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17.02.2011 Rudolf Felser

Pay-per-use Cloud Computing

T-Systems betreibt seit Januar 2011 im Wiener Datencenter einen dynamischen IT-Service, mit dem Produktivsysteme aus der Wolke bezogen und nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet werden können.

Anders als alle anderen Cloud-Angebote, wird die bloße Einschaltzeit des Servers nicht verrechnet, da die Systeme 24/7 verfügbar sind. Der tatsächliche Rechenverbrauch wird in SAPS-Minuten abgerechnet. Die Basis dafür bildet ein Zusammenspiel aus aktuellen Technologien und Applikationen, die das Unternehmen in einer intelligenten Architektur zusammengefügt hat. Die beiden Kern-Prinzipien lauten dabei "Thin Provisioning" und Virtualisierung. Diese ermöglichen ein Abrücken von dedizierten Ressourcen. Denn es teilen sich viele Systeme einen Pool an Ressourcen, schöpfen diesen aber niemals gleichzeitig komplett aus.

0 AUF 100 IN SEKUNDEN Auf den hoch-virtualisierten Umgebungen laufen die Systeme durchgehend in einem quasi Stand-by-Modus und aktivieren sich innerhalb von wenigen Sekunden. Die benötigten Basis-Ressourcen können damit T-Systems zufolge um bis zu 70 Prozent gegenüber herkömmlichen, dedizierten Systemen reduziert werden. Die Abdeckung der Lastspitzen erfolgt durch den Ressourcenpool. Dieser Vorteil wird an die Kunden weitergegeben.

"T-Systems betreibt als erster ICT-Dienstleister in Österreich ein derart entwickeltes Cloud-Angebot", sagt Max Schaffer, Leiter ICT Operations bei T-Systems in Österreich. "Unternehmen, die auf diese Plattform migrieren, bieten wir etwas, das sie von keinem anderen Angebot bekommen können: Die erstmalige Möglichkeit ihre Produktivsysteme sorglos in die Cloud legen zu können, eine garantierte Verfügbarkeit und Disaster Recovery Sicherheit wie bei dedizierten Ressourcen sowie echtes 'Pay-per-Use'."

"Anders als Entwicklungssysteme, die einen relativ niedrigen Ressourcen-Bedarf aufweisen, ist eine Verlagerung von Produktivsystemen ungleich komplexer. Andererseits aber auch langfristig notwendig", so Schaffer. "Diese Landschaften sind für den weitaus größten Teil des IT-Budgets verantwortlich. Um diese Systeme zu flexibilisieren führt nichts an einer Virtualisierung wie unserer vorbei, da der Rechenbedarf mit dedizierten Ressourcen allein immer weniger bewältigbar ist."

PILOTKUNDE SAPPI Seit mehr als zwei Jahren betreibt T-Systems für den internationalen Papierkonzern Sappi einen Teil der SAP-Systeme als Pilotkunden nach dem "Pay per Use"-Modell und ist damit der Vorzeigefall für den Erfolg: Die Anwendungen für mehr als 2.000 User auf 32 Servern inklusive sämtlicher Software-Applikationen wurden migriert. Der Effekt: Für diesen Teil der IT-Landschaft konnten den Angaben zufolge 15 Prozent der Kosten eingespart werden.

"Pay per Use entspricht einerseits unseren Bedürfnissen in Bezug auf das Marktumfeld, das ebenfalls sehr dynamisch ist. Andererseits entspricht es auch unserer Unternehmensphilosophie Ressourcen zu schonen und nur so viel zu verwenden wie tatsächlich benötigt wird. Die Ersparnis, die wir aus Pay per Use ziehen investieren wir in Innovationen", so Friedrich Liebmann, IT Manager Commercials von Sappi Fine Paper Europe. (pi/rnf)

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