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06.05.2009 Thomas Mach

Sicherheitsproblem Cloud Computing

Nicht das Business, sondern Privatkunden werden dem Hype-Thema Cloud Computing zum Durchbruch verhelfen, prophezeit Magnus Kalkuhl von Kaspersky.

Wien – Nicht das Business, sondern Privatkunden werden dem Hype-Thema Cloud Computing zum Durchbruch verhelfen, prophezeit Magnus Kalkuhl vom Sicherheitsspezialisten Kaspersky Lab. Sei die Zahl potenzieller Opfer aber erst einmal groß genug, würden auch Hacker auf den Cloud-Zug aufspringen. Zwar würden die meisten Anbieter von Cloud-Computing-Dienstleistungen derzeit vor allem Geschäftskunden adressieren. Aber erst die von Experten erwartete Masse von Privatkunden werde dem Beschaffungsmodell endgültig zum Durchbruch verhelfen. Denn Unternehmen würden, betont Kalkuhl, qualifizierte IT-Mitarbeiter beschäftigen, die im Notfall Hilfe leisten könnten. Privatpersonen hingegen hätten allfällige PC- oder Notebook-Probleme allein zu bewältigen.

Zudem würden die Konfiguration und Aktualisierung von Betriebssystem und Anwenderprogrammen an den Nerven der privaten Anwender zerren. Beispielsweise beim Thema Patchen von Sicherheitslücken. Dies könnte sich zur regelrechten Herausforderung auswachsen, erklärt der Fachmann. Cloud Computing nehme sich all dieser Probleme an.

Den klaren Vorteilen stünden allerdings auch ebenso große Nachteile gegenüber. Stichwort Datensicherheit – dem Anwender bleibt nichts anderes übrig, als seinem Cloud-Anbieter absolutes Vertrauen zu schenken. Dabei weiss oft noch nicht einmal der Provider selbst, wo die Kundendaten physisch in der Cloud lagern. Das Sicherheitsrisiko werde dem Cloud-Computing-Beschaffungsmodell nicht das Genick brechen.

Kalkuhl fordert allerdings gesetzliche Regelungen und Richtlinien für Provider. Es brauche neue Technologien, die es Cloud-Anbietern unmöglich machen würden, Kundendaten abzufischen. Zurzeit hätten Provider noch freie Hand, in zehn Jahren jedoch werde sich die Cloud-Landschaft vollständig gewandelt haben, meint Kalkuhl.

Sei erst einmal eine bestimmte kritische Masse an Anwendern erreicht, würden sich auch Hacker des Themas Cloud Computing leidenschaftlich »annehmen«. Kaspersky Lab empfiehlt, potenziell schädliche Dateien in der Wolke online und nicht mit lokalen Signaturen, die auf dem Computer lokal gespeichert sind, zu überprüfen. Am einfachsten erfolge dieser Sicherheits-Check über die Berechnung der Prüfsumme, also des digitalen Fingerabdrucks, einer Datei. Danach werde ein dedizierter Server abgefragt, ob eine Datei mit dieser Prüfsumme bereits als Schädling auf der Black List steht. Bei positivem Ergebnis erhalte der Anwender eine Warnung und die Crimeware lande im Quarantäneordner.

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