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09.03.2011 idg/Oliver Weiss

Anwender prüfen Outsourcing-Kosten

Cloud-Services und der steigende Wettbewerbsdruck verändern die Outsourcing-Branche – und die Arbeit von IT-Managern.

Alle reden von einer Erholung der Wirtschaft – nicht so Stephanie Overby von unserer US-Schwesterpublikation CIO.com. Jedenfalls nicht, was das Thema Outsourcing angeht. Overby proklamiert elf Thesen, die im Wesentlichen auf Eines hinauslaufen: Der Markt bleibt angespannt. Die Punkte im Einzelnen: 1. Kleinere Verträge: Unternehmen, die IT-Aufgaben auslagern, schließen lieber kleinere Verträge ab. Das ist nicht neu, aber Overby erwartet, dass Service Provider neue Versuche unternehmen werden, ihren Kunden doch noch weitere Leistungen zu verkaufen. 2. Suche nach verstecktem Geld: In vielen Verträgen stecke irgendwo »ein Topf voll Gold«, so Outsourcing-Experte Mark Ruckman. IT-Chefs spüren dieses Geld stärker als bisher auf, was konkret heißt: Sie untersuchen, ob weniger Leistung als erwartet geliefert wurde oder ob zu viel bezahlt wurde. 3. Neue Impulse durch Cloudsourcing: Cloud-Anbieter wie Amazon, Google und Rackspace treffen traditionelle Service Provider wie IBM oder HP da, wo es weh tut, prophezeit Overby. 4. Fachabteilung versus CIO: In den meisten Unternehmen sind die IT-Abteilungen noch nicht so aufgestellt, dass sie den Fachbereichen einen Service so anbieten können, wie diese ihn brauchen. Immer noch müssen sich die Fachkollegen mit Prozessen, Teilprozessen und sogar technischen Details auseinandersetzen. Dabei wäre es der Traum jeder Fachabteilung, die zehn oder zwölf Services, die sie braucht, flexibel mit unterschiedlichen Service-Leveln angeboten zu bekommen. Fachabteilungen entscheiden daher immer öfter selbst über Outsourcing-Vorhaben. CIO müssen in diesem Zusammenhang aufpassen, dass ihnen nicht das Heft aus der Hand genommen wird. 5. Standards statt Anpassung: Immer mehr Unternehmen setzen auf Standards statt Customization. Hintergrund ist der Wunsch, die IT zu benchmarken. 6. Neuer Blick auf Preise: Preisdrücken allein wird CIO im Gespräch mit Service Providern nichts nützen, so Overby. Sinnvoller sei, über Liefermodelle und Strukturen des Vertrags zu sprechen. Was Cloud Computing angeht, erwartet sie, dass Preis-Modelle reifen, sprich: transparenter werden. 7. Mega-Merger immer wahrschein­licher: Ost und West nähern sich an. ­Overby schätzt, dass 2011 ein Merger zwischen einem indischen IT-Dienstleister und seinem US-amerikanischen Gegenpart stattfinden wird. Das heißt auch: Preissenken ist bei indischen Service Providern heute nicht mehr zu machen – sie müssen die Qualität steigern, um sich zu behaupten. 8. China, Brasilien und Ägypten gewinnen Land: Indiens Entwicklung lässt der Konkurrenz aus China, Brasilien und Ägypten Raum. Diese Länder rücken in Folge als Offshoring-Standorte immer stärker in den Fokus. 9. Viel Lärm um Protektionismus: Diese These bezieht sich insbesondere auf die USA. Overby erwartet, dass US-Politiker wegen der Arbeitslosigkeit im eigenen Land viele Reden protektionistischen Inhalts schwingen werden – mit wenig realen Folgen. 10. Mehr Automation: Als Reaktion auf zunehmend preissensible Kunden setzen Service-Provider zunehmend auf Automation und Skalierungseffekte. 11. Die Folgen der Arbeitsmigration: Die Verlagerung der IT-Arbeit in Niedrig-Lohn-Länder wird ab heuer Folgen zeigen. Diese äußern sich in Form von sinkender Qualität der Dienstleistungen und Verständigungsproblemen.

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