Security-Risiken bremsen Cloud Computing aus Detail - Computerwelt

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30.06.2009 Wolfgang Herrmann*

Security-Risiken bremsen Cloud Computing aus

Nur 15 Prozent der IT-Verantwortlichen wollen in naher Zukunft Cloud-Computing-Dienste nutzen.

Nur 15 Prozent der IT-Verantwortlichen wollen in den kommenden 12 Monaten Cloud-Computing-Dienste nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Erhebung der amerikanischen Information Technology Intelligence Corp. (ITIC). Die Analysten befragten rund 300 Unternehmen. Knapp die Hälfte der Teilnehmer will demnach im nächsten Jahr keinerlei Cloud-Computing-Services in Anspruch nehmen. 38 Prozent seien unsicher oder unentschlossen, berichtet die Studienautorin Laura DiDio. Der wichtigste Grund für die Zurückhaltung liege in den mit Cloud-Diensten verbundenen Security-Risiken. Sorgen bereite potenziellen Nutzern aber auch die Verfügbarkeit der Services über eine Public Cloud.

Laut DiDio verzichten 85 Prozent der Unternehmenskunden auf Cloud Computing, weil sie den Anbietern nicht zutrauten, kritische Daten adäquat abzusichern. Die von ITIC befragten Manager arbeiten in Unternehmen unterschiedlicher Größenklassen. Die kleinsten Organisationen betreuen rund hundert IT-Nutzer, die Größten mehr als 100.000. Die Analysten bezogen Unternehmen aus 19 Ländern in die Erhebung ein, allerdings stammen 85 Prozent aus Nordamerika.

Überraschend erscheinen die ITIC-Zahlen nur auf den ersten Blick. Erst kürzlich veröffentlichte Forrester Research eine Studie, derzufolge nur 25 Prozent der Unternehmen mit mindestens tausend Mitarbeitern virtuelle Server nutzen, die von einem Dienstleister wie Amazon (Amazon EC2) gehostet werden. Bei kleineren Unternehmen liegt der Einsatzgrad unter 20 Prozent.

"Ganz gleich ob es sich um Buzzwords oder Hypes wie SOA, SaaS oder die nächste Windows-Version handelt, die tatsächliche Nutzung bleibt stets hinter dem zurück, was die Presse, Analysten oder Hersteller Sie glauben machen", kommentiert DiDio die Entwicklung. Die Analystin berücksichtigte in ihrem Bericht sowohl den Einsatz privater, also inhouse eingerichteter Clouds, als auch solche, die Unternehmen in Form einer Public Cloud von externen Dienstleistern nutzen. Demnach haben lediglich acht Prozent der Befragten bereits eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut.

* Wolfgang Herrmann ist Redakteur der deutschen Computerwoche.

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