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21.04.2010 Rudolf Felser

Machtwort: Bewölkte IT-Zukunft

Der Wettstreit um die Wolke ist endgültig vollends entbrannt.

Doch während die Anbieter sich in Cloud-Offerten, -Ankündigungen und -Versprechen regelrecht überschlagen, sind die Anwender noch längst nicht auf Wolke Sieben. Dabei verhindern nicht nur Sicherheitsbedenken und strategische Überlegungen das wolkige Glück. Vielmehr finden sich Nutzer kaum noch im Dschungel der Begrifflichkeiten zu Recht. Nahezu jeder Anbieter definiert Cloud Computing und Co. ganz eigen, zwischen den einzelnen Lösungen klaffen selbst bei ähnlichen Produkt-Bezeichnungen Welten.

Besonders im Business-Segment fällt den Nutzer die Entscheidung pro Wolke zunehmend schwerer. Zwar dominieren in den Augen vieler Google und Amazon die öffentliche Cloud, doch gerade wenn es um Prozesse im Business-Umfeld geht, präsentieren sich einer aktuellen Studie der Experton Group zufolge, alternative Anbieter als die bessere Lösung. Das Rennen um die Cloud-Kundschaft ist also keineswegs entschieden. Jederzeit können nahezu unbekannte Dienstleister hinzukommen und große Provider durch Verschiebungen in den Wertschöpfungsketten vom Markt verdrängen. Daher wird zunehmend mit härteren Bandagen gekämpft. Dabei billigen die Experton-Analysten Microsoft eine besonders gute Position zu. Der Konzern habe seine Hausaufgaben gemacht, früh auf die Wolke gesetzt und könne nun die Früchte des eigenen Engagements ernten. Damit macht Microsoft Boden gegenüber Google gut, das erst jüngst mit Cloud Print endlich auch das Thema Drucken in die Wolke gehoben und damit ein gravierendes Problem des hauseigenen Betriebssystems Chrome OS gelöst hat. Auch gegenüber dem gerade im Business-Segment besonders beliebten On-Demand-Pionier Salesforce.com konnte Microsoft aufholen.

Doch auch Microsoft ist nicht der Weisheit letzter Schluss in Sachen Cloud Computing. Denn nach wie vor bleibt ein wichtiges Problem heutiger Rechenzentren ungelöst – die explosiv wachsende und damit kaum mehr zu kontrollierende Komplexität des Managements der IT-Welten. Stichwort heterogene Landschaften.

Ein Problem übrigens, an dem auch andere IT-Trendthemen mitunter scheitern. Etwa bei Open Source. Zwar versprichen quelloffene Lösungen mittlerweile zahlreiche Vorteile und in Bereichen wie den Web-Servern sind sie kaum mehr wegzudenken. Doch wenn es darum geht, die kommerziele IT-Welt mit Open Source-Lösungen zu verbinden, kommen viele Anwenderunternehmen ins Stolpern. Dabei wäre die Lösung in beiden Fällen so einfach und doch auch naheliegend: Standardisierung. Nur durch Standards lässt sich das wachsende Maß an Komplexität künftig kontrollieren.

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