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18.09.2011 Computerwoche*

Integration und Verwaltung: Acht Tools gegen den Cloud-Wildwuchs

Das Management von Cloud-Computing-Installationen ist eine knifflige Angelegenheit. Hier finden Sie acht empfehlenswerte Lösungen.

Die Unternehmens-IT ist zunehmend gefordert, Cloud-Dienste in ihr Portfolio zu integrieren. Daraus ergeben sich komplexe und heterogene Installationen, die oft mit herkömmlichen Instrumenten nicht zu verwalten sind. Die Kollegen unserer US-amerikanischen Schwesterpublikation Network World haben einige besonders leistungsstarke Tools zusammen getragen, die die Herausforderungen bewältigen können. Dabei handelt es sich um Lösungen für die Analyse, das Monitoring, das Management und die Automatisierung von internen und externen Cloud-Diensten.

PLANNINGIT UNTERSTÜTZT DIE PLANUNG Firmenname: Alfabet

Firmensitz: Cambridge, Massachusetts

Angebot: "PlanningIT" ist eine Software, die IT-Planungs- und -Management-Funktionen integriert.

Funktionsweise: Die Suite PlanningIT umfasst mehrere Module. Jede Komponente befasst sich mit spezifischen Aspekten einer strategischen IT-Planung. Zurzeit gibt es Module etwa für die Applikationsarchitektur, das Business-Demand-Management, die Enterprise-Architektur sowie das Programm-Portfolio- und Value-Management. Alle Daten und Informationen werden dem Nutzer in einem einheitlichen Interface dargestellt.

Kosten: Abhängig von Umfang, Nutzerzahl und -typ.

Expertenmeinung: Cloud-Dienste sind heute ein wesentlicher Bestandteil im Delivery-Mix der IT-Organisationen. Damit hat sich der Einsatz in den vergangenen zwölf bis 18 Monate komplett geändert, als die Cloud-Dienste von Fachabteilungen durch die Hintertür an der zentralen IT vorbei bezogen wurden, beobachtet Rebecca Wettemann, Vice-President bei Nucleus Research. Mit dieser Veränderung kam die Erkenntnis, dass sich Cloud-Dienste in die traditionellen Governance-Prozesse einfügen müssen, also auch dem Asset- und Inventory-Management, den etablierten Messverfahren und Service-Level-Agreements (SLA) genügen müssen. Während der Entscheidungsfindung für und wider eines Cloud-Produkts haben viele Firmen erfahren müssen, wie wenig sie über das Infrastruktur- und Applikations-Management wissen. Hier kann, so Wettemann, PlanningIT weiter helfen, weil das Tool sowohl in On-demand- als auch On-premise-Installationen einen zentralen Blick darauf biete, was mit den IT-Investitionen geschehe.

WEBEXCELLENCE FÜR DAS LOAD-TESTING Firmenname: Apica

Firmensitz: Stockholm, Schweden

Angebot: "Apica WebExcellence" ist ein Load-Testing- und Performance-Monitoring-Tool für Cloud-Anwendungen.

Funktionsweise: Apica nutzt eigenen Angaben zufolge eine vierteilige, Cloud-basierende Methode, um zu gewährleisten, dass Web-Seiten optimal laufen. Für das Load-Testing simuliert die Firma Lastprofile, die die echten Anforderungen abbilden. Für Testverfahren werden Scripts verwendet, die Kundenszenarien nachstellen und Leistungs- sowie Geschäftsziele berücksichtigen. Externe Cloud-Agenten messen die Ergebnisse je nach eingesetztem Browser und geografischer Region. Apica findet Kapazitäts- und Lastgrenzen und identifiziert besondere Problembereiche. Das Tool lässt sich individuell anpassen, bei Bedarf verschickt es Alarmmeldungen via E-Mail und SMS, sobald Schwellwerte überschritten werden. Die Suite bietet auch Möglichkeiten für Tuning-Verfahren, um den Web-Durchsatz zu verbessern. Außerdem gibt es eine Funktionen, die vor Überlast aufgrund unerwarteter Last schützen soll. Ein zusätzlicher Server-Monitor bietet IT-Organisationen die Möglichkeit, Leistungsdaten mit den Testdaten zu vergleichen.

Kosten: Der Einstiegspreis für den Premium Monitoring Service beläuft sich auf 80 Dollar pro Monat. Er erlaubt allen Kunden die Nutzung des Scripts für das Testing und Monitoring.

Expertenmeinung: Apica ist ein schwedisches Unternehmen mit Niederlassungen in den USA und Großbritannien. Es ist vertraut mit den Anforderungen multinationaler Unternehmen, die die Leistung ihrer Cloud- Infrastruktur verbessern wollen. In den Referenzlisten finden sich namhafte Kunden wie PWC, SAS und Thomas Cook. Auch TransGaming, Betreiber und Entwickler von Online-Spiele-Plattformen, nutzt Teile der WebExcellence-Suite und konnte damit die Leistung eines neuen Cloud-basierenden Gaming-Services angeblich um mehr als 400 Prozent steigern. Audrey Rasmussen, Analyst bei Ptak Noel, lobte in einem Blog: "Apica betritt den US-Markt mit gut eingeführten Diensten, Erfahrung, Fachkenntnis, einer kritischen Masse an Kunden und einigen Partnerschaften. Das ist ein Anbieter, den man im Auge behalten sollte."

V-COMMANDER RICHTET SELF-SERVICE-PORTALE EIN Firmename: Embotics

Firmensitz: Ottawa, Ontario

Angebot: V-Commander für das Private-Cloud-Management.

Funktionsweise: Alles in einem - das ist der Anspruch des Herstellers an sein Produkt V-Commander. In weniger als einer Stunde lasse sich die Software installieren. Sie sei dann für das Self-Service-Provisioning und für das Anforderungs-Management bereit. Zudem bietet sie Funktionen, um Servicekataloge zu erstellen.

Kosten: In der Minimalaustattung kostet die Software 399 Dollar pro Jahr.

Expertenmeinung: In dem Maße, wie sich interne IT-Abteilungen über den Betrieb eines virtualisierten Data-Centers hinaus zum Serviceanbieter von Cloud-Installationen entwickeln, müssen sie ihre Management-Werkzeuge anpassen. Embotics tut genau dies. In der jüngsten Version 4.0 hat der Hersteller die Möglichkeiten zur Gestaltung von Self-Service-Portalen erweitert, einige Automatisierungsfunktionen integriert, Features zur IT-Kostenkontrolle und -Vergütung verbessert sowie das Service-Anforderungs-Management überarbeitet. Das Angebot hat die Aston University überzeugt: Sie nutzt das Tool für eine Private-Cloud-Installation, verrät Steve Goodman, Senior-Server-Engineer der Hochschule aus Birmingham in England. Insbesondere das Self-Service-Portal komme bei den teils technikbegeisterten Nutzern gut an. Die interne IT profitiert von den Funktionen zur IT-Kostenkontrolle. Und mit den Capacity-Management-Werkzeugen habe man einen besseren Einblick, wann und wie die Infrastruktur erweitert werden müsse, ergänzt Goodman.

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