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10.05.2011 Rudolf Felser

EMC World 2011: Tag Zwei im Zeichen der Cloud

Am zweiten Tag der EMC World 2011 in Las Vegas hat die EMC Corporation weitere Produkte und Services vorgestellt, die Kunden den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur vereinfachen sollen.

Die Errichtung und die Verwaltung weltweit verteilter Rechenzentren wird etwa künftig durch die neue EMC VPLEX GEO-Technologie ermöglicht. Außerdem stellte EMC die Ionix UIM-Software vor, die das Management von Cloud-Infrastrukturen effizienter machen soll. Darüber hinaus wurde ein neues Partnerprogramm für Service-Provider angekündigt, durch das Provider Public und Private Cloud-Lösungen auf Basis von EMC-Produkten und -Services schneller auf den Markt bringen können.

VPLEX GEO FÜR GLOBALE RECHENZENTREN Die heute vorgestellte VPLEX GEO Technologie ist eine virtuelle Speichertechnologie für weltweit verteilte Rechenzentren. Sie führt Daten aus verschiedenen Rechenzentren und Speichersystemen – sowohl EMC als auch Nicht-EMC-Systeme – zusammen und ermöglicht einen Datenzugriff von überall her. Daten und Anwendungen können zwischen zwei Rechenzentren abgeglichen, genutzt und verschoben werden, auch wenn diese tausende von Kilometern entfernt sind. So können die Ressourcen an beiden Standorten flexibler genutzt werden, während Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit steigen. VPLEX GEO ist eine Schlüsseltechnologie für hybride Clouds, da es beispielsweise das dynamische Verschieben von Daten und Applikationen zwischen den Rechenzentren von Service-Providern und deren Kunden ermöglicht. Außerdem stellte EMC neue Funktionen für seine VPLEX Hard- und Software vor, die Effizienz, Verfügbarkeit sowie den Support von Nicht-EMC-Produkten verbessern sollen, beispielsweise von NetApp- und HP-Lösungen.

EMC VNX KONNEKTOR FÜR GOOGLE SEARCH APPLIANCE Mit einer neuen Lösung für die Google Search Appliance (GSA) will EMC die Indexierung von Daten auf EMC VNX Speichersystemen beschleunigen. Ein spezieller Konnektor für EMC VNX Systeme kümmert sich darum, dass die Daten schneller indexiert und durchsucht werden können. Die Suche in den Unternehmensdaten lässt sich auch weiter verfeinern, zum Beispiel indem auf Abteilungsebene oder nach Autorenangaben gesucht wird. Hierbei wird auch die Dynamic Navigation Funktion der GSA unterstützt. Mithilfe des neuen Konnektors informiert das VNX System die GSA automatisch, wenn sich Dateien ändern, sodass neu indexiert werden kann. Die aktualisierten Inhalte werden dann erfasst und den Anwendern umgehend in den Suchergebnissen zur Verfügung gestellt.

STORAGE TIERING FÜR DIE CLOUD Auf der EMC World hat EMC darüber hinaus eine neue Cloud Tiering Appliance für EMC VNX Systeme präsentiert. Sie ermöglicht es das automatische Storage Tiering und die Migration von Daten in der Cloud und innerhalb des Rechenzentrums. Auf der Basis vorher festgelegter Richtlinien kann die Appliance Datenbestände innerhalb einer Speicherlandschaft oder in der Cloud auf die gewünschten Systeme verschieben. Kunden profitieren von der Möglichkeit, wenig oder nicht benutzte Daten automatisch in die Cloud zu verschieben und so effizienter und kostengünstiger zu arbeiten. EMCs Tiering-Funktionen ermöglichen das Verschieben direkt in öffentliche, private oder hybride Clouds, innerhalb eines VNX Unified Storage Systems mithilfe von EMCs Fully Automated Storage Tiering Suite (FAST Suite) und zwischen Speichersystemen, zum Beispiel für die Datenarchivierung auf Data Domain oder die Datenmigration von NetApp oder EMC Celerra auf EMCs VNX Unified Storage Systeme.

EMC hat zudem seine Symmetrix VMAX Familie um eine Reihe von Funktionen ergänzt, die eine einfachere Cloud-Nutzung ermöglichen sollen. Dazu gehören die native Unterstützung des Fibre Channel over Ethernet Protocols (FCoE), das zunehmend als Backbone für Cloud-Netzwerke genutzt wird. Außerdem erweitert EMC die Unterstützung für EMC PowerPath und Federated Live Migration (FLM). FLM beherrscht nun auch DMP (Dynamic Multipathing). Es kann dadurch in mehr Umgebungen eingesetzt werden und ermöglicht auch schnellere Migrationen. EMC hat zusätzlich auch die Sicherheitsfunktionen ergänzt. Nun werden auch externe Server unterstützt, die den RSA Data Protection Manager für die Symmetrix VMAX D@RE (Data-At-Rest-Encryption) verwenden.

CLOUD EINFACHER VERWALTEN Weiters hat EMC in Las Vegas unter anderem die neue Version des EMC Ionix Unified Infrastructure Manager (UIM) präsentiert. Diese Management-Software wurde speziell für die VCE Vblock Familie entwickelt. Sie vereinfacht das Management und den parallelen Betrieb mehrerer Vblock Plattformen und unterstützt Private, Public und Hybrid Cloud-Umgebungen. Die neue Software Ionix UIM/Provisioning 2.1 unterstützt VMware vCenter, vCenter Operations und Cloud Director sowie die aktuelle Cisco Unified Computing (UCS) Managementsoftware. Das ermöglicht eine durchgehende Verwaltung aller Vblock Ressourcen. Mit der ebenfalls neuen Ionix UIM/Operations 2.1 Software können Administratoren Server-, Netzwerk- und Storage-Probleme schneller erkennen und beheben. Dadurch steigen verfügbare Betriebszeiten und damit die Effizienz der Infrastruktur.

PROGRAMM FÜR SERVICEPROVIDER Durch neue Partnerschaften mit Serviceprovidern will EMC Kunden weltweit den Schritt hin zum Cloud Computing vereinfachen. Sie könnten so von der höheren Agilität und Effizienz von Cloud-Lösungen profitieren, ohne die Kontrolle über ihre Daten aufgeben zu müssen, verspricht das Unternehmen. EMC hat hierzu das neue Velocity Service Partners Program ins Leben gerufen und kooperiert mit weltweit mit den folgenden Anbietern: ACS, AT&T, Bell Canada, Bluelock, Blue Mile, Cable&Wireless Worldwide, Ceryx, Cincinnati Bell, CGI, Colt Technology Services, CSC, Engineering, Harris, Hosting.com, MTI, NTT Europe, NYSE Technologies, OnX, OpSource, PAETEC, Peak 10, QTS, Redstor, Savvis, Secure 24, SunGard, Terremark, Unisys, and Verizon. Das Velocity Service Partners Program soll Provider künftig in die Lage versetzen, EMC-basierende Public und Private Cloud Services zu entwickeln, zu vermarkten und an ihre Kunden zu vertreiben.

Verbesserungen im Velocity Solution Provider Partner Program erleichtern es künftig auch Channel-Partnern, Cloud-Services für ihre Kunden bereitzustellen. Diese Änderungen sollen im späteren Verlaufe des Jahres umgesetzt werden. Zu den Neuerungen gehört voraussichtlich unter anderem ein neues Logo, das zertifizierte Partner als Service Provider kennzeichnet. (pi/rnf)

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