Villeroy & Boch migriert Server in die Cloud Villeroy & Boch migriert Server in die Cloud - Computerwelt

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16.11.2016 Werner Kurzlechner *

Villeroy & Boch migriert Server in die Cloud

Die vorhandene Server-Landschaft konnte Umsatzspitzen nicht mehr bewältigen. Darum migrierte Villeroy & Boch sie in eine VMware-Cloud.

Porzellan verkauft sich nicht zu jeder Jahreszeit gleich gut. Villeroy & Boch kann dank der neuen Lösung Umsatzspitzen besser verkraften.

Porzellan verkauft sich nicht zu jeder Jahreszeit gleich gut. Villeroy & Boch kann dank der neuen Lösung Umsatzspitzen besser verkraften.

© Villeroy & Boch

Villeroy & Boch hat seine IT-Infrastruktur an die digitale Herausforderung angepasst. Der seit 1748 bestehende Keramikhersteller aus dem saarländischen Mettlach verkauft seine Produkte mittlerweile in 125 Ländern - immer häufiger auch online. Weil die im Unternehmen vorhandene Server-Landschaft diesen Anforderungen nicht mehr genügte, wurde sie innerhalb weniger Monate in die Dedicated Cloud des französischen Dienstleisters OVH migriert. Die Cloud basiert auf VMware vSphere und vCenter.

Aus Sicht des Anwenders sprachen neben den Preis-Leistungs-Verhältnis drei Argumente für die Wahl des Dienstleisters: zertifizierte Sicherheitsstandards nach ISO, ein eigenes Content-Delivery-Network und die Datenspeicherung in einem Rechenzentrum in Nordkanada - entscheidend für den weiteren Ausbau des E-Commerce im Kernmarkt USA.

20 Server als Managed Service reichte nicht mehr
Das Projekt war aus Sicht des Unternehmens unumgänglich. Die Anwendungen für den offiziellen Internetauftritt, den Online-Shop sowie das Profi-Portal für Händler samt dazugehöriger Systeme wurden in der Vergangenheit auf etwa 20 Servern gehostet, die seit 2010 als Managed Service von einem externen Dienstleister betrieben wurden. Diese Aufstellung erwies sich in Zeiten eines wachsenden Online-Geschäfts jedoch als unzureichend.

"Gerade bei sehr kurzfristigem Bedarf an zusätzlichen Ressourcen, wie für Sale-Aktionen oder den Black Friday in den USA, kamen wir in Sachen Software und Server an unsere Grenzen", sagt Pascal Rheinert, Head of CIT - Internet and E-Business bei Villeroy & Boch. "Aus üblicherweise 200 Bestellungen pro Tag werden dann schnell über 2.000 - inklusive entsprechender Steigerung der Besucherzahlen und Klicks."

Bereitstellung der Server dauerte mehrere Tage
Jede Beantragung zusätzlicher Server-Kapazität habe einen langwierigen Prozess in Gang gesetzt, der oft alleine für die Bereitstellung der Server mehrere Tage in Anspruch nahm. So habe es ihm und seinem zehnköpfigen Team an Zeit für die Konfiguration der Server oder die Arbeit an den Schnittstellen gefehlt, so Rheinert.

Diese Probleme sind nun überwunden. Die flexible Server-Kapazität erlaubt eine schnelle Reaktion auf Zugriffs- und Umsatzspitzen. Dank sehr guter Internet-Anbindung der Web-Applikationen profitieren die Kunden von kürzeren Ladezeiten und das Unternehmen von einem besseren Google-Ranking der verschiedenen Webseiten.

Villeroy & Boch kann außerdem trotz der Berücksichtigung länderspezifischer Ausprägungen auf standardisierte Prozesse und Systeme zurückgreifen. "Wir tragen als IT-Abteilung unmittelbar zum Geschäftserfolg bei", sagt Rheinert. "Ziel ist es, weiterhin neue Geschäftsmodelle zu etablieren, um den gestiegenen Anforderungen in Bezug auf die Digitalisierung des Konzerns gerecht zu werden."

* Werner Kurzlechner schreibt für CIO.de.

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