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15.05.2013 Rudolf Felser

Mobile Applikationen: Sorgenkind der Unternehmens-IT

Fünf Monate dauert es im Schnitt, bis ein Unternehmen seine mobilen Applikationen auf neue Software-Versionen mobiler Endgeräte angepasst hat. So lautet das Ergebnis einer von Vanson Bourne durchgeführten Untersuchung.

IT-Verantwortliche betrachten die Einführung von mobilen Applikationen als sehr zeitintensiven Prozess.

IT-Verantwortliche betrachten die Einführung von mobilen Applikationen als sehr zeitintensiven Prozess.

© Fotolia

Eine vom Marktforscher Vanson Bourne im Auftrag von Borland, einem Tochterunternehmen von Micro Focus, durchgeführte Studie zur "Entwicklung mobiler Applikationen" zeigt, dass hier noch einiges im Argen liegt. In der weltweiten Untersuchung wurden 590 IT-Verantwortliche aus Unternehmen befragt, die Mainframes einsetzen und mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen. Zentrales Untersuchungsergebnis ist, dass heute überhaupt erst auf 31 Prozent aller Business-Applikationen von mobilen Geräten aus zugegriffen werden kann. Allerdings gehen die Befragten davon aus, dass es bereits in drei Jahren schon 46 Prozent sind. Nur vier Prozent der Unternehmen haben überhaupt keine Pläne für die Bereitstellung von mobilen Anwendungen.

Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen betrachtet die Einführung von mobilen Applikationen als sehr zeitintensiven Prozess. So werden allein schon für die Aktualisierung mobiler Applikationen bei Software-Updates mobiler Endgeräte durchschnittlich rund fünf Monate Entwicklungszeit veranschlagt. "Das ist schon sehr bedenklich, wenn man sich nur die extrem kurzen Software-Update-Zyklen der Anbieter mobiler Geräte vor Augen hält", erklärt Christian Rudolph, Vice President Borland Sales International bei Micro Focus im deutschen Ismaning.

Vor allem im Mainframe-Umfeld bereitet die Konzeption und Nutzung mobiler Applikationen große Probleme. So bestätigen in der Untersuchung 78 Prozent der IT-Verantwortlichen, dass die Nutzung von Mainframes die Entwicklung, Implementierung und Bereitstellung mobiler Applikationen erschwert – vor allem im Hinblick auf die Interoperabilität mit der bestehenden Systemlandschaft. Christian Rudolph: "Dieses Ergebnis zeigt klar, dass die größte Herausforderung darin liegt, eine Brücke zu schlagen zwischen der Mainframe-Welt und mobilen Anwendungen. Das ist vor allem deshalb unerlässlich, da sich immer noch ein Großteil der Applikationen, auf die ein Zugriff von mobilen Geräten aus ermöglicht werden soll, auf Mainframes befindet. Core-Banking-Systeme im Bankenbereich oder Bestandsführungssysteme einer Versicherung sind hier nur zwei Beispiele."

Weitere Untersuchungsergebnisse:

  • Die betriebliche Effizienz und nicht die Optimierung der Kundenbeziehung ist das Hauptmotiv für die Einführung mobiler Applikationen. Die Rangfolge der Prioritäten lautet: Verbesserung der operativen Prozesse (78 Prozent), Optimierung der Kosteneffizienz (66 Prozent), Gewinnung neuer Kunden (66 Prozent) und Bindung von Bestandskunden (58 Prozent).
  • Die Entwicklung mobiler Applikationen für Tablets wird generell wichtiger werden: Heute stellen hier nur 23 Prozent aller Befragten spezielle Anwendungen bereit, in zwei Jahren wollen es bereits 48 Prozent sein.
  • Bei den mobilen Betriebssystemen werden von den befragten Unternehmen bei der Applikationsentwicklung vor allem Android (78 Prozent), Apple iOS (65 Prozent) und Windows Phone (52 Prozent) berücksichtigt. Abgeschlagen folgt BlackBerry OS mit 36 Prozent und klares Schlusslicht ist Symbian mit lediglich 7 Prozent.


Die Untersuchung "Entwicklung mobiler Applikationen" wurde von Vanson Bourne im Februar 2013 durchgeführt. Insgesamt wurden 590 IT-Verantwortliche in neun Ländern befragt, in Deutschland (100), Frankreich (100), Großbritannien (100), Australien (35), Brasilien (100), Hongkong (15), Neuseeland (15), Singapur (25) und den USA (100). An der Studie beteiligten sich Unternehmen, die Mainframes nutzen und über 500 Mitarbeiter beschäftigen. (pi)

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