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16.11.2014 pi/Rudolf Felser

Cloud- und Hosting-Markt im Umbruch

Immer mehr europäische Unternehmen nutzen Cloud Computing – das ist eines der Kernergebnisse einer Studie von INTERXION HOLDING, einem europäischen Anbieter von Cloud- und Carrier-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation. Im Rahmen der "2014 European Hosting and Cloud Survey" wurden über 400 Führungskräfte und IT-Entscheider aus der Hosting- und Cloud-Branche befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt in einer Umbruchphase befindet: Zahlreiche Unternehmen stellen auf die Cloud um und beziehen vor allem Infrastructure as a Service (IaaS). Gleichzeitig schwindet die Nachfrage nach traditionellen Hosting Services.

© Thomas Jansa - Fotolia.com

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Nachfrage nach Cloud Services (IaaS und Software as a Service; SaaS) deutlich gestiegen: 2013 lag traditionelles Hosting (einschließlich Managed, Dedicated und Web Hosting) vor den Cloud Services. Mittlerweile haben Cloud Services Hosting-Dienste überholt. 43 Prozent der Befragten registrieren jetzt eine starke Nachfrage nach IaaS, im vergangenen Jahr waren es 36 Prozent. Lediglich 23 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen die Nachfrage nach Hosting-Angeboten höher ein (in Österreich sind es mit 16 Prozent sogar noch weniger). In der letztjährigen Studie war dies noch mehr als jeder Zweite (56 Prozent). Durch den steigenden Bedarf an Cloud-Diensten sind Service Provider hervorragend positioniert, um zusätzliche Umsätze zu generieren.

Die "2014 European Hosting and Cloud Survey" zeigt auch, dass sich der Wettbewerb zwischen weltweiten Cloud-Plattformen und regionalen sowie lokalen europäischen Anbietern verschärft. Im vergangenen Jahr haben lediglich 13 Prozent der Befragten internationale Cloud Provider als Konkurrenz betrachtet. Diese Zahl ist in der diesjährigen Umfrage auf 37 Prozent gestiegen. Wobei diese Zahl mit 30 Prozent in Österreich geringer ist. Hierzulande werden auch Systemintegratoren und Telekommunikationsunternehmen als Mitbewerber gesehen.

Je mehr internationale Provider ihre Plattformen in Europa anbieten, desto stärker müssen sich lokale Anbieter von ihnen differenzieren. Die Mehrheit der Befragten (86 Prozent) hält Kundenservice für das wichtigste Differenzierungsmerkmal; in Österreich ist es mit 90 Prozent noch wichtiger.

"Ein Vergleich der Ergebnisse aus diesem und dem vergangenen Jahr zeigt, dass sich die Branche in einem Umbruch befindet. Je mehr Unternehmen ihre Daten und Anwendungen in die Cloud verlagern, desto mehr bauen Europäische Service Provider ihr Cloud-Angebot zulasten des traditionellen Hostings aus und erwarten dadurch deutliche Umsatzzuwächse", erklärt JF van der Zwet, Director, Business Development & Marketing, Interxion. "Angesichts des schärferen Wettbewerbs haben sowohl lokale Provider als auch multinationale Plattformen ihre Berechtigung im Cloud-Markt. Um sich gegenüber weltweiten Anbietern zu behaupten, konzentrieren sich lokale Provider stärker auf ihren Kundenservice und ein breit gefächertes Angebot. Dadurch werden sie langfristig erfolgreich sein."

Weitere Studienergebnisse:

  • Cloud Computing nimmt zunehmend Einfluss auf den Umsatz. Während 12 Prozent der Befragten schätzen, dass sie im vergangenen Jahr 60 Prozent oder mehr Umsatz mit IaaS generiert haben, erwarten dies 24 Prozent für 2016. Österreich liegt hier hinter der europäischen Entwicklung; mit Zahlen von 6 Prozent für 2013 und 10 Prozent für 2016.
  • Service Provider in Europa besitzen und betreiben ihre IT-Infrastruktur bevorzugt selbst. Die Mehrheit der Befragten (76 Prozent) verwaltet ihre Computing-Hardware (Server, Router, Switches) in einem eigenen oder dem Rechenzentrum eines Drittanbieters; in Österreich ist es mit 69 Prozent eine vergleichbare Anzahl.
  • Mehr als ein Drittel der Service Provider in Europa (35 Prozent) hat ein eigenes Rechenzentrum gebaut (in Österreich 47 Prozent) und nutzt es als primären Standort. Weitere 38 Prozent (Österreich 23 Prozent) arbeiten mit einem Drittanbieter zusammen. Die verbleibenden 27 Prozent (Österreich 31 Prozent) setzen auf eine Cloud-Infrastruktur. (pi)
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