Gastkommentar: Die Cloud im Büro von 1970 Detail - Computerwelt

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08.05.2012 Alexander Spörker

Gastkommentar: Die Cloud im Büro von 1970

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© VMware

Es gibt heute viele Möglichkeiten, an Informationen zu gelangen und diese mit Kollegen und Freunden auszutauschen. Die Kommunikation via E-Mail ist – im Vergleich zu Brief, Fax und Telefon – immer noch recht jung. Der Erfolgsweg dieses "elektronischen Briefs" nahm 1980 ihren Anfang. E-Mail ist heute in keinem Büro mehr wegzudenken. Doch mittlerweile sind rund 90 Prozent (!) des weltweiten E-Mail-Aufkommens Spam, und neue Möglichkeiten zur Echtzeit-Kommunikation ermöglichen ebenso ein zielgruppengerechtes, strukturiertes Arbeiten. Social Community-Plattformen wie Facebook, XING oder LinkedIn markierten hier einen Grundstein. Im Business-Umfeld machen Collaboration-Plattformen wie Socialcast Schule. Sie sind inzwischen ein überaus beliebtes Mittel, Informationen innerhalb von Unternehmen an zentraler Stelle zu posten und mit Kollegen zu diskutieren. Von der Idee her wie ein Intranet in Real-Time lässt sich dort live miterleben, wie auf eine komplexe Frage binnen Sekunden von dem richtigen Ansprechpartner die passende Antwort geliefert wird. Für einen schnellen Double-Check genügt ein Klick mittels des integrierten Live-Messaging Tools.

Doch was technologisch heute schon möglich ist und von einigen Unternehmen erfolgreich genützt wird, ist bei anderen noch nicht angekommen. Wie oft steht beispielsweise in der Abwesenheitsnotiz "with no access to my emails" – obwohl das doch inzwischen von jedem Ort, von jedem Gerät aus möglich ist. (Vorausgesetzt, man möchte das – der wohlverdiente Offline-Urlaub sei jedem gegönnt, genauso wie das E-Mail-freie Wochenende!)

So wie heute noch in vielen Firmen gearbeitet wird, tun sie das im Grunde mit einer Technologie wie sie schon in den 1970er Jahren existierte.  Dabei lassen sich viele Arbeitsprozesse dank innovativer High-Tech vereinfachen. Der private User ist hier schon weiter. Er ist mit Smartphone, iPad und Hardware-unabhängigem Betriebssystem am Puls der Zeit – und Vorbild und Herausforderung zugleich für die CIOs und IT-Administratoren von heute. Dabei geht es um mehr als den Trend "Bring your own device". Hier geht es um einen Umbruch, in der Art, wie wir arbeiten – getrieben von einer Bewegung, die wir bei VMware End User Computing nennen.

Bei End User Computing geht es nicht um die Technologie als solche. Es geht darum, wie die User mittels Technologie arbeiten! Mit welchem Gerät diese arbeiten, wo sie sich befinden, auf welche Applikationen sie zugreifen, darf – im Rahmen von Compliance- und Identity-Vorgaben – keine Rolle spielen.

Die Geräte der User werden immer vielfältiger, worauf die IT-Abteilungen der Unternehmen mit mehr Flexibilität reagieren müssen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Die Unternehmen fordern immer schneller immer komplexere IT-Dienste und Ressourcen. Oftmals werden Entwicklungsumgebungen, spezifische Software, Applikationen und Speicherplatz sofort benötigt. Die IT-Abteilungen müssen künftig in der Lage sein, schnell und flexibel auf diese kurzfristigen Anfragen zu reagieren, ohne einen Kosten-Overload zu verursachen. Das geht nur mit einer hochautomatisierten, virtualisierten Infrastruktur – das Fundament einer privaten oder hybriden Cloud.

Ein Patentrezept für die Cloud gibt es freilich nicht. Aber es lässt sich nicht leugnen, dass – wollen Unternehmen sich in ihrem Mitbewerbsumfeld behaupten – die IT maßgeblich ihren Anteil beitragen muss. Zwangsläufig verschiebt sich dadurch das Aufgabengebiet von IT-Administratoren. Sie werden vom vormaligen "Verwalter" zum Treiber und Innovator. Es liegt an Ihnen, liebe Leser, Ihr Unternehmen fit zu machen, dem Büro von 1970 den Rücken zu kehren und die Idee von "IT as a Service" Realität werden zu lassen!

Alexander Spörker ist Country Manager Austria von VMware.

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