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21.04.2011 Oliver Weiss

Cloud-Definitionen

Public, Private oder Hybrid Cloud: Wo liegen die Unterschiede?

Viele Unternehmen bieten laut eigener Angabe bereits seit Jahren Cloud-Computing-Dienste an und sind dank dieser jahrelangen Erfahrung Experten in diesem Bereich. Den Anwendern hilft das wenig – ganz im Gegensatz zu einem Whitepaper von Microsoft, das die verschiedenen Ausprägungen von Cloud Computing erklärt.

INFRASTRUCTURE AS A SERVICE Infrastructure as a Service (IaaS) steht im Rahmen von Cloud Computing für die Bereitstellung von virtualisierter IT-Infrastruktur über das Internet. Dabei nutzt ein Kunde Server, Storage, Netzwerk und die übrige Infrastruktur eines externen Rechenzentrumbetreibers als abstraktes, virtualisiertes Service über das Internet. Diese Services werden typischerweise nutzungsabhängig abgerechnet. Beispiele für IaaS sind die EC2-Cloud von Amazon oder die IaaS-Angebote von Fujitsu, die es Anwendern ermöglichen, über den Browser innerhalb einer Stunde beispielsweise einen Server in einem der Rechenzentren von Fujitsu zu bestellen, aufzusetzen und einzusetzen.

PLATFORM AS A SERVICE Platform as a Service (PaaS) ist ein Cloud-Computing-Modell, bei dem neben Hardware-Services und Betriebssystemen als Basisinfrastruktur (IaaS) auch höherwertige Dienste aus der Cloud geliefert werden. PaaS liefert Anwendungsinfrastruktur in Form von technischen Frameworks (Datenbanken und Middleware) oder gleich die gesamte Entwicklungsplattform. Anwender können auf diese Weise eine eigene Private Cloud aufbauen, ohne sich mit der technischen Umsetzung dieser Services befassen zu müssen. Beispiele dafür: Microsoft Windows Azure Platform Services, Google App Engine oder Cloud Foundry von Vmware.

SOFTWARE AS A SERVICE Software as a Service (SaaS) ist ein Cloud-Computing-Modell, bei dem Nutzer eine Applikation über ein IP-Netz beziehen. Dabei werden Infrastruktur-Ressourcen und Anwendungen zu einem Gesamtbündel kombiniert. Der Anwendungsservice wird nach Bedarf abgenommen und entsprechend bezahlt, lässt sich aber jederzeit im Umfang erweitern oder aber auch reduzieren, wenn das erforderlich ist. SaaS ist derzeit die häufigste Form von Cloud Computing. Beispiele für SaaS sind unter anderem Microsoft Dynamics CRM Online oder die ERP-Software Business by Design aus dem Hause SAP.

Eine weitere weithin akzeptierte Klassifizierung von Cloud-Computing-Modellen unterscheidet zwei Formen und eine Mischform – und zwar im Hinblick auf Bereitstellungs-, Eigentums- und Organisationsaspekte. Der Unterschied liegt im Grunde genommen darin, wer die Cloud besitzt und betreibt. Welches Modell für welches Unternehmen am besten geeignet ist, hängt dabei von der Unternehmensgröße und vom IT-Reifegrad ab.

PUBLIC CLOUD Public Cloud bezeichnet eine IT-Umgebung, die von einem IT-Dienstleister betrieben wird. Die Kunden (Privatpersonen und Unternehmen) greifen via Internet auf die Ressourcen zu und teilen sich eine virtualisierte Infrastruktur. Eigene Ressourcen benötigen sie nicht, stattdessen buchen sie die in der Public Cloud verfügbaren Services. Dieses Modell ist vor allem für KMU interessant, da sie keine eigene Serverlandschaft betreiben müssen, sondern lediglich Endgeräte und Internetzugang benötigen.

PRIVATE CLOUD Private Cloud bezeichnet eine standardisierte und sichere IT-Umgebung, die von einem Anwenderunternehmen selbst betrieben wird und ausschließlich Mitarbeitern oder Partnern dieses Unternehmens zur Verfügung steht. Der Vorteil gegenüber Public Clouds ist, dass die Dienste in der Private Cloud üblicherweise viel stärker an die individuellen Geschäftsprozesse des Anwenderunternehmens angepasst werden können.

HYBRIDE CLOUD Die hybride Cloud ist eine Mischform aus Private Cloud, Public Cloud und traditioneller IT-Umgebung. In der Praxis werden auf absehbare Zeit überwiegend Mischformen genutzt werden, da dieses Modell die Weiternutzung bestehender Infrastrukturen bzw. die schrittweise Migration in Public Clouds ermöglicht. In hybriden Clouds finden sich jeweils unterschiedliche Grade der Nutzungskombination von Private Clouds, Public Clouds und traditioneller IT-Umgebung.

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