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Studie: Datensicherheit in der Cloud bereitet Unternehmen Probleme

Laut einer Gemalto-Studie nimmt Cloud Computing in Unternehmen einen immer größeren Stellenwert ein. Allerdings setzen diese auf die falschen Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen, um sensible Daten in der Cloud zu schützen.

Cloud-Security stellt Unternehmen nach wie vor vor große Herausforderungen.

Cloud-Security stellt Unternehmen nach wie vor vor große Herausforderungen.

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Ganze 73 Prozent der Befragten stufen Cloud-basierte Services und Plattformen als wichtig für ihr Geschäft ein. 81 Prozent sind sogar der Meinung, dass sie in den kommenden zwei Jahren noch an Wichtigkeit zunehmen werden. Bereits heute verlassen sich 36 Prozent aller Unternehmen ausschließlich auf die Cloud. Auch hier wird innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Zunahme erwartet – auf 45 Prozent.

54 Prozent aller Umfrageteilnehmer halten allerdings ihre Cloud-Sicherheitsstrategie und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien für unzureichend. Dabei haben sich 65 Prozent der befragten Unternehmen dazu verpflichtet, vertrauliche und sensible Daten in der Cloud zu schützen. 56 Prozent der Teilnehmer sagen, dass ihr Unternehmen sensible Informationen in der Cloud zu sorglos mit Geschäftspartnern, Auftragnehmern oder Händlern teilt.

"Cloud-Security stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Vor allem die Umsetzung der Datenschutzrichtlinien macht zu schaffen", erklärt Larry Ponemon, Chairman & Founder, Ponemon Institute, das die Umfrage durchgeführt hat. "Um die Richtlinien zu erfüllen, müssen Unternehmen auf Technologien wie Verschlüsselung, Tokenization und andere kryptographische Lösungen setzen."

Schatten-IT macht die Sache schwierig 
Fast die Hälfte (49 Prozent) aller Cloud-Services werden von anderen Divisionen als der IT-Abteilung bereitgestellt. Hinzu kommt, dass durchschnittlich 47 Prozent aller Geschäftsdaten in der Cloud nicht von der IT-Abteilung kontrolliert oder verwaltet werden. 54 Prozent der Umfrageteilnehmer wissen über alle Cloud-Applikationen, Plattformen oder Infrastruktur-Services in ihrem Unternehmen Bescheid – das sind neun Prozent mehr als 2014.

Klassische Sicherheitspraktiken sind für die Cloud nicht ausreichend
Noch vor zwei Jahren empfanden 60 Prozent aller Befragten es als schwierig, vertrauliche oder sensible Daten mit Cloud-Services zu schützen. Dieses Jahr sind nur noch 54 Prozent dieser Meinung. Dafür ist es heute eine größere Herausforderung, den Zugang durch Endnutzer zu kontrollieren oder einzuschränken. Das sagen 53 Prozent aller Interviewten. Zum Vergleich: 2014 waren es 48 Prozent. Die Sicherheit wird außerdem erschwert durch die Tatsache, dass in Cloud-Umgebungen keine klassischen Sicherheitsmaßnahmen greifen (70 Prozent) und dass es unmöglich ist, die Security-Compliance von Cloud-Providern zu untersuchen (69 Prozent).

Kundendaten sind in der Cloud gefährdet
Am häufigsten werden Kundeninformationen, E-Mails, Personalakten und Zahlungsinformationen in der Cloud gespeichert. Seit 2014 speichern Unternehmen vermehrt Kundendaten in der Cloud: 53 Prozent vor zwei Jahren, 62 Prozent heute. 53 Prozent der Befragten stuften außerdem Kundendaten in der Cloud als besonders gefährdet ein.

Security-Teams beim Kauf von Cloud-Services nicht involviert
Nur 21 Prozent aller Teilnehmer erklären, dass IT-Sicherheitsexperten bei Entscheidungen über Cloud-Applikationen oder -Plattformen beteiligt sind. Die meisten Unternehmen (64 Prozent) haben außerdem keine Richtlinie, die Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung in der Cloud vorschreibt.

Verschlüsselung in der Cloud ist noch nicht weit verbreitet
72 Prozent empfinden Verschlüsselung oder Tokenization von sensiblen und vertraulichen Daten als wichtig, und 86 Prozent sagen sogar, dass diese Technologien in den nächsten zwei Jahren noch wichtiger werden. 2014 waren nur 79 Prozent dieser Ansicht. Obwohl Verschlüsselung an Beliebtheit gewinnt, wird sie in der Cloud noch wenig angewendet. Ein Beispiel mit Software-as-a-Service (SaaS), dem verbreitetsten Cloud-basierten Ansatz: Nur 34 Prozent aller Befragten sagen, dass ihr Unternehmen sensible oder vertrauliche Daten direkt in der Cloud-basierten Applikation verschlüsselt oder Tokenization nutzt.

67 Prozent der Befragten empfinden Identitätsmanagement in der Cloud schwieriger als in On-Premise-Umgebungen. Das liegt daran, dass Unternehmen Maßnahmen verwenden, die für die Cloud umständlich zu implementieren sind. Knapp die Hälfte der Unternehmen (45 Prozent) nutzt keine Multifaktorauthentifizierung, um Cloud-Zugänge von Mitarbeitern und Dritten zu überwachen. Folglich setzen die meisten Unternehmen noch immer auf Passwörter und Nutzernamen, um Identitäten zu verifizieren. 58 Prozent der Umfrageteilnehmer sagen, dass Dritte auf ihre Daten in der Cloud zugreifen können.

"Die Cloud bietet viele Vorteile in Sachen Kosten und Flexibilität. Allerdings haben viele Unternehmen Probleme, in virtuellen Umgebungen die Kontrolle über ihre Daten zu behalten und Richtlinien zu erfüllen", so Jason Hart, Vice President und CTO for Data Protection bei Gemalto. "Klassische Sicherheitsmaßnahmen eignen sich kaum für die Cloud. Stattdessen braucht es einen datenzentrierten Ansatz, mit dem Unternehmen sowohl Kunden- als auch Geschäftsdaten  über die täglich verwendeten Cloud- Services hinweg schützen können."

Gemalto auf dem Innovations-Forum 2016
Im Rahmen des Innovations-Forum 2016 am 14. September 2016 im Cineplexx im Business Park Vienna informiert Gemalto über sein Angebot an Safenet-Lösungen für Identitäts- und Datenschutz, die es auch Institutionen mit strengsten Datenschutzregeln ermöglicht sämtliche Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Die Teilnahme am Innovations-Forum ist für IT-Verantwortliche kostenlos.

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