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28.09.2011 Dieter Kittenberger / Manfred Traumüller *

Der Weg zum Echtzeit-Unternehmen

Echtzeit-Unternehmen können unmittelbar auf labile Wirtschaftszyklen und wechselnde Kundenanforderungen reagieren. Kernelemente dafür sind eine höchst flexible IT-Architektur und Rechenzentren mit denen Cloud Services rasch zum Endanwender gebracht werden.

Die Finanzkrise hat mit erschreckender Deutlichkeit aufgezeigt, dass die Wirtschaftszyklen immer schwieriger voraussagbar sind: Viele Unternehmen wurden vom abrupten Nachfragerückgang überrascht – ebenso wie von der unerwartet schnellen Steigerung der Nachfrage, nachdem die Krise vorüber war. Als zentrale Erkenntnis ergab sich deshalb auf vielen Chefetagen: Die unternehmerische Agilität ist einer der wichtigsten Eigenschaften, über die ein modernes Unternehmen verfügen muss. In der Krise sollen die Kapazitäten schnell gesenkt, im Aufschwung aber ebenso schnell wieder heraufgefahren werden.

Diese Erkenntnis hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Informationstechnologie (IT): Weil viele Kernprozesse der Unternehmen in der IT abgebildet sind, ist eine flexible IT die Voraussetzung, dass die Unternehmen diesen Anspruch überhaupt erfüllen können. Die Quintessenz sind dabei Cloud Services.

Im Cloud-Ansatz wird IT als Dienstleistung bezogen, und zwar nach dem jeweiligen Bedarf. Ähnlich wie beim Bezug von Wasser oder Strom. Der Nutzer muss sich keine Gedanken über die Infrastruktur machen oder gar eine eigene Infrastruktur aufbauen. Entsprechend werden die Rechenzentren der Zukunft wohl zunehmend von darauf spezialisierten Service Providern betrieben, die Unternehmen und Endkunden IT-Dienstleistungen aus der Cloud anbieten.

Insbesondere die Rechenzentren müssen einen bis dahin ungeahnten Grad an Flexibilität aufweisen. Sie müssen mit "unpredictable workloads", also schwer vorhersagbaren Belastungen durch Zugriffe der verschiedenen Cloud-Nutzer umgehen können. Aber auch neue Geschäftsprozesse sollen in diesen Rechenzentren der Zukunft nicht mehr innerhalb von Monaten, sondern Stunden aufgesetzt werden können. Zudem ist in Rechnung zu stellen, dass der Übergang ins Cloud-Modell stufenweise erfolgt: Hybride Umgebungen, in denen die Unternehmen teilweise Cloud Services beziehen, teilweise noch nach dem traditionellen "on premise"-Ansatz agieren, werden wohl noch über Jahre der Normalfall sein – entsprechend anspruchsvoll ist die Verwaltung solcher gemischten Umgebungen.

Virtualisierung und einheitliche Management-Plattformen Um diese Herausforderungen zu überwinden und Unternehmen in den Genuss der vielen Vorteile von Cloud Services kommen zu lassen, bedarf es konkreter Design- und Architekturprinzipien in der IT. Das Ziel: eine konvergente Infrastruktur, also eine durchgängig virtualisierte Umgebung, die offen und modular ist und dabei die nach wie vor gefragte Hochverfügbarkeit des Rechenzentrums garantiert.

Eine solche Architektur sieht also den Aufbau eines Shared-Services-Modells vor, wie es beispielsweise in den HP Virtual Resource Pools realisiert wird. Diese sind virtualisierte Bündel von gemeinsam genutzten Server-, Storage- und Netzwerkkapazitäten, die auf Abruf für verschiedene Aufgaben alloziert werden können, um Applikationsanforderungen zu bedienen. Indem einzelne Systeme geteilt oder aggregiert werden können, steigt die Skalierbarkeit und Auslastung des Systems.

Um diese neu gewonnenen Kapazitäten und Elemente der Infrastruktur optimal für kurzfristig benötigte Services verwenden zu können, müssen sie zentral und übersichtlich steuerbar sein. Dafür sorgt eine einheitliche Management-Plattform, die sowohl die gesamte Architektur als auch die Netzwerk-Orchestrierung im Blick behält. Eine solche Plattform ist Herzstück und Schaltzentrale einer umfassenden Cloud-Architektur zugleich. Von dort werden der Einsatz gepoolter Infrastruktur-Ressourcen gelenkt, Provisioning und Anpassung einzelner Services angestossen oder nicht mehr benötigte Ressourcen wieder dem Pool zugeführt.

IT-Workout Steht diese architektonische Basis, lassen sich neue Cloud Services sehr schnell bereitstellen. HP bietet hier beispielsweise mit HP CloudSystem einen umfassenden Cloud-Bausatz. Diese komplette, integrierte IT-Umgebung umfasst Server-, Speicher- und Netzwerkkomponenten, Sicherheitswerkzeuge und Softwarelösungen – alles aufeinander abgestimmt und darauf fokussiert, Cloud-basierte Services so zu ermöglichen und zu gestalten, dass IT und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Zusätzliche Dienstleistungen wie Cloud-Workshops oder Vulnerability Scannings unterstützen die Entwicklung und Einführung von eigenen Strategien für den Einsatz von Cloud Computing bzw. minimieren das Risiko von unbefugtem Zugriff oder Datenverlust.

Wer diesen neue IT-Strategie einschlägt, verschafft der IT ein echtes Workout, macht sie fit, schlank und agil – und rüstet sie damit für flexible und rasche Entscheidungen bei sich ändernden Bedürfnissen oder Marktanforderungen. Das Unternehmen wird, angetrieben und gelenkt durch die IT, zu einem Instant-On-Unternehmen, einem echten Echtzeit-Unternehmen, das den Mitbewerbern im Wettbewerb weit voraus sein wird.

* Dieter Kittenberger ist Manager Enterprise Server, Storage & Networking Group bei HP Österreich und Manfred Traumüller Manager Technology Services.

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