Mut zum Risiko wird nicht immer belohnt Mut zum Risiko wird nicht immer belohnt - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


21.03.2012 :: Printausgabe 06/2012 :: Alex Wolschann

Mut zum Risiko wird nicht immer belohnt

Krisenprävention und Risikomanagement haben in Österreich immer noch eine geringe Bedeutung. Ein Viertel der Unternehmen erhebt keinerlei Risiken, nur ein Drittel hat Krisenpläne entwickelt, wie aus einer aktuellen CSC-Studie hervorgeht.

Langfristig drohen durch das außer Acht lassen von Krisenprävention und Risiko Management enorme wirtschaftliche Schäden. Dennoch: Nur die Hälfte der heimischen Entscheidungsträger will sich in Zukunft mehr mit Risikomanagement befassen. Möglichkeiten, die moderne IT-Lösungen zum effizienten Risikomanagement bieten, sind hierzulande fast unbekannt. Schäden von durchschnittlich 115.000 Euro pro Unternehmen könnten durch Risikomanagement verhindert werden. Aktuelle Ereignisse wie Wirtschaftskrise, Umweltkatastrophen, Cyber-Kriminalität usw. zeigten zuletzt deutlich, wie wichtig Planung und aktives Risikomanagement für Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtungen sind, um im Ernstfall rasch auf veränderte Bedingungen reagieren und die negativen Auswirkungen auf Unternehmens- und Projekterfolg abmildern zu können.

Wie gehen Österreichs Wirtschaft und Politik mit dieser Management-Verantwortung um? CSC hat über 500 Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verwaltung befragt, was sie vom Krisenmanagement in Österreich halten und den Status quo von Risikomanagement in österreichischen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen erhoben.

AKUTER HANDLUNGSBEDARF Dabei trat Handlungsbedarf in bedenklichem Ausmaß zutage. Nur 17 Prozent sind der Meinung, dass Regierung und öffentliche Hand alle Möglichkeiten zu Krisenbewältigung während der Wirtschaftskrise ausgeschöpft haben. 50 Prozent sehen Regierung und öffentliche Hand schlecht auf Krisen vorbereitet, die Hälfte der befragten Entscheidungsträger findet, dass Regierung und öffentliche Einrichtungen schlecht auf die Krise vorbereitet waren. Weitere 28 Prozent meinen, dass von der öffentlichen Hand mehr getan hätte werden können, sie sind jedoch mit jenen Maßnahmen, die gesetzt wurden, zufrieden. Nur 17 Prozent der Entscheidungsträger sind der Meinung, dass die Regierung alle Möglichkeiten zur Krisenbewältigung bestmöglich ausgeschöpft hat.

45 Prozent gaben an, dass es viele hausgemachte Probleme in Österreichs Wirtschaft gäbe. Dass sich die Wirtschaft mit Risiken und Krisen kaum auseinandersetzt glauben 36 Prozent. Über ein Drittel, nämlich ebenfalls 36 Prozent der befragten Entscheidungsträger, ist der Meinung, dass die heimische Wirtschaft die negativen Auswirkungen der Krise selbst hätte verringern können, man sich jedoch zu wenig mit Risikomanagement und Krisenprävention auseinandergesetzt hat. 45 Prozent sind davon überzeugt, dass die internationale Wirtschaftskrise viele hausgemachte Probleme erst zutage brachte. Als größte Fehler und Problembereiche der heimischen Wirtschaft nennen 59 Prozent der Befragten »zu starre Strukturen«, weiters »zu viel Fremdkapital« (47 Prozent), »zu optimistische Geschäftsannahmen« (37 Prozent) und »veraltete Infrastruktur, etwa in Produktion und IT« (21Prozent). Diese Einschätzungen, ziehen sich beinahe identisch durch alle Unternehmensgrößen und Branchen.

ÖSTERREICHS WIRTSCHAFT TROTZ MÄNGEL SELBSTBEWUSST Trotz aller Mängel sieht sich Österreichs Wirtschaft im internationalen Vergleich bei Risikomanagement und Krisensicherheit dennoch gut aufgestellt. Gleich 65 Prozent sehen die österreichischen Unternehmen im Vergleich mit Mitbewerbern aus anderen Ländern als eher gut auf Krisen vorbereitet. Im Gegensatz zur Wirtschaft werden die heimischen Behörden im Ländervergleich deutlich kritischer beurteilt. Gleich zwei Drittel aller Befragten (67 Prozent) halten Österreichs Behörden im Vergleich mit anderen Ländern für schlechter auf Krisen vorbereitet. Trotz großer Angst vor einer weiteren Finanzkrise, Produktionseinbrüchen und schlechter Reputation hat nur ein Drittel der heimischen Unternehmen Krisenpläne! Im Blickwinkel der aktuellen Situation sehen mehr als die Hälfte (57 Prozent) der von CSC befragten Manager weitere Finanzkrisen als größtes Unternehmensrisiko, gefolgt von Produktions- und Nachfrageeinbrüchen (30 Prozent) und Reputationskrisen (29 Prozent). Aber auch mögliche »politische Veränderungen« werden hierzulande von mehr als einem Viertel (27 Prozent) als Risiko für ihr Unternehmen bzw. ihre Branche bezeichnet. Fehler bei der Planung und Umsetzung von Projekten bewerten jedoch nur 21 Prozent als großes Risiko, elf Prozent sorgen sich um die Sicherheit ihrer Unternehmensdaten und befürchten Hackerangriffe.

NUR NEUN PROZENT SETZEN AUF SPEZIALISIERTE SOFTWARE Ein Viertel der heimischen Unternehmen setzt sich jedoch nie mit Risikomanagement auseinander. Spezialisierte Software-Lösungen zum Risikomanagement und zur Krisenprävention werden in Österreich bislang kaum eingesetzt. Welche Maßnahmen setzen Österreichs Unternehmen, um mögliche Risiken zu erheben und Probleme zu verhindern? 44 Prozent der Befragten vertrauen einfachen Best-/Worst-Case-Szenarien, 34 Prozent setzen auf Brainstormings, je etwas mehr als ein Viertel verwendet klassische Checklisten und Excel-Tabellen.

Lediglich neun Prozent aller Unternehmen setzen beim Risikomanagement auf spezialisierte Software-L

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