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21.10.2010 Thomas Mach

Machtwort: Ohne Serviceorientierung gehts nicht

Vielfach totgesagt erleben serviceorientierte Architekturen aktuell eine Wiederauferstehung. Langsam aber sicher hält SOA – im Windschatten von Software as a Service und Cloud Computing – neuen Auftrieb und Einzug in die Unternehmen.

Wenig Wunder, basiert doch die vielversprechende neue IT-Welt – eben SaaS, Cloud und Co. – ganz und gar auf der Serviceorientierung. Um also am Spielfeld der State-of-the-Art-IT am Ball zu bleiben und den Anschluss nicht zu verlieren, müssen Anwenderunternehmen spätestens jetzt die einstigen IT-Silos und -Monolithen aus dem Rechenzentrum verbannen und auf den SOA-Zug aufspringen.

Es überrascht daher wenig, dass die Software AG (SAG) an ihrer schon seit langem vollzogenen SOA-Orientierung festhält. Durch den Kauf des Prozessspezialisten IDS Scheer konnte die SAG Lücken im eigenen Portfolio schließen, Kunden profitieren davon gleich mehrfach. Denn die Angebotspalette umfasst nun den gesamten SOA-Stack, von der Prozessanalyse und -Definition bis hin zur Umsetzung des Service. Dabei folgt der Anbieter dem Motto, dass Anne Thomas Manes, Burton-Group-Research-Directorin, Anfang des Jahres in ihrem vielzitiertem Blog (Stichwort »SOA ist Tot«) ausgegeben hat. Demnach haben nur jene Unternehmen in Sachen SOA Erfolg, die es im Rahmen eines größeren Projekts und im Zuge eines grundlegenden Wandels der IT-Landschaft betreiben. Daher hat sich die SAG mittlerweile die »Business Process Excellence« auf die Fahnen geschrieben.

Doch nicht nur die Anbieter setzen wieder Hoffnung in den SOA-Themenkreis. Vor allem auch in den Anwenderunternehmen hat – nachdem die bislang als Damoklesschwert über der Branche schwebende Krise (wie es scheint) überstanden ist – die Serviceorientierung neues Gewicht gewonnen. Denn, wie schon anfangs erwähnt, ohne SOA kein Cloud Computing, kein SaaS und vor allem: Keine Kostenvorteile. Das zeige die rege Nachfrage nach Serviceorientierung seitens der Kunden, wie Kamyar Niroumand, Bereichsvorstand DACH bei der Software AG, erklärt.

Wieder einmal zeigt sich: Marketing-Schlagwörter alleine (so genannte Buzzwords) machen den Erfolg einer Technologie/ Strategie nicht aus, vielmehr müssen die Anwender den »wahren« Nutzen dahinter erkennen können. In den Zeiten monilithischer IT-Strukturen konnte SOA kaum jemanden wirklich vom Hocker reißen. Ist hingegen die Notwendigkeit gegeben, auf Serviceorientierung zu setzen (eben um etwa Cloud Computing nutzen zu können), überwinden Anwender ohne grobe Probleme selbst die einzementiertesten Sicht- und Handlungsweisen im Handumdrehen.

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