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15.06.2009 Oliver Weiss

Anwendungsentwicklung in der Wolke schneller und günstiger

Softwareentwicklung in der Cloud-Plattform Force.com spart verglichen mit On-Premise-Programmierung Zeit und Geld, so eine aktuelle Studie.

Kosten- und Zeitaspekte der Anwendungsentwicklung stehen im Zentrum einer aktuellen Vergleichsstudie des Analystenhauses Nucleus Research. Gegenüber gestellt wurden die Entwicklung von Anwendungen in der Cloud- und On-Premise-Programmierung. Untersucht wurden dabei 17 Unternehmen (ISVs und IT-Abteilungen) mit Entwicklungserfahrung in beiden Umgebungen. Die Ergebnisse belegen: Sämtliche Unternehmen konnten mit Force.com (Cloud-Entwicklungsplattform von Salesforce.com) hinsichtlich Entwicklungszeit und Supportkosten wesentliche Einsparungen verzeichnen. Die Entwicklung mit Force.com war 4,9 mal schneller als mit Java oder .Net. (Da jedoch auf Seiten der Cloud-Entwicklung nur Force.com untersucht wurde, kann davon ausgegangen werden, dass die Untersuchung von Salesforce in Auftrag gegeben wurde. Die Ergebnisse sind daher in diesem Licht zu betrachten. Anm. d. Red.)

"Unsere Analyse zeigt: Cloud Computing verändert die Kosten-Zeit-Relation für die Entwicklung proprietärer Anwendungen ganz wesentlich", so Rebecca Wettemann, Vice President Research bei Nucleus Research. "Nimmt man die schnelle Erreichung des ROI, die niedrigeren Kosten und die höhere laufende Flexibilität, so wird die Beliebtheit von Force.com voraussichtlich weiter zunehmen."

Auf der Force.com-Enterprise Plattform können Unternehmen Anwendungen in der Cloud entwickeln und laufen lassen. Im Gegensatz zu verteilter Client/Server-Hardware und Software umfasst Force.com das gesamte Entwicklungs- und Betriebsmodell von der Datenbank bis zum Endgerät. Entwickler können Anwendungen ganz einfach mit Klicks, Komponenten und Code zusammenstellen und anschließend auf der gesicherten und weltweit verfügbaren Infrastruktur von Salesforce.com betreiben.

Heute laufen auf der Force.com-Plattform sämtliche Salesforce CRM-Anwendungen sowie über 750, von Partnern wie CODA, Fujitsu, Siemens Enterprise Communications (SEN) oder PATEV entwickelte Programme. Darüber hinaus ist Force.com die Basis für mehr als 110.000 proprietäre Anwendungen, die von den rund 59.300 Salesforce-Kunden wie Japan Post oder KONE für den Einsatz im eigenen Unternehmen entwickelt wurden.

Nucleus Research analysierte 17 Force.com-Projekte und fand signifikante Einsparungspotentiale hinsichtlich Entwicklungsdauer und fortlaufenden Support-Kosten. Auswahlkriterium für die untersuchten Firmen war Entwicklungserfahrung sowohl auf Force.com als auch in Java oder .Net-Entwicklungsumgebungen. Die in Interviews befragten Entwickler nannten Projektdetails und schätzten die eigentliche Programmierdauer (in Gesamtentwicklerstunden) sowie die gesamte Projektdauer, von Plattformauswahl bis zum Einsatz der fertigen Lösung. Die Antworten bezogen sich jeweils auf den Vergleich von Force.com mit Java oder .Net-Umgebungen.

Die Untersuchung umfasste: - Unternehmen, die bestehende Anwendungen auf Force.com migriert hatten

- Unternehmen und ISVs, die klassische (JAVA und .NET) Entwicklungsumgebungen mit Force.com verglichen und sich für Force.com entschieden hatten

- Systemintegratoren, die sich in der Zusammenarbeit mit ihren Kunden für Force.com entschieden hatten

Die Untersuchung nennt folgende Gründe für die kürzere Entwicklungsdauer auf Force.com: - Custom Objects können schnell erstellt und in mehreren Projekten verwendet werden

- Administratoren-Tools und Funktionalitäten des User Interfaces können schnell konfiguriert werden; die Neuentwicklung von Schnittstellen und Tools ist nicht erforderlich.

- Workflow Engine. Die Regeln, Formulare und Prozesse der Force.com Workflow Engine können schnell an spezifische Workflows angepasst werden

- Getestete Umgebung. Force.com umfasst eine vorbereitete und getestete Produktivumgebung inklusive Datenbanken, Datenbank-Konnektivität, Applikationsserver, Sicherheitsprotokolle und weitere Infrastruktur wie Load Balancing. Entwickler müssen vor Lifeschaltung weniger strategische Technologieentscheidungen treffen und weniger Zeit auf Tests verwenden.

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