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21.04.2011 Oliver Weiss

Zentrales Client-Management über die Cloud

Die dezentrale IT-Organisation des Raumaustatters Kügele erschwerte bisher die Vorort-Administration und Wartung der Clients an den Standorten in Österreich, Deutschland und der Slowakei. Mit Windows Intune werden die Rechner nun über die Wolke verwaltet.

Produkte des 1965 gegründeten und nach wie vor im Familienbesitz befindlichen Unternehmens Kügele sind oft unverzichtbar, wenn ein neuer Boden verlegt oder Räume neu gestaltet werden. Kügele entwickelt, erzeugt und handelt mit Alu-Bodenprofilen sowie mit Raumausstattungszubehör, wie zum Beispiel Holzsockelleisten oder Bodenunterlagsmatten. Insgesamt 50 Mitarbeiter betreuen an den Standorten Wien, Langenzersdorf, München und Bratislava Kunden in 30 Ländern auf der ganzen Welt – von Großbaumärkten bis zu Handwerksbetrieben.

Die IT der Kügele Gruppe basiert auf einer AS-400-Server-Infrastruktur – aktuell sind insgesamt 45 Client-Rechner an den verschiedenen Standorten im Einsatz. Auf den Clients unterschiedlichen Alters waren verschiedene Betriebssystemversionen installiert, von Windows XP über Vista bis hin zum aktuellen Windows 7. Alexander Perko, Controller und Verantwortlicher für Betriebsorganisation bei Kügele, ist auch für die IT zuständig und sah sich wegen des Unternehmenswachstums an den neuen Standorten zunehmend mit verstärkter Reisetätigkeit konfrontiert: »Bis zum Spätsommer 2010 musste ich neben der Betreuung mittels Remote Desktop im Schnitt alle drei Monate zu den Niederlassungen fahren, um physisch vor Ort an den Rechnern Wartungsarbeiten vorzunehmen. Aufgrund der Distanz gingen vor allem die Fahrten zu den entfernteren Standorten schon ordentlich in die Zeit.« Aber auch zu den Niederlassungen in Langenzersdorf und nach Bratislava wurden verstärkt Fahrten notwendig.

Kurz nach dem Sommer 2010 wurde Perko dann vom langjährigen Beratungspartner Atwork auf das neue Cloud-Service Windows Intune aufmerksam gemacht, das eine zentrale Verwaltung aller Clients ermöglicht. »Da wir bereits seit zwei Jahren mit der Microsoft Productivity Online Suite (BPOS, Office 365) sehr erfolgreich ein Cloud-Service von Microsoft in Anspruch nehmen, war ich gleich interessiert. Bereits die erste Empfehlung von Atwork, mit unserer Kommunikation auf Office 365 zu setzen, war erfolgreich. Windows Intune ist daher für uns ein weiterer, logischer Schritt«, erklärt Perko. Nach einer kurzen, zufriedenstellenden Testphase wurden die Clients Anfang September 2010 innerhalb von nur drei Tagen in Windows Intune eingebunden. Standardmäßig enthalten in der Lizenz ist die jeweils modernste Windows-Version sowie mit Intune Malware Protection auch eine stets aktuelle Virenlösung. Diese ersetzte im Zuge der Umstellung auch gleich die bestehende Virenlösung von Symantec.

GUT FÜR DEZENTRALE STRUKTUR Martina Grom, Geschäftsführerin von Atwork und weltweit eine von nur acht von Microsoft ausgezeichneten Most Valuable Professional Experten für Microsoft Online Services, sieht Windows Intune vor allem für eine dezentrale IT, wie sie bei Kügele im Einsatz ist, als optimal: »Kügele verfügt über kein klassisches Windows-Servernetzwerk mit Active Directory. Intune erlaubt es nun auch einem solchen Unternehmen, Windows-Dienste in Anspruch zu nehmen, ohne extra ein Windows-Netzwerk aufbauen zu müssen. Dies ermöglicht Kügele ein zentrales Monitoring der Clients, damit einen permanenten Überblick über den Status quo und daher eine proaktive Wartung der gesamten Client-Landschaft.«

Nach der Integration in Intune sieht heute der lokale oder externe Administrator von Kügele auf einem übersichtlichen Dashboard alle Informationen zu den eingebundenen Rechnern. Das Dashboard signalisiert in einem Ampelsystem mit den Farben grün, gelb und rot die Priorität der Information. Wird grün angezeigt, ist am Client alles in Ordnung, gelb ist eine Vorwarnung, die eine Überprüfung nach sich ziehen sollte und rot bedeutet ein Problem. Durch das Eingeben von Richtlinien kann der Administrator genau regeln, wann welcher Prozess automatisch eingeleitet werden soll. Der Administrator kann außerdem zum Beispiel Updates für eine bestimmte Gruppe oder auch einzelne Rechner frei geben. Zudem ist es jederzeit möglich, Reports zur Softwarenutzung zu ziehen und so festzustellen, ob eine bestimmte Software eigenmächtig installiert wurde und eventuell Probleme im System verursacht.

Perko, laut eigener Aussage »Fan von Cloud-Lösungen«, zieht ein halbes Jahr nach der Implementierung von Intune ein positives Resümee: »Die zentrale Client-Administration hat unter anderem sehr dazu beigetragen, einen aktuellen Status quo über die vorhandene Hardware und installierte Software zu erhalten. So konnten zum Beispiel noch zwei Rechner mit dem Betriebssystem Windows 2000 identifiziert werden.« Besonders ins Gewicht fällt zudem die Zeitersparnis: »Bei der Vorortbetreuung der Rechner registriere ich eine Einsparung von 50 Prozent Reisezeit gegenüber der Zeit vor Windows Intune«, sagt Perko. Neben der Microsoft Productivity Online Suite und Windows Intune kann sich Perko auch noch weitere Cloud-Services für sein Unternehmen vorstellen. Langfristig sogar für sensible Bereiche wie CRM oder ERP.

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