Bis 2020 macht Cloud-Traffic 92 Prozent des Datenverkehrs in Rechenzentren aus Bis 2020 macht Cloud-Traffic 92 Prozent des Datenverkehrs in Rechenzentren aus - Computerwelt

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16.11.2016 Wolfgang Franz/pi

Bis 2020 macht Cloud-Traffic 92 Prozent des Datenverkehrs in Rechenzentren aus

Laut Cisco Global Cloud Index soll der Cloud-Traffic um das Vierfache auf 14,1 Zettabytes im Jahr 2020 steigen.

Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria.

Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria.

© Cisco/APA-Fotoservice/Tanzer

Die Anforderungen an Skalierbarkeit und Leistung beschleunigen die Migration in Cloud-Architekturen und sorgen für rasantes Wachstum: Laut dem sechsten Cisco Global Cloud Index (2015-2020) wird der cloudbasierte Datenverkehr von 3,9 Zettabyte (ZB) im Jahr 2015 auf 14,1 ZB im Jahr 2020 steigen und sich somit fast vervierfachen.

Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria: "Netzwerke und Rechenzentren sind immer stärker mit der Bereitstellung von Cloud-Diensten verbunden. In den letzten Jahren hat sich Cloud Computing zu einer wichtigen Netzwerklösung entwickelt: Kunden wollen mehr Workloads in die Public Cloud bringen, Software as a Service und Cloud-basierte Services, wie z. B. Recovery as a Service, nutzen sowie moderne Apps aus privaten Clouds bereitstellen."
 
Acht Trends aus der Studie

  • Bis 2020 werden 92 Prozent der Workloads von Cloud-Rechenzentren und 8 Prozent von herkömmlichen Rechenzentren verarbeitet. Ein Workload ist ein integrierter Softwareverbund aus Anwendung, Middleware, Datenbank und Betriebssystem, der eine bestimmte Berechnungsaufgabe durchführt.
  • Speicherkapazität der Rechenzentren: Bis 2020 wird die Speicherkapazität von Rechenzentren von 382 Exabytes (EB) im Jahr 2015 um fast das Fünffache auf 1,8 ZB wachsen.
  • In Rechenzentren und auf Geräten gespeicherte Daten: Weltweit werden die in Rechenzentren gespeicherten Daten bis 2020 um das 5,3-fache wachsen. Die auf Geräten gespeicherte Datenmenge wird bis 2020 fünfmal höher sein als die in Rechenzentren gespeicherten Daten.
  • Weltweit werden die durch das Internet der Dinge (IoT) generierten (aber nicht notwendigerweise gespeicherten) Daten bis 2020 auf 600 ZB pro Jahr anwachsen. Das ist 275-mal mehr als der prognostizierte Traffic zwischen Rechenzentren und Endbenutzern/Geräten und 39-mal mehr als der gesamte prognostizierte Rechenzentrums-Traffic.
  • Bis 2020 werden die Cloud-Workloads über Public-Cloud-Rechenzentren von 49 Prozent im Jahr 2015 auf 68 Prozent ansteigen. Hingegen werden nur noch 32 Prozent der Cloud-Workloads über Private-Cloud-Rechenzentren.
  • Bis 2020 werden Workloads in Unternehmen 72 Prozent der gesamten Arbeitslast im Rechenzentrum ausmachen, verglichen mit 79 Prozent im Jahr 2015. 29 Prozent dieser Workloads werden für Computing benötigt, 24 Prozent für Collaboration. Weitere 22 Prozent des gesamten Workloads werden von Datenbank, Analysen und Internet der Dinge (IoT) belegt.
  • Bis 2020 werden Consumer-Workloads 28 Prozent der gesamten Arbeitslast im Rechenzentrum ausmachen. 34 Prozent dieser Consumer-Workloads werden für Video-Streaming benötigt, 24 Prozent für Social-Networking, weitere 15 Prozent der gesamten Consumer-Workloads werden von Suchvorgängen belegt, im Vergleich zu 17 Prozent im Jahr 2015.
  • Anteil der Konsumenten am Cloud-Storage: Bis 2020 steigt die Nutzung persönlicher Cloud-Speicher im Internet von 47 Prozent im Jahr 2015 auf 59 Prozent. Jeder Nutzer wird bis 2020 monatlich 1,7 GB Traffic über seinen Cloud-Speicher abwickeln, verglichen mit 513 MB pro Monat im Jahr 2015.


Traffic in Hyperscale-Rechenzentren verfünffacht sich bis 2020
Erstmals hat Cisco in dem Bericht auch den Einfluss der Hyperscale-Rechenzentren quantifiziert und analysiert. Ihre Anzahl wird demzufolge von 259 im Jahr 2015 auf 485 im Jahr 2020 steigen. Der Traffic über Hyperscale-Rechenzentren wird sich voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren verfünffachen. Bis 2020 werden diese Infrastrukturen für 47 Prozent aller in Rechenzentren installierten Server und 53 Prozent des gesamten Rechenzentrum-Traffic verantwortlich sein.

Ein wesentlicher Infrastrukturtrend für Hyperscale- (und andere) Rechenzentren ist der digitale Wandel. Softwaredefinierte Netzwerke (SDN) und die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen (NFV) werden zu flacheren Rechenzentrumsarchitekturen beitragen und den Traffic vereinheitlichen. In den nächsten fünf Jahren werden voraussichtlich nahezu 60 Prozent der globalen Hyperscale-Rechenzentren SDN/NFV-Lösungen einführen. Bis 2020 werden 44 Prozent des über Rechenzentren abgewickelten Traffics über SDN/NFV-Plattformen abgewickelt.

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