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02.11.2017 Wolfgang Franz/pi

Studie zu IT-Routineaufgaben und Automatisierung

Viele IT-Abteilungen sehen sich aktuell unterbesetzt. Noch dazu wird viel Zeit mit Routineaufgaben verbracht. Dringend benötigte Ressourcen für IT-Projekte, beispielsweise im Kontext der Digitalisierung, fehlen daher vielerorts. Ein Ansatzpunkt, um Freiräume für Digitalisierungsprojekte zu schaffen, ist daher die Automatisierung der Routineaufgaben, die aktuell mehr als die Hälfte der Zeit der IT in Anspruch nehmen, wie eine aktuelle Studie von techconsult festgestellt hat.

Routineaufgaben nehmen aktuell mehr als die Hälfte der Zeit der IT in Anspruch.

Routineaufgaben nehmen aktuell mehr als die Hälfte der Zeit der IT in Anspruch.

© Fotolia

Die digitale Transformation ist eine der Hauptaufgaben, mit der sich aktuell Unternehmen aus allen Branchen und jeder Größe konfrontiert sehen. Diese Transformation betrifft das gesamte Unternehmen. Vor allem ist auch die IT-Abteilung gefragt, die Digitalisierung in den Fachbereichen mit voranzubringen. Die Schwierigkeit daran ist, dass nur wenige Unternehmen die IT-Budgets großzügig für Digitalisierung aufstocken können. Vielmehr waren die letzten Jahre vielerorts davon geprägt, Kosteneinsparungen zu realisieren oder zumindest die Kosten weg von der Investition hin zu Betriebskosten zu verschieben, zum Beispiel mit dem Einsatz von Cloud-Lösungen.

Für viele Unternehmen stellt sich daher die Frage, wie sie die notwendigen Mittel für Digitalisierungsprojekte bereitstellen können. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zum Thema Client Management zeigen einen möglichen Ansatzpunkt: Aktuell werden unnötig viele Ressourcen im Client Management gebunden. Ein Grund dafür sehen die befragten IT-Abteilungen in der Angst vor Stellenwegfall, wenn man hier Optimierungen realisieren sollte. Das ist nachvollziehbar und kann ein Resultat von Sparzwängen sein. Jetzt, wo mit dem Thema Digitalisierung das Know-how der IT verstärkt gefragt ist, müssen diese Ressourcen verfügbar gemacht werden. Durch Automatisierung könnte der personelle Aufwand um bis zu 40 Prozent reduziert werden, schätzen viele der befragten Unternehmen. Darin liegt die Chance der IT-Abteilung, die Ressourcen mobilisieren zu können, um Motor der Digitalisierung im Unternehmen zu werden.

Um dieses Potenzial zu nutzen, muss die Angst vor Stellenabbau durch Automatisierung durch Geschäftsführungs- und Managementebene entkräftet werden. Intern muss deutlich werden, dass die Automatisierung keine (Weg-) Rationalisierung darstellt, sondern Freiheiten und Räume für innovative Projekte schafft. Ein strategischer Schritt auf diesem Weg ist die Etablierung einer Zuständigkeit für dieses Thema: Mittelständische Unternehmen sollten eine(n) Digitalisierungsbeauftragte(n) und größere Unternehmen einen Chief Digital Officer (CDO) ernennen. Dazu gehört nicht zuletzt die Bereitstellung eines Digitalisierungsbudgets und Ressourcen. Eine feste Zuordnung von IT-Ressourcen für Digitalisierungsaufgaben könnte der vorherrschenden Angst vor Stellenabbau entgegenwirken.

Über die Studie
Die Studie wurde von techconsult im Auftrag von Aagon im Mai 2017 durchgeführt. Basis war eine Online-Befragung von 200 Unternehmen aller Branchen mit 100 und mehr Clients. Die Ansprechpartner waren Personen, die Aussagen zum Client Management treffen konnten, hauptsächlich aus den Bereichen IT, Geschäftsführung und Vorstandsebene und leitenden Mitarbeitern.

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