubt ist und was nicht.
– Es muss sichergestellt werden, dass die Kontrollmechanismen den Risiken entsprechen. Bei wertvollen Daten müssen Organisationen stets wissen, wo sich diese befinden und wer darauf zugreifen kann. Und sie müssen in der Lage sein, deren Nutzung zu überwachen und Missbrauch aufzudecken.
– Sie müssen die Auswirkungen von häufigen Arbeitsunterbrechungen und ständiger Verfügbarkeit über mobile Geräte beobachten, um Anzeichen für Produktivitäts- oder Gesundheitsbeeinträchtigungen zu erkennen.

"Nur wenn der potenzielle Schaden sowohl für die Organisation als auch für die Mitarbeiter von vornherein begrenzt wird, können Unternehmen maximal von einem Trend profitieren, der sich zweifellos fortsetzen wird – ob sie ihn nun erlauben oder nicht", so Gibson.

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