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03.06.2009 Christof Baumgartner

EMC schwebt in den Wolken

Der Storage-Spezialist EMC setzt voll auf Cloud Computing und Virtualisierung.

Wir befinden uns im digitalen Universum. Das bedeutet unendliche Datenmengen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Allein 2008 hat die Menschheit 3.892.179.868.480.350.000.000 Bits erzeugt, das entspricht 487 Milliarden Gigabyte. Dem Storage-Spezialisten EMC, in dessen Auftrag IDC das digitale Universum in Zahlen fasste, müsste der rasante Anstieg der digitalen Datenmenge eigentlich recht sein. Doch im Gegensatz zur Datenmenge hat die Wirtschaft aufgehört zu wachsen und damit auch die Bereitschaft der Unternehmen Geld auszugeben. Das spürt wiederum auch EMC. CEO Joe Tucci nennt die derzeitigen Anforderungen der Kunden an große Lösungen, wie sie auch sein Unternehmen anbietet: »Geld sparen, Investitionen müssen sich schnell rechnen, mehr Effizienz, und Risiken müssen minimiert werden.« Diesem Trend will das Unternehmen mit Cloud-basierten Storage-Anwendungen gerecht werden und legt den Fokus auf die Information Infrastructure. Diese soll mit der virtuellen Infrastruktur zu einer gigantischen Cloud kombiniert werden. Auf diese Weise würden sich die oben erwähnten Bedürfnisse der Kunden laut Tucci am besten erfüllen lassen.

DATENSCHWERE CLOUD Vergangenen Herbst stellte EMC dafür die Plattform EMC Atmos vor. Auf der kürzlich veranstalteten Leistungsschau »EMC World« folgte nun das neue Produkt EMC Atmos onLine. Dabei handelt es sich aber um keine fix und fertige Endkundenlösung, sondern um ein Serviceangebot, das auf der Atmos-Plattform basiert. Damit will sich EMC an Unternehmen wenden, die große Datenmengen bewegen und verwalten müssen und gleichzeitig hohe Anforderungen an verlässliche Service-Levels, hohe Informationssicherheit und einen geschützten Zugriff stellen.

Mithilfe der ebenfalls neuen EMC Atmos internal to external Federation können Kunden ihre Daten nach Bedarf zwischen einer internen und externen Storage-Cloud verschieben, so dass sie einerseits flexibel auf Lastspitzen reagieren und die Kosten- und Effizienzpotenziale von Cloud-Infrastrukturen nutzen können. Andererseits behalten sie die Kontrolle über ihre Daten und können entscheiden, welche Informationen wo gespeichert werden. Für EMC ist diese Mobilität und Flexibilität ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu einem Cloud-basierten Computing-Modell, da viele Unternehmen noch nicht bereit sind, ihre Daten vollständig Cloud-Infrastrukturen anzuvertrauen. Das bestätigt auch Benjamin S. Woo von IDC: »Unternehmen wollen Cloud-Storage-Technologien nutzen. Gleichzeitig verlangen sie nach Möglichkeiten, den Speicherort ihrer Daten individuell zu kontrollieren und ihre Anwendungen und Infrastrukturen ohne weitere Investitionen nutzen zu können.«

Dies alles wäre unmöglich machbar, gebe es nicht Virtualisierung. »Die bisherigen Rechenzentren sind statisch und lassen sich nicht dynamisch an die Belastung anpassen, erst mit einer weitreichenden Virtualisierung, die vor allem ein optimales Loadbalancing vornimmt, kann die Rechenleistung automatisch an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden«, erklärt Tucci die »interne Cloud«. Basis dafür ist die neue virtuelle Infrastruktur Vsphere der EMC-Tochter Vmware. Mit diesem Betriebs- und Management-System werden die Applikationen innerhalb der Cloud automatisch an Hand von Regeln hin-und- hergeschoben, so dass stets eine optimale Auslastung erreicht wird. Laut Tucci stellen auch die Public-Cloud-Anbieter auf diese Infrastruktur um, so dass ein problemloses Verschieben aus der internen Cloud in die externe Cloud und zurück möglich ist. Hierin würden sich dann die Vorzüge des eigenen Rechenzentrums – nämlich Vertrauen, Kontrolle, Zuverlässigkeit und Sicherheit – mit den Vorteilen einer externen Cloud – also Dynamik, Effizienz, On-Demand und Flexibilität – verbinden. »Unser Ziel ist es, alles zu virtualisieren«, so Tucci. Erweitert hat EMC auch seine Backup- und Recover-Software NetWorker und Avamar.

Bisweilen stehen aber sämtliche Rechenzentren, die den Service Atmos onLine anbieten, in den USA. In Europa suche EMC zwar die Kooperation mit Anbietern wieT-Systems, verbindliche Vereinbarungen gebe es aber noch nicht. Das sei eine Sache von Politik und länderspezifischen Regularien. Als Alternative bietet sich der Online-Backup-Service Mozy an, der ein Rechenzentrum in Irland unterhält.

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