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01.03.2012 Alex Wolschann/apa

Spart Cloud Computung Strom?

Cloud Computing soll sowohl in Unternehmen als auch in Privathaushalten einen spürbaren Beitrag zum Stromsparen leisten können.

Cloud Computing soll sowohl in Unternehmen als auch in Privathaushalten einen spürbaren Beitrag zum Stromsparen leisten können. Das sagt zumindest der Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, Peter Knapp. "Aus meiner Sicht gibt es ein Einsparpotenzial von 30 Prozent in den nächsten fünf Jahren", sagte Knapp, dessen Firma anderen Unternehmen Kapazitäten in Rechenzentren bereitstellt.

"Das ist sehr konservativ geschätzt." Rechenzentren spielen für das Cloud Computing eine tragende Rolle - die dort untergebrachten Server stellen IT-Dienste aller Art bereit, vom schlichten Datenspeichern über Rechenleistung bis hin zu komplexen Online-Anwendungen.

Für sich genommen sei ein Rechenzentrum ein großer Stromfresser, räumt Knapp ein. Neben dem Strombedarf der Server wird auch Energie für Kühl- und Gebäudetechnik sowie die Betriebssicherheit benötigt. Bisher gebe es in vielen Unternehmen eigene Rechenzentren, die hinsichtlich der Energieeffizienz weit hinter den Möglichkeiten moderner Technik zurückblieben, erklärt Knapp. "Alte Rechenzentren brauchen mehr Strom für die Versorgung drum herum als die eigentliche IT." Mit dem Cloud Computing könnten die Kapazitäten dieser alten Anlagen in moderne Rechenzentren wandern, die mit effizienter Klimatechnik und Hardware sowie Virtualisierungslösungen den Strombedarf eindämmen. "Diese Wanderungsbewegung gibt es für hochmoderne Großunternehmen ebenso wie für kleine Unternehmen und Privatanwender."

So werde der Privat-PC höchstens zu 20 Prozent ausgelastet, erklärt Knapp im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. In den Rechenzentren aber werde eine Server-Auslastung von 80 bis 90 Prozent erreicht. Die Cloud für die private Nutzung beschränke sich nicht auf Speicherplatz im Netz, sondern erstrecke sich auch auf Prozessorkapazität, etwa bei Office-Anwendungen im Netz.

Knapp engagiert sich in einer regionalen Interessengemeinschaft der digitalen Wirtschaft, dem "Digital Hub FrankfurtRheinMain". Diese will dazu beitragen, dass Frankfurt den für 2014 angestrebten Titel "European Green Capital" bekommt. Als "deutsche Internet-Hauptstadt" verfüge Frankfurt über die höchste Dichte an Rechenzentren in Kontinentaleuropa", erklärte Knapp.

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