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23.10.2009 Pedro Santos *

Mit Cloud Computing auf Wolke Sieben

Cloud Computing macht aktuell Schlagzeilen. Aber auch wenn das Thema jetzt heiß diskutiert wird, ist es im Kern nicht neu.

Cloud Computing macht aktuell Schlagzeilen. Aber auch wenn das Thema jetzt heiß diskutiert wird, ist es im Kern nicht neu. Unternehmen aus dem E-Commerce-Sektor verzeichnen mit Cloud-Services bereits einige Erfolge bei der Kunden- und Markenkommunikation und kurbeln so ihren Online-Absatz an.

Verfügbarkeit, Performance und Skalierbarkeit bilden das Herzstück des Cloud-Modells. Online-Händlern bietet Cloud Computing sofort die benötigte On Demand-Skalierbarkeit, um Bandbreitenprobleme, die einer optimalen Performance ihrer Website entgegenstehen, zu umschiffen. Dies ist insbesondere kritisch bei Websites mit Rich Media und dynamischem Content wie beispielsweise Video oder komplexen Online Tools für die Produktsuche. Gerade hier kann die Cloud helfen. Das Ergebnis: Mehr Umsatz ohne kostenträchtige Investitionen in den Ausbau der eigenen Infrastruktur.

WAS GENAU IST CLOUD COMPUTING? Vereinfacht gesagt: Cloud Computing ist eine Art der Datenverarbeitung, bei der die Rechenleistung als skalierbare und oftmals virtualisierte Ressource über das Internet bereitgestellt wird. Cloud Computing im "Pay-per-Use"-Modell ermöglicht dabei einen bequemen On Demand-Zugang zu diesen Ressourcen, die schnell und mit minimalem eigenen Administrationsaufwand zur Verfügung gestellt werden können. Denn ein Anwender braucht keinerlei Fachwissen über die technologische Infrastruktur, auf welcher dieser Service basiert. Die Akamai-Cloud – bestehend aus über 50.000 weltweit verteilten Servern – beispielsweise erfüllt bereits einen Großteil der Erwartungen, die heute an das Cloud Computing gestellt werden, wie u.a. das Hosten und Ausliefern von kundenspezifischen Applikationen.

DIE E-COMMERCE-HERAUSFORDERUNG In der Online-Welt gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Website-Performance, Kundenbindung, Dauer eines Website-Besuchs und Verlassen der Seite oder Abbruch eines Kaufvorgangs. Verbraucher wollen ein schnelles Surfen von Seite zu Seite ebenso wie zügige Checkout-Prozesse. Auch erwarten sie zunehmend einen hohen Grad an Personalisierung. Eine sehr gute Website-Performance, auch bei hohem Traffic-Aufkommen, ist daher heute mehr denn je erfolgskritisch für das Online-Geschäft.

Die traditionelle Struktur des World Wide Web ist aber nicht dafür geschaffen, effizient und kosteneffektiv auf die sich permanent verändernde und unvorhersehbare Nachfrage der Verbraucher zu reagieren. Folglich bleibt die Performance und Verfügbarkeit von Online-Applikationen häufig hinter den Erwartungen zurück – insbesondere jetzt, da Online-Händler verstärkt auf die Web 2.0-Interaktivität setzen. Das heißt beispielsweise, dass ein Verbraucher, der weit entfernt vom Applikationsserver auf eine Anwendung zugreifen möchte, zehnmal längere Wartezeiten in Kauf nehmen muss, als der Verbraucher, der sich in unmittelbarer Nähe des Servers befindet. Der Betreiber eines Online-Angebots kann die Qualität des Onlineerlebnisses für seine Kunden selbst nicht garantieren oder beeinflussen. Webseiten mit einem hohen Abfrageaufkommen, etwa bei speziellen Promotions, viralen Angeboten oder Kampagnen, gehen dann oftmals in die Knie.

STICHWORT PERFORMANCE Online-Händler schöpfen heute die Möglichkeiten des Web 2.0 voll aus. Dazu binden sie in ihre Websites zunehmend Rich Media Content mit Funktionen wie Preisvergleich, Verbraucherbewertungen oder Produktkonfiguratoren ein, mit denen Online-Besucher sich ein besseres Bild von Farbe, Schnitt oder Kombinationsmöglichkeiten machen können. Auch das Streaming von Online-Videos wird immer mehr zum integralen Bestandteil von Werbestrategien, insbesondere bei Automobilherstellern und in der Bekleidungsbranche. Deshalb müssen Online-Händler heutzutage in der Lage sein, die Auslieferung ihrer Webseiten sowie der darin eingebundenen Rich Media-Inhalte zu beschleunigen. Gleichzeitig ist es notwendig, die eigene Webinfrastruktur zu entlasten, unabhängig davon, wie stark die Nachfrage ist.

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