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07.10.2009 Thomas Mach

Machtwort: SOA-Killer Cloud Computing

SOA ist tot, sagen die Einen. Serviceorientierte Architekturen sind lebendiger denn je, meinen wiederum die Anderen.

SOA ist tot – sagen die Einen. Serviceorientierte Architekturen sind (unter geänderten Rahmenbedingungen) lebendiger denn je, meinen wiederum die Anderen. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen. Denn Fakt ist: Nach wie vor sind zahlreiche SOA-Projekte am Laufen, einige zum Scheitern verurteilt, viele andere aber sind mit Erfolg bedacht.

Besonders Cloud Computing wird zunehmend als SOA-Killer ins Gespräch gebracht, winken doch ähnliche Vorteile bei geringeren und transparenteren Kosten. Dieser Punkt ist wichtig, denn einer der Hauptgründe für den schwindenden SOA-Glauben sind die Kosten. Eine serviceorientierte Architektur zu etablieren ist – auch wenn mancher Hersteller dies vehement bestreiten würden – kostenintensiv. Ein Punkt, der in Zeiten der Hochkonjunktur kein Problem war, es aber angesichts von Wirtschaftskrise und sinkender, gekürzter und zusammengestrichender IT-Budgets aber zunehmend wird. Fast könnte gesagt werden, dass die Krise der SOA-Vision das Genick gebrochen hat.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, dass auch der SOA-Killer Cloud Computing schon wieder unter Beschuss steht. Wie schon bei SOA, CRM, ASP oder Ähnlichem soll »alter Wein in neuen Schläuchen« an den Kunden gebracht werden, unken Branchenbeobachter. Die Gründe der Ablehnung sind dabei schnell gefunden. Besonders das Vertrauen in den Dienstleister spiele eine wichtige Rolle, monieren Analysten. Genau dieses fehle aber bislang noch weitgehend. Doch ohne Vertrauen kein Business, Daten und Anwendungen in die Hände Dritter zu überantworten ist ein Schritt, zu dem sich nur wenige Unternehmensanwender entschließen können.

Welche Probleme entstehen können, wenn unternehmenswichtige Informationen in den Händen Dritter liegen, zeigen zahllose gescheiterte Outsourcing-Projekte. Zum Beispiel, wenn der Dienstleister gewechselt wird und das Datenformat des ersten Anbieters nicht mit dem des Nachfolgers kompatibel ist. Dann heißt es, entweder alle in der Vergangenheit aufgebauten Wissens-Vorteile in den Wind zu schreiben oder langwierige Migrationsprojekte in Kauf zu nehmen. Was letztendlich zu einem führt: steigenden Kosten. Und damit ist der ursprüngliche Auslagerungsgrund blitzschnell auch wieder obsolet.

Egal ob SOA oder Cloud Computing, das Problem bleibt immer das gleiche: Wie kann meine IT die wachsenden Geschäftsanforderungen nicht nur unterstützen, sondern optimieren? Und damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz bieten, natürlich möglichst günstig. Die Anwort dafür wird nicht so schnell zu finden zu sein, ein wichtiger Schritt ist es aber zu erkennen, dass in Sachen IT lang- und nicht nur kurzfristig gedacht werden muss.

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