Gastkommentar: Social Network Systems Integration Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


10.03.2011 Daniel Liebhart*

Gastkommentar: Social Network Systems Integration

Die systematische Einbeziehung des Kunden über Social Network Mechanismen eröffnet neue Wege für das Produktdesign. Doch wie funktioniert das?

Soziale Netzwerke, wie beispielsweise Blogs, Twitter, Facebook oder YouTube sind spätestens seit der Arabischen Revolution in aller Munde. Wir verbringen mehr Online-Zeit (25 Prozent) in diesen Netzwerken als mit E-Mail-lesen (8.3 Prozent), wie eine Studie der renommierten Research Firma Nielson im letzten Jahr gezeigt hat.

Das Netz wird heute von uns als Individuen erobert. Wir zeigen, wer wir sind, nehmen mit Anderen Kontakt auf und schreiben, was wir denken oder fühlen. Und zwar schnell und formlos. Und genau da liegt das Potential für ein Unternehmen. Über soziale Netzwerke wird der Kunde zum Gegenüber – so als ob ein Unternehmen direkt mit Ihm sprechen könnte – direkt und zeitnah. Der Kunde teilt jederzeit und sehr einfach seine Meinung, Kritik oder seine Verbesserungsvorschläge zu einem bestimmten Produkt mit. Und die zuständigen Produktmanager können diese Informationen sofort in die Produktgestaltung einfliessen lassen.

Das geht weit über das inzwischen etablierte, so genannte, Social Media Marketing (SMM) hinaus. SMM wird heute, wie andere Online Marketing-Möglichkeiten, mehr und mehr von Unternehmen genutzt, um ihre Leistungen auf dem Markt zu platzieren. Laut einer Umfrage der Firma Covario ist SMM in diesem Jahr die Priorität Nummer 1 vor allen anderen Online Marketing-Massnahmen der amerikanischen Firmen. Leider ist es jedoch nach wie vor schwierig, die Resultate dieses Marketinginstruments zu messen. SMM ist und bleibt eine Einbahnstrasse – das Unternehmen kommuniziert mit dem Kunden, ohne eine direkte Möglichkeit des gegenseitigen Informationsaustausches.

Erst die Integration von Social Network Systems (SNS) in die IT-Systeme eines Unternehmens ermöglicht den Dialog mit Kunden. Es sind zwei Wege denkbar; Entweder baut das Unternehmen selbst eine solche Plattform für seine Kunden auf oder es nutzt bestehende Systeme, wie beispielsweise Twitter oder Facebook. Beide Möglichkeiten haben Ihre Vor- und Nachteile. Der Aufbau einer eigenen Plattform – beispielsweise als integraler Bestandteil des Webauftritts – vereinfacht die Verbindung von Produkten mit einzelnen Kunden. Sie hat jedoch den Nachteil, dass ein Unternehmen selbst eine Community bilden und betreuen muss. Da bieten sich etablierte Plattformen an. Dies ist jedoch eingeschränkt, da diese Systeme auf die persönliche Nutzung durch Individuen ausgelegt sind. Die klügste Lösung ist eine Kombination – also die Integration der etablierten Sozialen Netzwerk Systeme in die eigene Online Infrastruktur.

* Daniel Liebhart ist Dozent für Informatik an der Hochschule für Technik in Zürich und Solution Manager der Trivadis AG. Er ist Autor des Buches "SOA goes real" (Hanser Verlag) und Co-Autor verschiedener Fachbücher.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: