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20.02.2011 Andreas Schaffry*

Gartner-Prognosen: 5 Trends verändern die Business-IT

Es wird sich dramatisch ändern, wie Unternehmen in Zukunft Software und neue IT-Technologien wie etwa Cloud, SaaS und Social Software einsetzen. Die Marktforscher von Gartner haben fünf übergreifende Trends identifiziert.

Die Umsätze mit Unternehmens-Software sollen 2011 weltweit um 7,5 Prozent auf mehr als 253 Milliarden US Dollar (2010: 236 Milliarden US-Dollar) steigen. Firmen werden insbesondere in Lösungen für Business Intelligence (BI), Collaboration, Content Management, Supply Chain Management (SCM) sowie in Social Software investieren.

Darüber hinaus beschäftigen sich 2011 immer mehr Unternehmen mit Themen wie Software as a Service (SaaS) und Cloud Computing. Ziel ist es, mit Hilfe solch innovativer IT-Technologien agiler am Markt zu agieren und die Umsätze anzukurbeln.

Business und IT sind im Umbruch Zu diesen Ergebnissen kommt das US-Marktforschungsinstitut Gartner in einer aktuellen Analyse. Bis 2015 wollen die Unternehmen die eingesetzten Applikationen an die Anforderungen des Business anpassen, um so Kunden zu halten und zu gewinnen. Ebenso auf dem Radar sind ein verbesserter Informationsaustausch mit Partnern, Zulieferern und Kunden sowie die Optimierung von Social-Networking-Initiativen.

Darüber hinaus wollen Firmen innerhalb der nächsten vier Jahre alle Arten von Dokumenten und Datentypen integriert und strukturiert verwalten und durch ein umfassendes Reporting mehr Transparenz über wichtige KPIs gewinnen. Nicht zuletzt haben sie vor, flexible und damit effizientere Arbeitsprozesse zu etablieren.

Zusammengefasst bedeutet dies: Die Unternehmen befinden sich in einer Übergangsphase in der sowohl IT-Technologien wie auch Geschäftsmodelle auf den Prüfstand kommen. Das wiederum verändert die Art und Weise, wie Unternehmen in Zukunft Software beschaffen, IT-Technologien implementieren und Betriebsabläufe durchführen. Die Analysten haben fünf übergreifende und miteinander verknüpfte Trends identifiziert, die den Software-Markt nachhaltig beeinflussen und umkrempeln werden.

Globalisierung Globalisierung umfasst unter anderem Themen wie Marktkonsolidierung, Trends zur Technologiekonvergenz sowie M&A-Aktivitäten. Dadurch wird sich auch die Landschaft der Software-Anbieter in den nächsten Jahren nachhaltig konsolidieren. Die Folge: Selbst bislang fragmentierte Software-Märkte werden künftig von nur wenigen Anbietern dominiert.

Ein Grund dafür ist, dass immer mehr Unternehmen weltweit agieren. Sie erwarten von ihren IT-Dienstleistern, dass diese die jeweils lokalen Besonderheiten, im Hinblick auf Sprache, gesetzlichen Regelungen wie auch Kultur, kennen und dafür den nötigen Support liefern können.

Implementierung Cloud Computing, Platform as a Service (PaaS) und SaaS - verknüpft mit mobilen Lösungen - verändern die Anschaffung und Lieferung von Software. Den Prognosen nach wird die Nachfrage nach Cloud-basierten Lösungen in den nächsten Jahren nicht nachlassen. Mobile Prozesse eröffnen Firmen zugleich neue Marktchancen, etwa im Bereich mobile Banking, mobile Commerce oder bei der Ferndiagnostik im Gesundheitswesen.

Modernisierung Ein Schlüsselfaktor bei der Modernisierung ist die Server-Virtualisierung in den Rechenzentren. Immer mehr Betriebe ersetzen außerdem ihre alten und wartungsintensiven Legacy-Systeme durch Open-Source-basierte und serviceorientierte Lösungen.

Das soll helfen, Prozesse zu automatisieren sowie Arbeitsflüsse zu verschlanken. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen stellen die Unternehmen 2011 umfangreiche personelle Ressourcen bereit.

Sozialisierung Unter dem Begriff Sozialisierung (Socialisation) verstehen die Marktforscher den verstärkten Gebrauch von Social-Media- und Networking-Anwendungen. Diese sollen die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit personalisieren und Inhalte im Kontext anwenderspezifischer Aktivitäten bereitstellen. Firmen werden in den nächsten Jahren vor allem in Unified Communications und Context Aware Computing investieren.

Vertikalisierung Vertikalisierung bedeutet, dass Unternehmen, die Standard-Applikationen einsetzen, diese an ihre individuellen wie auch branchenspezifischen Bedürfnisse anpassen. In der Regel boten Hersteller bisher bei der Markteinführung neuer Software-Lösungen erst einmal generische Funktionen an. Diese wurden dann sukzessive um industriespezifische Features erweitert. Künftig erwarten Kunden, dass die Hersteller benötigte Branchenfunktionalität gleich bei der Markteinführung neuer Software-Produkte bereitstellen.

* Der Autor ist Redakteur des deutschen CIO.

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