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07.10.2009 Christian Winkelbauer*

Gastkommentar: Mittelständische Clouds

Während sich Großunternehmen bereits seit einiger Zeit mit Cloud Computing befassen, zweifeln Mittelständler hierzulande noch am Nutzen.

Für Investitionen in Cloud-Umgebungen gibt es viele Gründe: Clouds sind agil, flexibel und bieten einen hohen Auslastungsgrad der Infrastruktur. Daraus ergeben sich monetäre Vorteile gegenüber traditionellen Architekturen. Während sich Großunternehmen bereits seit einiger Zeit mit Cloud Computing befassen, zweifeln Mittelständler hierzulande noch am Nutzen. Dabei können auch sie von günstigen Services und verbrauchsorientierter Abrechnung profitieren.

Cloud Services umfassen Geschäftsanwendungen und Rechenkapazität, E-Mailing- Tools und Office-Anwendungen bis hin zu Storage und Sicherheitstools. Aus Erfahrung mit aktuellen Cloud-Projekten gibt es keine Einschränkungen aus Applikationssicht. Ob Web-basierende Anwendungen oder Standardapplikationen, die Vorteile der Cloud sind in beiden Bereichen evident.

Entscheidend ist allerdings, dass diese Vorteile nicht durch erhöhten operativen Managementaufwand wieder zunichte gemacht werden. Empfehlenswert ist, Cloud Computing über ein gut durchdachtes IT-Management gewinnbringend einzusetzen. Wichtig ist, dass das Management-System Zugangs- und Zugriffskontrolle auf die Cloud regelt sowie protokolliert, wer auf welcher Infrastrukturkomponente Veränderungen durchgeführt hat. Man spricht hier vom Role-based Access. Darüber hinaus muss das Management-System mandantenfähig sein.

Unternehmen sollten folgende Komponenten in das Management-System einer Cloud einbeziehen. Ein Kundenportal oder Service Request Management, das Anwendern Zugang zu Cloud-Ressourcen bietet. Hier werden die Ressourcen mit Hilfe eines Service-Katalogs und eines Kalendersystems zur Auswahl angeboten und koordiniert. Ferner sollte ein Capacity Management System bestehen, das im Hintergrund die verfügbaren Resourcen koordiniert. Ein durchgängiges Automatisierungssystem hilft, alle Infrastruktur-Komponenten automatisch zu provisionieren und nach Bedarf wieder zu deprovisionieren. Eine Schnittstelle Billing-System kann automatisch Rechnungen für erbrachte Leistungen stellen. Ferner ist eine Konfigurations-Datenbank notwendig, die sämtliche Assets der Cloud in Echtzeit enthält. Zweifelsohne gibt es aber noch Risiken wie Sicherheitsbedenken, insbesondere in Bezug auf geschäftskritische Daten und Compliance-Richtlinien. Dennoch dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Probleme gelöst und sich Cloud Computing als Ergänzung der IT-Beschaffung in IT-Organisationen durchsetzen wird.

* Christian Winkelbauer ist Country Manager Österreich bei BMC Software.

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