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29.07.2009 Jens Leuchters*

Cloud Computing schafft schnellere und günstigere IT-Services

Wie sieht es mit den nötigen Voraussetzungen für die Infrastruktur-Cloud und dem daraus entstehenden Nutzen aus?

Schnellere, günstigere, und transparentere Angebote - das erwarten sich Unternehmensanwender von Cloud Computing, so die Marktforscher von IDC. Derselben Quelle zufolge nutzen bereits 25 Prozent der befragten Unternehmen Cloud Computing (19 Prozent im Rahmen des Gesamtkonzept und sechs Prozent sogar alleine). Weitere 36 Prozent der Befragten evaluieren oder planen den Einsatz von Cloud Computing.

Angesichts dieser sehr hohen Akzeptanz eines doch noch neuen Ansatzes, ist es auch nicht verwunderlich, dass der Begriff allgegenwärtig zu sein scheint. Der Begriff "Cloud" bezieht sich in diesem Zusammenhang bekanntlich auf das Internet – und den Umstand, dass sich die IT-Ressourcen "irgendwo da draußen" befinden. Das Marktpotenzial ist groß, genauso wie die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser Ansatz durchsetzt und die Organisation der IT in und für Unternehmen nachhaltig verändern wird. So prognostiziert Gartner, dass cloudbasierende Sicherheit Unternehmen in die Lage versetzen wird, Technologien und Verfahren zu nutzen, die andernfalls nicht kosteneffektiv eingesetzt werden könnten. Die Unternehmensberater von Accenture sehen den Vorteil von Cloud Computing darin, dass IT-Abteilungen Projekte kurzfristig und weitgehend risikofrei aufsetzen und einen achtbaren Rückzug antreten können, falls das Projekt nicht zu realisieren ist. Die Analysten von Gartner erwarten zudem, dass innerhalb der nächsten drei Jahre die ersten Anwenderfirmen rund 40 Prozent ihrer IT-Infrastrukturen als Service beziehen werden. Und eine letzte Zahl, erneut von Gartner: Demnach würden bis 2012 80 Prozent der Fortune 1000-Unternehmen Cloud-Computing-Dienste nutzen, 30 Prozent davon würde die Cloud-Computing-Infrastruktur ausmachen.

WAS BRAUCHT ES FÜR DIE CLOUD-INFRASTRUKTUR? Grund genug also, sich über die Voraussetzungen für eine solche Infrastruktur und deren konkreten Nutzen Gedanken zu machen. Zunächst einmal spielt der physikalische Standort der Cloud keine Rolle - im Gegensatz zum traditionellen Hosting, bei dem man das Gebäude kennt, in dem sich Anwendungen und Daten befinden. In diesem Konzept ist das nicht wichtig. Die Cloud bezieht sich dabei auf jedes IP-Netzwerk, also auch das eigene Weitverkehrsnetz (Wide Area Network - WAN) einer Firma.

Somit existiert in vielen Fällen die Grundlage für eine Cloud-Umgebung schon mit dem WAN. Die einfachste Methode der Fortentwicklung vom WAN zu einer Cloud, die alle Unternehmensanwender ortsunabhängig nutzen können, besteht darin, das WAN als Teil eines sehr großen MPLS/IP-Netzwerks zu verstehen. Dieses sorgt dank MPLS für hochverfügbare und vorhersehbare Services. Bietet das Netz auch in Spitzenzeiten eine Bandbreitenreserve und ist es zudem ein ISP-Backbone, wird seine Servicequalität für die entfernten Mitarbeiter so gut sein, wie im klassischen Firmennetz. Die Bandbreitenreserve gewährleistet, dass das Netz nie voll ausgelastet ist, das ISP-Backbone bietet viel höhere Service Level – typischer Weise zwischen 99,5 und 99,8 Prozent – als webbasierendes Cloud Computing.

Damit ist auch schon eine wesentliche Voraussetzung angesprochen, nämlich die Hochverfügbarkeit der Cloud, die dafür auf einem Telekommunikationsnetz aufsetzen sollte, das per se nahezu einhundertprozentig verfügbar ist. Um Ausfallsicherheit zwischen den Datenzentren in einer Cloud-Umgebung zu gewährleisten, sollte der virtuelle Netzwerkserver entsprechend großzügig dimensioniert sein. Der Provider sollte mehrere Standorte mit einer sehr massiven Verkabelung (Connectivity) verbunden haben, da damit eine hundertprozentige Verfügbarkeit der ITK-Infrastruktur sichergestellt werden kann. Alle Anbindungen müssen genügend Reserven haben, damit auch bei Ausfällen keine Engpässe entstehen. Wenn die Server auf mehrere Rechenzentren verteilt werden, ist zudem selbst im Falle des Ausfalls eines Standorts der Dienst weiter verfügbar.

WELCHEN NUTZEN BIETET DIE CLOUD-INFRASTRUKTUR? Cloud Computing, das die genannten Voraussetzungen erfüllt, erlaubt es, eine hochverfügbare Kommunikationsinfrastruktur eines WAN für die Virtualisierung der IT zu nutzen. Daraus ergeben sich Vorteile in Hinblick auf Leistung, Flexibilität und Betriebskosten. Letztere sinken u.a. auf Grund berechenbarer Kosten, eines niedrigeren Risikos und Größeneffekten. Eine einfache Rechnung zeigt die Potenziale. Geht man beim Einsatz von dedizierter Hardware von einer mittleren Auslastung von zehn Prozent und bei einer Cloud-Infrastruktur von 70 Prozent aus, dann ergibt sich eine Kostenreduzierung für Anschaffung der Server und den Betrieb mit Energie und und Kühlung auf ein Siebtel!

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