Begriffs-Chaos rund um den Hoffnungsträger Cloud Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


21.04.2010 idg/Thomas Mach

Begriffs-Chaos rund um den Hoffnungsträger Cloud

Die IT-Welt befindet sich in einem fundamentalen Wandel. Doch im Dschungel der Marketing-Phrasen rund um die vielgepriesene Wolke geht Anwendern leicht der Durchblick verloren.

Cloud Computing, Software as a Service und Co. sind derzeit in aller Munde – doch was genau sich dahinter verbringt, wissen nur die Wenigsten. Dennoch sind sich Experten einig, dass die Wolke die IT-Welt revolutioniert. Es gilt daher, genau zu differenzieren, was sich hinter den jeweiligen Begriffen verbirgt.

»Wir müssen uns erst einmal darüber klar werden, welche Modelle es für Cloud Computing und Software as a Service gibt und für welche Unternehmen sie sich jeweils eignen«, erklärt Walter Brenner, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen. Cloud Computing bedeute, Services von Dritten auf der Basis »neuzeitlicher Zahlungsmodelle« (Pay-as-you-use) zu kaufen. Dabei spiele es keine Rolle, ob diese Services aus kompletten Applikationen bestehen oder aus infrastrukturnahen Leistungen wie dem Bereitstellen von Speicher.

Doch Anwender würden den Trendthemen nach wie vor eher zurückhaltend begegnen. »Oft schrecken strategische-, Architektur-bezogene beziehungsweise Datenschutz-Bedenken die Anwender ab«, erklärt Brenner. Dennoch zeigt sich Helmut Fallmann, Mitglied des Fabasoft-Vorstands, überzeugt, dass Cloud Computing die »gesamte IT-Branche fundamental verändern« werde. Grund genug, es Kunden mit Folio Cloud zu ermöglichen, Geschäftsprozesse in die Wolke zu verlagern. Dadurch sollen »komplexe und kaum noch administrierbare Korrespondenzen und Kooperationen per E-Mail der Vergangenheit angehören«. Anwender erhalten via Webbrowser Zugang, daher kann die Lösung auch auf Smartphones wie etwa dem iPhone oder dem Blackberry genutzt werden.

Der Cloud-Pionier Google hat indes das Projekt Cloud Print vorgestellt und den dazugehörigen Code freigegeben. Der Dienst soll Teil des hauseigenen Chrome OS werden, das nur Web-Applikationen nutzen kann. Mit Cloud Print löst Google eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Problem des Cloud-Betriebssystems: Bislang können, sehr zum Unmut der Nutzer, auf dem System keine Treiber für Drucker installieren werden. Bei Cloud Print sendet nun jede Applikation den Druckauftrag in die Cloud und der Dienst kümmert sich um die auszudruckenden Inhalte. Dadurch spielt es keine Rolle mehr, auf welchem System oder welcher Plattform die Anwendung läuft und auf welchem Drucker ausgedruckt werden kann.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: