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07.09.2011 Christof Baumgartner

Digitalisierung schafft Milliardenmarkt

Vor allem Telkos und Internetunternehmen könnten vom rasant wachsenden Trend profitieren und Verluste kompensieren.

Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Immer weitere Bereiche der Wirtschaft, darunter vor allem technolo­gieorientierte und Telekommunikations-Branchen stellen auf digitale Technik um. Noch umfassender ist der Einfluss des Internet. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf ganze Geschäftsmodelle und Wertschöpfungssysteme sind enorm und verursachen einen alle Industrien umfassenden, tiefgreifenden Strukturwandel. Nach Ein­schätzung des Beratungsunternehmens Booz & Company wird dadurch in den Bereichen IT und Telekommunikation allein im deutschsprachigen Raum bis zum Jahr 2015 ein Markt von rund 68 Milliarden Euro entstehen, von denen rund 2,5 Milliarden auf Österreich entfallen sollen. Basis und gleichzeitig Voraussetzung für den Strukturwandel ist eine allgegenwärtige Verfügbarkeit des Breitbandinternet. Dafür sind hohe Innovationen bei mobilen End­geräten und in kontinuierlich wachsende Rechner- und Übertragungsgeschwindigkeiten Voraussetzung. Die Komplexität dieser digitalen Transformation schafft laut den Experten eine enorme Nachfrage nach Kommunikationsdiensten sowie hoher Technologie- und Innovationskompetenz. Bereits 2015 soll dieser Bereich daher 30 bis 40 Prozent aller IT- und Kommunikationsinvestitionen der Unternehmen ausmachen.

Alle Branchen Dieser Paradigmenwechsel erfasst alle Branchen und ermöglicht Innovations- und Effizienzsprünge durch die Einführung von neuen, digitalen Geschäftsideen, die zielgenauere Bedienung von Kundenbedürfnissen oder die Digitalisierung analoger Geschäftsabläufe. Dazu zählen laut der Untersuchung mobile Gesundheitsanwendungen ebenso wie der elektronische Handel oder die Digitalisierung von Entwicklungsprozessen. In der Konsequenz müssen Unternehmen in den kommenden Jahren signifikante Investitionen in entsprechende Kompetenzen und Technologien im digitalen Bereich tätigen, um ihre Attraktivität gegenüber Kunden zu sichern und im Wettbewerb weiter zu bestehen. Dieser Trend ruft aber auch zunehmend branchenfremde Wettbewerber auf den Plan. Diese Unternehmen agieren global, schnell und mit geringer eigener Infrastruktur via Internet. Um bei der Erschließung der zusätzlichen Umsatzpotenziale weiter eine entscheidende Rolle zu spielen, müssten Technologie-, Internet- und Telko-Unternehmen neue Fähigkeiten aufbauen und sich als Unterstützer digitaler Dienstleistungen positionieren. Dazu gehören vor allem ein profundes Technologie-Know-how, Beratungskompetenz, ein Verständnis der digitalen Anforderungen in den jeweiligen Branchen und Einblicke in sich verändernde Kundenbedürfnisse. Der Telekommunikationsindustrie kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Zum einen stellt und optimiert sie die notwendige Infrastruktur für die Überführung der analogen Prozesse ins digitale Zeitalter. Zum anderen befindet sie sich in einer guten Ausgangssituation, um andere Branchen wie die Finanz-, Energie-, Automobil-, Gesundheits- oder Logistikindustrie in die Lage zu versetzen, Geschäftsmodelle und -prozesse an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und vorhandene Effizienz- und Innovationslücken zu schließen. Laut der Analyse werden Telkos, die diese Geschäftsfelder konsequent erschließen, bis 2015 europaweit mit Angeboten für Innovations- und Effizienzdienstleistungen in den genannten Branchen bereits ein Umsatzvolumen von bis zu zwölf Milliarden Euro generieren. »Nur jene Technologie-, Internet- und Telekommunikationsanbieter, die die notwendigen Kompetenzen entwickeln können um digitale Dienstleistungen zu unterstützen, werden von dieser grundlegenden Entwicklung profitieren und neue Umsatzpotenziale erschließen können«, so Klaus Hölbling, Geschäftsführer bei Booz & Company in Wien.

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