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Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


12.05.2010 Rudolf Felser

Wie Wolken die Welt verändern

Cloud Computing ist als Teil des Virtualisierungs-Themas weiterhin in aller Munde. Wolfgang Horak, Senior Vice President SEE bei Fujitsu Technology Solutions, sieht jedoch auch Gefahren.

Cloud Computing ist als Teil des Virtualisierungs-Themas weiterhin in aller Munde. Gründe dafür sind in erster Linie die von entsprechenden Maßnahmen erhoffte Konsolidierung von Hardware, sinkende Total Cost of Ownership sowie eine höhere Flexibilität in der IT-Infrastruktur. Wolfgang Horak, Senior Vice President SEE bei Fujitsu Technology Solutions sieht jedoch auch Gefahren, wenn nicht ein Umdenken im Bereich Cloud Computing stattfindet: "Cloud Computing wird oft als Allheilmittel der Green-IT gehandelt. In unüberlegter Form kann es jedoch genau den gegenteiligen Effekt erzielen und IT-Kosten steigern, den Energieverbrauch sowie den CO2-Footprint auf Grund der additiven Netzbelastung zusätzlich erhöhen und Datenschutzprobleme verursachen. Damit dies nicht eintritt, ist es unerlässlich Cloud Computing strategisch zu planen und intelligent anzuwenden. Nur so können IT-Kosten reduziert, die Energiekosten optimiert und der ökologische Fußabdruck reduziert werden. Um die Anforderungen an Rechtssicherheit und Datenschutz zu erfüllen, müssen potentielle Kunden sicherstellen, dass ihre Daten im selben 'Rechtsraum' gespeichert werden."

Um diesen Schritt zu schaffen wären Experten und individuell abgestimmte Lösungen erforderlich. Fujitsu habe daher bereits 2007 das Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Virtualisierung in Wien gegründet, in dem unter anderem auch Cloud Experten ausgebildet werden und Studien Aufschluss über die individuellen Bedürfnisse von Unternehmen geben sollen. "Seit der Gründung des Kompetenzzentrums konnten wir bald 50 Green-IT Studien erfolgreich durchführen, unter anderem mit der OMV, dem Innenministerium und der APA-IT. Der erfolgreiche Start des Zentrums gibt unseren Bemühungen Recht, weswegen wir in den vergangenen Jahren die Mitarbeiteranzahl in unserem Kompetenzzentrums von 4 auf 40 erhöht haben", so Horak

Um die Themen Green-IT und Cloud Computing in Österreich transparenter zu machen ist aber auch eine Beschäftigung auf wissenschaftlicher Ebene notwendig. Fujitsu will daher in Zukunft verstärkt auf die Bereiche Forschung und Lehre eingehen. Ein Weg, zu dem die Kooperation mit Modul University Vienna einen großen Schritt beiträgt. "Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der MODUL University Vienna teilen wir wertvolles Know-how. Einfließen wird dieses einerseits in die Entwicklung von optimierten und virtualisierten IT-Systemen, welche eine bessere Energie-Effizienz ermöglichen, und andererseits das Lehrangebot ergänzen", fasst Horak die Kooperation zusammen.

CLOUD VERÄNDERT DIE WELT "Cloud Computing wird die Welt verändern", ist der Senior Vice President SEE von Fujitsu und Autor im Buch "Changing the World" sicher. "Möglicherweise jedoch auf eine andere Art und Weise als von vielen angenommen."

So werde es in Zukunft nicht ein zentrales Rechenzentrum geben, welches von Usern auf der ganzen Welt genutzt wird, sondern vielmehr speziefische Clouds für unterschiedliche Bereiche. So werden Horak zufolge neben Enterprise Clouds auch private Clouds und Community Clouds existieren. Fujitsu bietet daher Cloud Services in über 80 Rechenzentren weltweit an, und das immer im selben Rechtsraum des Kunden.

Für Österreich als Wirtschaftsstandort sieht Horak in der neuen Entwicklung große Chancen, jedoch nur wenn man rasch agiert und nicht zögert: "Österreich hat alle wichtigen Voraussetzungen um aus der momentanen Umbruchphase in der IT zu profitieren und Cloud Computing als Arbeitsplatzmotor zu entwickeln und auch zu exportieren. So bietet Österreich einerseits die notwendigen, strengen Datenschutzgesetze um Cloudanwender zu schützen, andererseits, und das ist ein besonders wichtiger Aspekt, bietet unser Land die Rahmenbedingungen, die notwendig sind um hochqualifizierte Arbeitsplätze, wie die des Cloud-Experten, zu entwickeln. Österreich und die Stadt Wien müssen diese Chance jedoch schnell ergreifen." (pi/rnf)

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