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25.03.2009 idg/Thomas Mach

Cloud Computing – auf der Suche nach dem Lichtblick

Im Definitions-Wirrwarr um Cloud Computing verlieren Nutzer schnell die Übersicht. Jeder Anbieter kocht sein eigenes Süppchen.

Cloud Computing verspricht flexible Kosten und leichteren Zugang zu Highend-Systemen. Zudem winkt die Möglichkeit, sich verstärkt auf das Kerngeschäft zu fokussieren. Trotz aller Vorteile scheint beim Thema Cloud Computing noch nicht aller Diskussion Ende erreicht. Gerade die bislang eher nebulöse Definition des Konzepts, das die IT revolutionieren soll, erweist sich dabei als großer Kritikpunkt.

Bei der strategischen Gestaltung von betriebswirtschaftlichen Unternehmensprozessen spielt das Paradigma der Konzentration auf Kernkompetenzen schon seit etlichen Jahren eine entscheidende Rolle. Durch die Fokussierung auf das Kerngeschäft, so die Theorie, sollen Betriebe in die Lage versetzt werden, Wettbewerbsvorteile erlangen und sich von den Mitbewerbern differenzieren zu können.

Cloud Computing ist zunächst mal für sich genommen kein scharfer Begriff. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner, das das Potenzial von Cloud Computing genau so groß einschätzt wie jenes der industriellen Revolution, stellt Cloud Computing »einen neuen Ansatz dar, bei dem ein Anbieter seinem Kunden in hohem Maße skalierbare Kapazitäten an Rechenleistung oder zur Informationsverarbeitung über das Internet bereitstellt«. Die Unternehmensberatung Forrester zieht eine klare Trennlinie zwischen Cloud Computing und SaaS und definiert den Begriff als »ein Pool aus abstrahierter, hochskalierbarer und verwalteter IT-Infrastruktur, die Kundenanwendungen vorhält und nach Verbrauch abgerechnet wird«.Die Marketing-Abteilungen von großen Cloud-Anbietern wie IBM, Google oder Salesforce.com kochen gleichzeitig ihre eigenen Cloud-Süppchen – je nach dem, was sie vermarkten wollen. Eins ist jedoch klar: Durch das Wirrwar an Definitionen werden die Anwender nur noch mehr verunsichert.

MEHR ALS NUR REINE INFRASTRUKTUR-LÖSUNG Ein Blick auf die Unterschiede zwischen den neuen Cloud-Plattformen und den Rechenzentren der IT-Service-Provider, wie sie in der Vergangenheit üblich waren, kann dabei helfen, das Phänomen Cloud Computing zu verstehen. »Traditionelle Rechenzentrumsbetreiber haben seltenst virtualisiert, reine Internet-Delivery war auch nicht an der Tagesordnung und dynamische Skalierung war nur je nach Vertragstyp vom Outsourcer verfügbar«, erläutert Rüdiger Spies, Vice President Enterprise Applications bei IDC. Cloud Computing verspreche indes eine theoretisch unbegrenzte Skalierbarkeit und durch Virtualisierung können Provider ihre Hardware mit großer Flexibilität als Service anbieten. Insofern entstünde nun mit Cloud Computing eine andere Service-Qualität als in der Vergangenheit, so der Experte.

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