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05.12.2011 Thomas Pelkmann*

Mobile, Cloud, Big Data: 4 Trends von IBM für 2012

Viele Firmen wollen künftig Business Analytics nutzen. Auch Social Media verbreitet sich weiter. EIne Umfrage von IBM zeigt IT-Trends der nächsten Jahre.

Business Analytics, Cloud Computing, Mobile Computing und Social Media: Das sind laut dem "2011 Tech Trends Report" von IBM die zukunftsträchtigsten Bereiche der IT. Alle vier Felder werden in den kommenden Jahren beträchtliches Wachstum erleben, schreiben die Autoren der Studie.

1. BUSINESS ANALYTICS Das Analysieren von Geschäftszahlen steht für IBM im Mittelpunkt der Betrachtungen. Das Unternehmen geht nämlich davon aus, dass die Firmen-IT mit der sprunghaft wachsenden Datenmenge größere Schwierigkeiten haben wird als mit den anderen Trends.

Big-Data-Technologien und Business Analytics (BA) sagt IBM gemäß den Aussagen der 4000 für die Studie befragten IT-Experten eine große Zukunft voraus. IT-Profis glauben zudem, dass BA große Auswirkungen auf einige Industrien und Branchen wie Bildung, Gesundheitswesen, Militär, Software oder Biotechnologien haben wird.

Wer also seine eigenen Berufsaussichten in der IT verbessern möchte, sollte sich mit der Entwicklung von Big-Data-Technologien beschäftigen, rät IBM. Die Mehrzahl der Befragten glaubt übrigens daran, dass dabei Open-Source-Plattformen wie Hadoop und Linux eine führende Rolle spielen werden.

Inhaltlich wird es bei der Datenverarbeitung nach Meinung der befragten IT-Experten vor allem um das Erhöhen des Automatisierungsgrades gehen, um eine Verschlankung der Prozesse zum Liefern der Analyseergebnisse und um die bessere Nutzung der Werkzeuge für BA und Big Data.

Die Hälfte der Befragten, die bisher keine Business Analytics nutzen, wollen das in den kommenden 24 Monaten ändern, heißt es in der IBM-Studie. Auch das ist ein Indikator für die wachsenden Möglichkeiten in diesem IT-Teilmarkt.

2. MOBILE COMPUTING Mobiles Arbeiten gilt nicht nur bei IBM als einer der größten Wachstumsmärkte. Im Report weist IBM auf die wachsenden Chancen für Entwickler und Programmierer hin, damit in Zukunft Geld zu verdienen. Immer mehr Unternehmen werden eigene Applikationen und Umgebungen für mobiles Arbeiten entwickeln, heißt es in der Studie.

Wer sich als Entwickler weiterentwickeln möchte, sollte das auf jeden Fall bei Android tun, denn hier sieht IBM die kommende Top-Plattform. Schon heute sagen Studien, dass mehr als die Hälfte der verkauften Smartphones mit einem Android-Betriebssystem läuft.

Noch ein Vorteil für das Open-Source-System: Die Lernkurve des auf Java und XML basierenden OS sei wesentlich flacher als bei den Mitbewerbern. Allerdings werde Apples iOS in den USA und anderen Ländern seine stabile und starke Position vorerst halten. Insofern schadet es nicht, sich auch hier auszukennen.

Hinter Business Analytics schätzen die Umfrageteilnehmer Mobile Computing als zweitwichtigstes Entwicklungsfeld für Programmierer ein. Bereits jetzt arbeiten hier drei von vier IT-Professionals, in den kommenden zwei Jahren werden bereits 85 Prozent in irgendeiner Form damit zu tun haben. Eine besondere Rolle werden dabei unternehmens- und branchenspezifische Anwendungen spielen, schätzt IBM. Aber auch das Anpassen der wichtigsten Unternehmensanwendungen an mobile Endgeräte wird ein wichtiger Teil dieser Entwicklung sein. Mobile Commerce, Mobile Social Networks oder Anwendungen für Augmented Reality spielen ebenfalls eine, wenn auch nicht ganz so zentrale Rolle.

3. CLOUD COMPUTING Das verteilte Arbeiten in privater oder öffentlicher Wolke hat sich etabliert, urteilt IBM nicht ganz zu Unrecht über den Stand beim Cloud Computing. Der Trend wird anhalten, weil Unternehmen nicht nur ihre Infrastruktur in die Cloud verlagern, sondern zunehmend auch Anwendungen und Services, und weil sie Geschäftsmodelle für die Cloud entwickeln.

Zum jetzigen Stand der Dinge, meint IBM, sollten sich Entwickler darauf konzentrieren zu lernen, wie man die Cloud in die Entwicklung von Anwendungen integrieren könne. Das Entwickeln solcher Anwendungen für die Cloud wird der Umfrage zufolge von 25 Prozent als kommende Aufgabe angesehen.

Nur ein Prozent weniger sehen Virtualisierung als das große Entwicklerthema der kommenden Zeit. Der Umgang mit Cloud-Speicher und der Aufbau von Private-Cloud-Umgebungen ist für 24 beziehungsweise 22 Prozent der Befragten ein zentraler Punkt, während weitere 21 Prozent daran arbeiten werden, existierende Anwendungen in die Cloud zu migrieren.

Rosige Aussichten, wie es scheint. Dabei gaben 40 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen noch gar kein Cloud Computing betreibe. Dennoch glauben 75 Prozent, dass sich das in den kommenden zwei Jahren ändern wird.

4. SOCIAL BUSINESS Social Business ist für IBM eine weitere treibende Kraft für die Zukunft, auch wenn Diskussionen um Sicherheitsfragen oder um die Akzeptanz bei Arbeitgebern und Mitarbeitern diese Kraft ein wenig zu beeinträchtigen scheint. Genau hier sieht IBM aber Ansatzpunkte für IT-Professionals, sich mit den Themen Sicherheit, Zugriffskontrolle und dem Management vertraulicher Daten zu beschäftigen.

Fast alle Befragten gaben in der IBM-Umfrage zu Protokoll, dass sich ihr Unternehmen mit den sozialen Netzwerken des Internet beschäftigt, wenn auch der Grad der Intensität schwankt. Viele Unternehmen probieren Social Media im Intranet aus, um zu lernen, wie man damit arbeitet und wie man sich dort präsentiert.

Entsprechend erwarten die von IBM Befragten, dass dieser Bereich ebenfalls zu den Wachstumsregionen gehören wird. Dabei wird es schwerpunktmäßig um die Verbesserung der Zusammenarbeit der Mitarbeiter, um das Lokalisieren von Kollegen und Ressourcen sowie das Generieren von Ideen gehen, schätzt IBM. Die Top 3-Anwendungen in sozialen Netzen sind demnach: File-Sharing, Blogs und Foren.

AUSBLICK Nach eigenen Worten hat IBM in der Umfrage klare Botschaften von IT-Professionals erhalten: Es wird in allen genannten Bereichen in den kommenden zwei Jahren nennenswerte Investitionen geben. Wer hier als Entwickler und IT-Profi Kompetenz zeigt, wird also auch in den kommenden zwei Jahren erfolgreich arbeiten können.

* Der Autor ist Redakteur des deutschen CIO.

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