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08.06.2011 Christof Baumgartner

Social Media braucht richtige Infrastruktur

Soziale Netzwerke werden langsam auch im Businessumfeld ein Thema. Dazu braucht es aber neue Kommunikationsstrukturen.

Noch diskutieren viele Unternehmen, wie stark sie sich in Sachen Social Media engagieren wollen oder müssen. Fest steht jedenfalls, dass der meiste Datenverkehr in Sozialen Netzwerken während der üblichen Bürozeiten fließt. Diese Tatsache lässt gleichzeitig Unternehmensleiter kritisch hinterfragen, wie viel Arbeitszeit der Mitarbeiter in Facebook & Co fließt. Zu diesen Ergebnissen kommt der vom Marktforschungsunternehmen Integral erstellte Austrian Internet Monitor Business (AIM-B). In 34 Prozent der Unternehmen ist demnach den IT-Verantwortlichen bewusst, dass Soziale Netzwerke von den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter aus ­genutzt werden. Lediglich elf Prozent untersagen den Zugriff auf die Plattformen, der Großteil davon jedoch in Form einer Richtlinie ohne technische Sperre. Großunternehmen gehen dabei erwartungs­gemäß am restriktivsten vor.

UNTERNEHMEN ZURÜCKHALTEND Mit der eigenen Präsenz in Social Media ist man dagegen noch zurückhaltend. Während 55 Prozent aller Unternehmen über eine eigene Webseite verfügen, hat nur ein Zehntel den eigenen Internetauftritt mit einem Sozialen Netzwerk verknüpft. »In der passiven Nutzung ist Social Media in Österreichs Unternehmen angekommen, der gezielte aktive und gewinnbringende Einsatz lässt wohl noch auf sich warten«, so Bertram Barth, Geschäftsführer von Integral.

Und natürlich ist auch nicht jede Plattform für jedes Unternehmen geeignet. Bei der Auswahl der passenden Social-Media-Plattformen muss unter anderem die Art, wie in Unternehmen kommuniziert wird, genauesten geprüft werden. »Die Pflege und Förderung einer offenen Kommunikationskultur ist dabei ein entscheidender Aspekt«, sagt Carl Mühlner, Vorsitzender der Geschäftsführung beim UCC-Spezialisten Damovo Deuschland. Dazu gehöre, dass Unternehmen den intensiven Kontakt mit Kunden suchen, um zu erfahren, wie zufrieden sie mit Produkten und Services sind oder wie sie das Image des Unternehmens einschätzen. Die Pflege einer offenen Kommunikation und die Akzeptanz geeigneter Social-Media-Kanäle gehören laut Mühlner untrennbar zusammen. Eine Umfrage des Unternehmens unter Social-Media-Experten unterstreicht dies. 59 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass Kommunikationskultur und die IT-Infrastruktur zu den zentralen Erfolgsfaktoren bei Social Media zählen. Mit Social-Media können etwa Sicherheitsbedrohungen und ein Bedarf nach größeren Bandbreiten entstehen (beispielsweise das Thema Video-Nutzung).

FEHLENDE RICHTLINIEN Bezüglich weiterer Hindernisse wurden von den Befragten mangelnde Vorbildfunktion durch das Top-Management (40 Prozent), fehlende Richtlinien bei der Nutzung (41 Prozent), mangelnde Kommunikation des Nutzens an die Belegschaft (50 Prozent) und die allgemeine Angst der Belegschaft vor Neuem (53 Prozent) genannt. Die Position eines zentralen Verantwortlichen, der alle Aktivitäten rund um Social Media im Unternehmen steuert, wird dagegen von 42 Prozent der Befragten befürwortet. »Die Erwartungen der Kunden an die Unternehmen haben sich drastisch gewandelt. Das Kommunikationsverhalten und die Erfahrungen mit dem Internet und den sozialen Medien übertragen sie auch auf den Dialog mit Unternehmen. Darauf müssen sich die Unternehmen mit einer geänderten Kommunikationskultur und der Nutzung neuer Kanäle, intern und extern, einstellen«, so Mühlner. »Für eine erfolgreiche Einführung von Social-­Media-Plattformen ist eine Bestandsaufnahme der kulturellen Gegebenheiten und der IT unabdingbar. Nur wenn die Akzeptanz und die technischen Fundamente stimmen, lassen sich die Potenziale der sozialen Medien ausschöpfen.«

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