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19.07.2011 Rudolf Felser

Enterprise 2.0 braucht kritische Masse an Nutzern

Ob Enterprise-2.0-Lösungen erfolgreich sind, hängt vor allem von richtig gesetzten Motivationsanreizen ab – so die Schlussfolgerung in einem Opinion Paper zu Crowd Computing von Detecon.

Weiterhin entscheiden Integrationsfähigkeit und Nutzerkomfort über die Akzeptanz von sozialer Software innerhalb eines Unternehmens. Zu diesem Schluss kommt die ICT-Management-Beratung Detecon International im Opinion Paper "Cultural Agility". Nachhaltigen Erfolg erzielen Crowd-Computing-Lösungen zudem nur, wenn genügend Nutzer aktiv zu Dokumentationen und Diskussionen beitragen. Neben niedrigen Eintrittsbarrieren muss sich dafür die Teilnahme für den Einzelnen lohnen.

Während vor allem Großunternehmen aus der Fertigungsindustrie messbare Verbesserungen durch den Einsatz sozialer Software bei Kollaborationsprozessen erzielen, steht andernorts vielfach die Unternehmenskultur einer erfolgreichen Umsetzung noch entgegen "Die bloße Bereitstellung von Plattformen, Wikis, Blogs reicht nicht aus", mahnt Steffen Roos, Managing Consultant bei Detecon International in Bonn. "Damit Bemühungen nicht im Sande verlaufen, sind für die Mitarbeiter langfristige Motivationsanreize zu schaffen." Dies können etwa Bewertungen für hilfreiche Beiträge sein oder hierauf aufbauende Belohnungsstufen, die mit Rängen oder Sternen Einfluss und Status des Nutzers in einer Community ausdrücken. Oder auch Indikatoren, die etwa den Fortschritt bei der Bewältigung einer Aufgabe anzeigen. Niedrige Eintrittsbarrieren zeichnen sich wiederum unter anderem auch dadurch aus, dass die Kommunikationstools auch durchgängig auf allen mobilen Endgeräten verfügbar gemacht werden sollten.

Eine wichtige Rolle beim Aufbau interner Enterprise-2.0-Lösungen spielt die Analyse inoffizieller, aber im Unternehmen bereits stetig genutzter Crowd-Computing-Lösungen. Beispiele für solche – von der Community teils auch "Guerilla-IT" genannten – Lösungen können etwa Wiki-basierende Dokumentationen oder Cloud-basierende Messaging-Systeme für die Projektkommunikation sein. "IT-Organisationen sollten solche inoffiziellen Lösungen nicht um jeden Preis unterdrücken, sondern vielmehr genau analysieren, warum diese Lösungen von den Mitarbeitern genutzt werden", betont Steffen Roos. "Oft lassen sich so Fähigkeitslücken bestehender Systeme in der Organisation identifizieren oder auch genaue Vorstellungen über die künftige Enterprise-2.0-Zielarchitektur gewinnen." In der Praxis sei zudem eine Migration der aus offiziellen und inoffiziellen Anwendungen gewachsenen Netzwerke weitaus schwieriger als der grundlegende Neuaufbau einer anpassungsfähigen Struktur. (pi/rnf)

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