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05.05.2010 Oliver Weiss

VMforce öffnet Java-Entwicklern die Tür zu Cloud Computing

VMforce wird voraussichtlich im Herbst 2010 an den Start gehen. Die Entwicklungsplattform soll Java-Entwicklern die Erstellung von Cloud-Apps für alle möglichen Endgeräte erleichtern.

Mit der Enterprise-Java-Cloud VMforce wollen Salesforce und VMware ein Plattform-as-a-Service-Angebot (Paas) für Java-Entwickler schaffen. VMforce wird das Spring Framework von VMware nutzen – Programmierer benötigen damit keine eigene Software und Entwicklungsumgebung mehr, sondern entwickeln in der Cloud. Salesforce verfügt zwar bereits über ein PaaS-Angebot in der Wolke, der Nachteil von Force.com besteht jedoch in der proprietären, eher unüblichen Programmiersprache Apex. Diesen Nachteil soll VMforce ausgleichen. »Zielgruppe des Produkts sind mehr als sechs Millionen Enterprise-Java-Entwickler, die nun mit Force.com Cloud-Anwendungen erstellen können, die auf einer Vielzahl von Geräten laufen«, erklärt VMware-Österreich-Chef Alexander Spörker im Gespräch mit der Computerwelt.

VMforce-User werden auf die Business-Services von Force.com zugreifen können. Dazu gehören Workflows, Reporting und Analyse, Software-Module für den mobilen Einsatz von Devices, Sicherheit und Identität. Ausserdem profitieren VMforce-Entwickler von der relationalen Force.com-Datenbank und von den Chatter-Services. Chatter führt soziale Kommunikationskanäle wie Gruppen-Diskussionen, Feeds, Dokumenten-Sharing und eventgesteuerte App-Nachrichten auf einer Plattform zusammen. VMforce unterstützt Standard-Java-Code, Java Server Pages und Servlets über das Spring Framework. Auf diesem Java-SDK programmierte Anwendungen sollen sich einfach auf VMforce und zurück portieren lassen. Ausserdem skalieren VMforce-Business-Anwendungen automatisch. Kunden müssen sich keine Gedanken über die Kapazität von Applikationsservern, Datenbanken oder die Infrastruktur machen. Als Server für die VMforce-Applikationen kommt eine Unternehmensversion von Apache Tomcat zum Einsatz. Alle auf VMforce entwickelten Java-Applikationen sollen automatisch und ohne zusätzlichen Programmieraufwand auch auf mobilen Devices nutzbar sein.

Microsoft hat Anfang des Jahres mit Windows Azure ein ähnliches PaaS-Angebot auf den Markt gebracht, »legt aber auf seine .Net-Programmiersprachen Visual Basic und C# sehr starken Wert«, wie Spörker erklärt. »Java kommt dabei zu kurz.« Zudem wird VMforce, im Gegensatz zu Azure, auch lokal auf Unternehmensrechnern implementiert werden können.

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