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07.07.2010 Edmund E. Lindau

Österreich-Cloud könnte bis 2011 Realität werden

Laut Gartner wächst der Markt für Cloud Computing in diesem Jahr um 16,6 Prozent. Aus diesem Grund wollen Telekom Austria und IBM Österreich im Rahmen einer Partnerschaft diese Technologie heimischen Klein- und Mittelbetrieben öffnen.

Telekom Austria und IBM Österreich werden ab sofort im Rahmen einer strategischen Kooperation die Zukunftsthemen Managed Services und Cloud Computing bearbeiten. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam ein auf den heimischen KMU-Markt abgestimmtes Service-Portfolio vertreiben und weiterentwickeln. Durch die Partnerschaft werden die Kernkompetenzen beider Unternehmen in einem Angebot vereint.

Telekom Austria und IBM bündeln im Rahmen der Partnerschaft ihre Aktivitäten, um die Anforderungen für die immer stärker nachgefragten Leistungen rund um Managed Services und Cloud Computing optimal zu bedienen. Laut Gartner wächst der Markt für Cloud Computing in diesem Jahr um 16,6 Prozent (Gartner 2010). Immer mehr IT-Manager denken über den strategischen Einsatz von Cloud-Services nach, also über die Nutzung von IT-Ressourcen (Hardware, Software und Services), die bildhaft gesprochen aus der Wolke (Cloud) kommen. Das Endgerät dient primär nur noch als Display, der Internetbrowser als Fenster in die Cloud, über die die Leistungen bezogen werden. Im Rahmen der Kooperation bringt IBM IT-Serviceprodukte, seine Expertise in den Bereichen IT-Dienstleistungen und On-Demand-Modelle in die Partnerschaft ein. Von Telekom Austria kommt das Know-how bei integrierten Kommunikationslösungen, Workplace-Lösungen und Hochleistungsnetzwerken. Die Kunden profitieren künftig von einem umfassenden Lösungsportfolio der beiden Innovationsführer IBM und Telekom Austria. Dazu kommt die langjährige Erfahrung beider Unternehmen im Betrieb von Data-Center-Lösungen.

Durch die strategische Partnerschaft können Kunden künftig IT-Dienstleistungen und Access aus einer Hand beziehen. Neben Kostenvorteilen ergeben sich für Kunden schnellere Reaktionszeiten auf kurzfristige Anforderungen, optimale Skalierbarkeit und einfache Ressourcenverwaltung der IT-Infrastruktur sowie ein einfaches Modell für die Budgetierung der IT-Betriebskosten pro Monat und Benutzer.

VIRTUALISIERUNG ERMÖGLICHT ERHEBLICHE KOSTENREDUKTION Die Basis der neuen Cloud-Services bildet eine einheitliche Rechenzentrumstrategie von IBM und Telekom Austria. Durch den Einsatz neuester Virtualisierungstechnologien wird eine effizientere Nutzung von IT-Ressourcen erreicht. Die damit verbundenen Economies of Scale ermöglichen es, die Ressourcenauslastung einzelner Kunden von bislang zehn bis 20 Prozent auf künftig 70 bis 90 Prozent anzuheben. Diese Effizienz bringt den Kunden Kostenvorteile: Da bei Cloud Computing nach dem on-Demand-Prinzip nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen Kosten anfallen, werden erhebliche Einsparungen möglich. Das ist heute etwa schon für alle Unternehmen interessant, die variable Rechenleistung benötigen. Anstelle von Investitionen in zusätzliche Rechenkapazitäten nutzen sie Rechenleistung aus der Cloud.

ÖSTERREICHISCHE STANDORTE UND STANDARDS FÜR DATENSICHERHEIT Entsprechend der Gartner Predicts 2010 besteht großes Interesse an Cloud Computing – gleichzeitig gibt es von Seiten der Unternehmen große Bedenken im Bereich Sicherheit. Bei den neuen österreichischen Cloud-Services von Telekom Austria und IBM hat die Sicherheit der Kundendaten daher höchste Priorität: Eine redundante und ausfallssichere Infrastruktur erlaubt die Garantie von Service Level Agreements für Kunden, die mit hochsensiblen Daten arbeiten.

Zudem werden Daten ausschließlich auf Servern in Österreich gespeichert und verarbeitet und die Systeme sind nach internationalen Standards (z.B. SAS 70) zertifiziert.

Beide Partner sind nach ISO 27001 zertifiziert – Telekom Austria als einziger Netzbetreiber Österreichs. Dieser Standard bestätigt, dass die Maßnahmen zum Schutz »hauseigener« und Kundendaten auf neuestem Technikstand etabliert wurden und die Daten verlässlich verfügbar sind. So werden höchste Business Compliance Standort-Anforderungen der Kunden erfüllt.

UMFASSENDES LÖSUNGS-PORTFOLIO IN ENTWICKLUNG Das gemeinsame Portfolio von IBM und Telekom Austria beinhaltet unter anderem Kommunikations-Services (z.B. Netzwerk, Mail- und Mobile Services), die Bereitstellung von Infrastruktur as a Service (z.B. Rechenleistung, Betrieb von Servern, Storage und Backup), managed Security und Endbenutzer-Services (z.B. Servicedesk und Betreuung von Endgeräten). Abgerundet wird das Portfolio von Software as a Service (SaaS)-Lösungen, die konkrete Business-Anforderungen adressieren (z.B. Archivierungslösung). Die neuen Services werden webbasiert und transparent verwaltet und in das bestehende Webportal von Telekom Austria integriert.

Die Transformation einer herkömmlichen IT-Umgebung auf Cloud Services von Telekom Austria und IBM könnte in Zukunft schrittweise erfolgen. Consultants und IT-Spezialisten unterstützen den Umstieg mit einer kundenspezifischen Analyse des Workloads und erarbeiten ein Konzept für eine effiziente Nutzung, die mit detaillierten TCO/ROI-Studien belegt werden.

Diese Effizienzsteigerung wirkt sich auch direkt auf die CO2-Bilanz aus: Anstelle einer Vielzahl kleiner Serversysteme werden Cloud Computing Services in energieeffiziente Großrechenzentren ausgelagert. IBM und Telekom Austria engagieren sich bereits seit Jahren im Bereich Green-IT und legen bei Errichtung und Betrieb von Rechenzentren großen Wert auf Umweltverträglichkeit.

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